3. Zwischenstopp daheim


Doch erst mal lernte ich Bayern kennen. Ich lernte, dass mein Rennrad super ungünstig ist in den Bergen und auf Schotter, dass Kühe mit und ohne Hörner vorkommen, dass Bullen auf der Weide oft schlechte Laune haben und es sinnvoll ist zu lernen wie man mit den Muhtieren umgehen kann.

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Es werden pro Jahr mehr Menschen durch einen Kuhangriff getötet als von einem Hai. Ungläubig guckend lernte ich, dass man trotzdem mitten durch eine Weide läuft. Das würde ich im Haifischbecken niemals tun.

Die wirklich wahren Abenteuer kann man erleben, wenn man einfach nur mit offenen Augen durch die Welt geht.

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Ab jetzt also Abenteuer auf dem Bauernhof, beim Langlaufski fahren und Berg gehen. Leben wo andere Menschen Urlaub machen.

Ich lernte mein uraltes Haus zu kalken und 2 Jahre guten Morgen zu sagen ohne jemals eine Antwort zu bekommen. Mittlerweile kann ich Grüß Gott über meine Lippen bekommen. Dies macht es einfacher. Dazu lernte ich noch die richtigen Fachausdrücke für Semmel und Brezen und ein Gescheithaferl zu sein. Hm – wusste ich schon aber außerhalb von Bayern störte es niemals.

Ich lernte, dass jede Fahrt zur Arbeit, zu Freunden und einfach am Wochenende hier eine Reise wird. Unter einer halben Stunde bin ich niemals dort wo ich hinwill.

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Ich lernte auch, dass man die Heimat nicht an einem Haus festmacht, sondern an den Menschen die man liebt und in dem kleinen Ort tief drin im eigenen Herzen. Dieser kleine sichere Ort den man immer dabei hat und der an jeden anderen Ort der Welt mitkommt.

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Ich fand wieder meine innere Ruhe und baute mir meine Höhle aus der ich die Welt entdecken kann.

Und so plante ich meine Homebase, holte meine Möbel aus Karlsruhe und plante meine nächste Reise.

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