Minimal und Platz


Hallo ihr Lieben,

habt ihr von den Minimalismus Gedanken gehört? Wie wäre es, endlich Platz zu haben? Wie kommt es an, nur noch die Dinge in der Wohnung zu haben, die man mag oder braucht?

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Die Idee dahinter ist es, den eigenen Konsum zu hinterfragen und mit den Dingen, die man nicht mehr braucht, anderen Menschen zu helfen. Es geht für mich darum Platz in der Wohnung zu haben, weniger Zeit zum Sachen finden zu brauchen und mehr Genuss an den Dingen die ich eben wirklich mag.

Es ist nicht mein Ziel eine minimalistische Wohnung zu haben. Es ist mein Ziel mich an den Dingen zu zu erfreuen, die ich mag, weil sie mir jetzt einfach ins Auge fallen.

Nude Wood Holzart

Fundstück Isar

Am ersten Tag trennt man sich vom ersten Stück, am Zweiten von zwei und immer so weiter.

Am ersten Tag schaute ich meine Bücher durch und fand einige die ich schon vor Jahren nicht mochte, die einfach nur im Regel standen und kleine Staubfängerchen. Ich fand aber auch 3 Bücher die ich unbedingt wieder lesen mochte und verkrümelte mich mit dem ersten auf meinen heißbeliebten Bücherliegesessel und freute mich über den tollen Tag. So entschied ich am ersten Tag, mich von 31 Dingen zu trennen und rückwärts zu zählen. So kann ich den Schwung am Anfang einfach besser nutzen und trenne mich jeden Tag von einem Stück weniger.

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Am nächsten Tag schaute ich in meinen Kleiderschrank. Ich trage selten Kleider und so sind sie nicht in meinem Alltagsschrank, sondern in einem Schrank im Flur, untergebracht. Eines nach dem Anderen schaute ich mir an. Auch hier entdeckte ich zwischen den Kleidern, die ich nicht mochte, mein absolutes Lieblingsstück (was ich schon fast vergessen hatte). Die ungeliebten Stücke, die die man zu oft bügeln muss und die ihre Farbe verloren hatten, wanderten in den Kleidersack und in die Tüte die ich spenden möchte.

Es gibt bei uns in Bad Tölz einen Geben und nehmen Laden. Jeden Samstag hat er geöffnet. Menschen erfreuen sich der Dinge die dort hingebracht werden und andere Menschen geben ihre Sachen dort ab. Einige Kleider brachte ich auf eine Kleidertauschparty nach München. Dort legt man sie auf verschiedene Tische aus und kann beobachten, wie sie von anderen strahlend mitgenommen werden. Ich entdeckte auf der Party eine coole Umhängetasche in schwarz und nahm sie mit nach hause. Dies war mein kleiner Dank. Meine Hosen und Shirts fanden schnell eine neue Liebhaberin.

Als Nächstes kam mein Bad an die Reihe. Abgelaufene Globulin mussten entsorgt werden, die Schuhcreme in rot brauche ich auch schon seit Jahren nicht mehr und einige der Handtücher wurden ausgemistet. Lieber mag ich 6 Handtücher in meinen Lieblingsfarben, als ein großes Dutzend die einstauben.

Wieso benutzte ich eigentlich die schönen Dinge erst dann wieder, wenn man die ungeliebten Dinge verschenkt hat?

Jetzt kommen die größeren Dinge an die Reihe – mein altes Futon lagert schon Ewigkeiten in einem selten genutzten Zimmer. Eigentlich wollte ich daraus mal ein Palettensofa bauen. Bei dem Vorhaben ist es jedoch geblieben. Zuerst verschenkte ich die Paletten bei Ebay Kleinanzeigen. Obwohl in den Kritiken oft geschimpft wird, es kamen lauter nette Menschen. Die Paletten landeten bei einem Handwerker, der sein Bett vergrößern wollte. Ein Paar Ski in Kindergröße erfreute eine Urlauberin. Sie brachte mir dafür eine Packung Milka mit. Dies brachte wiederum mich zum Strahlen.

Das Futon wartet auf eine Familienmama, die endlich eine neue gute Matratze mag und kein Geld hat sie zu kaufen. Sie freut sich auch schon riesig.

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Mein Ziel bei der Challenge ist es möglichst wenig Müll zu verursachen, sondern Menschen zu erfreuen, Dinge wieder zu verwerten oder einer anderen Nutzung zuzuführen.

Ein Teppich den ich nicht mehr brauchte wanderte in eine Flüchtlingsunterkunft und der Badezimmerschrank, der seit Monaten auf dem Dachboden stand, wurde zur Caritas gebracht. Dort können sich andere Menschen die es dringender brauchen wieder abholen. Mir hat er 20 Jahre gute Dienste geleistet. Jetzt darf er ein zweites Leben führen.

Beim Ausmisten stolperte ich aber auch über dutzende Dinge die die Welt nicht braucht – alte Prospekte, Fotos, Zeitungen, Eintrittskarten, alte Skiliftkarten und sonstiger Trash. Dies musste leider alles in den Müll. Es hat für mich keinerlei Nutzen.

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Ich fand aber auch Kerzen, die ich eigentlich endlich mal nutzen kann, Schmuck den ich schon ewig nicht mehr genutzt habe und Fotos und Briefe von lieben Menschen. Die Momente hab ich sehr genossen. Erinnerungen und schöne Dinge um mich zu haben ist das Schönste am Ausmisten. Ich freue mich auf die nächste Aktion.

496 Teile weniger in meiner Wohnung ist einfach grandios.

Auf der anderen Seite habe ich so viele Dinge wieder neu entdeckt und erfreue mich der Dinge die ich eigentlich schon lange besitze.

Für mich machte diese Aktion also viel Vergnügen und Spaß und ich freue mich auf die nächste Happyausmistsession.

In diesem Bericht gibt es natürlich keine Affiliate Links, nur alte Bilder und neue Gedanken dazu 🙂 Ich freue mich einfach zu arg über Alles was ich so gefunden habe!!!

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