Tinitus und Musik


Habt ihr gewusst, dass Tinitus nach einer Ohrenentzündung entstehen kann? Ich bis vor einigen Tagen nicht. Jetzt leider schon. Die Entzündung hatte ich kaum bemerkt. Es tat gelegentlich kurz weh aber weder hatte ich das Gefühl schlecht zu hören, noch hörte ich Dinge die ich nicht wollte. Dieses kurze Wehtun verband sich jedoch nach einigen Tagen mit einem Einschlafpiepsen. Ist denn dagegen ein Kraut gewachsen?

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Wer braucht denn so was? Also Termin beim Ohrenarzt mit der Bitte das Ohr zu reinigen und damit hoffentlich das Piepsen zu eliminieren. Einige Stunden später lag ich am Tropf und bekam Antibiotikum verabreicht. Einmal in der höchsten Dosis, da die Entzündung im Innenohr wohl schon was länger da wohnte. Wie jetzt? Ich dachte immer Ohrenentzündung, das tut grauenvoll weh und man merkt es sofort?

Nein – das wäre zu einfach. Manchmal merkt man es an leichten Gleichgewichtsproblemen und daran, dass man ein Fremdkörpergefühl im Ohr hat und gelegentlich aufs Ohr drückt. Das wars schon. Die kurzen Ohrenschmerzen am Abend kamen nicht mal von der Innenohrentzündung,  sondern nur von der Reizung da ich wohl einmal zu oft (gegen das Fremdkörpergefühl) die Ohren geputzt hatte 🙂

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Was nun tun? Rätsel über Rätsel. Der Arzt empfahl mir Musik und Ablenkung, Ruhe und alles tun, was mich nicht stresst. Dazu ein wenig Gingko und natürlich musste in meinem Fall noch die Infektion weg. Ja, ihr habt richtig gelesen – Gingko stärkt nicht nur das Gedächtnis sondern es gibt Untersuchungen, dass es gegen Tinitus hilft. Die Chinesen benutzten Ginkgo Biloba um Asthma und Höhenlungenödem (HAPE) zu lindern und um das Sexleben zu verbessern, den Blutkreislauf zu regulieren und ein langes Leben zu fördern. Ginkgo Biloba wurde in der traditionellen chinesischen Medizin seit über 4000 Jahre benutzt. Es fördert die Durchblutung im Hirn, in den Augen und Ohren und auch in der Muskulatur und den Beinen. Damit hilft es wohl unter anderem gegen Tinitus.

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Ja – ihr habt richtig gehört – Musik gegen Tinitus. Dies gibt es wissenschaftlich fundiert im Sinne der Musiktherapie. Wenn ihr jedoch googelt, findet ihr eine ganze Reihe von Youtubetipps mit knackenden und piepsenden Geräuschen aber auch ganz einfach Musik tut gut. Dies lenkt das Gehörgedächtnis ab und kann damit entspannend wirken.

Ich mag momentan am liebsten die Klaviermusik von Joep Beving. Dieser Künstler, Komponist und Pianist berührt meine Seele, umhüllt mein Leben mit Musik und gleichzeitig kann ich spüren, wie sich mein Ohr entspannt und die Geräusche nachlassen.

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Die entspannende Komponente mit dem stressfreien Leben versuche ich hauptsächlich im Wald zu verbringen. Ich habe vor einiger Zeit begonnen auf Berge zu gehen und genieße die Geräusche in der Natur und die Weite, wenn ich oben ankomme.

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Auch sehr schön für mich ist Musik mit 432 Hertz. Diese bringt mich in meine Mitte und wirkt entspannend und damit auch heilend.

Dazu noch ein wenig Vitamin C, Entspannungsübungen für den Kiefer und ganz viel Gelassenheit und ich bin mir sicher, dass das Piepsen wieder gehen wird. Es geht schon jetzt häufig für eine Zeit aber bald ist es ganz weg.

Einen Vorteil hat diese ganze Geschichte jedoch – mein ach so feines Gehör, was beim erklingen einer Stradivari wie zum Beispiel der von Anne Sophie Mutter in regelmäßigen Abständen eine sehr unangenehme Gänsehaut hatte, hört jetzt nur noch Frequenzen bis 8000 Hertz. Man soll es nicht glauben aber es ist ein Genuss nicht mehr jeden hohen Ton zu erkennen, sondern an der Stelle einfach Stille zu spüren. Ein Wunder…

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