LAGOMEra – DENN DU BIST GENAU RICHTIG LAGOM ACHTSAM Praxis

Vor einigen Tagen stieß ich auf die wundervolle Literatur von Anne und Olof. Die beidenleben in Schweden und schaffen es viele Achtsamkeitsmethoden, die ich aus meiner buddhistischen Praxis kenne, auf den ganz normalen Alltag zu übertragen. All dies brachten sie zwei wundervolle Bücher:

„Lagom achtsam. Mehr Balance und Zufriedenheit durch weniger Druck & Stress“ sowie „Lagom achtsam Praxis“.

Die Bücher findet Ihr hier 🙂

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Wir alle kennen den Rat – „Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich usw.“Dies klingt in unserer stressigen Welt nahezu unmöglich. Anne und Olof schaffen es mit kleinen und feinen Ideen unsere Welt ein wenig zu entschleunigen.

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„Pausen sind für unseren Körper und unseren Geist so unendlich wichtig. Oft warten wir aber nur auf die ‚großen Pausen‘, wie den Urlaub oder das Wochenende. Dann wollen wir das Leben genießen, Sport machen, meditieren und achtsam sein.“ schreibt Anne und gibt viele kleine Tipps und Tricks wie wir unseren Alltag mit eben diesen kleinen Pausen versehen können.

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Genau diesePausen sind bitter nötig, bei den 50.000 Gedanken täglich, von denen die beiden Autoren ausgehen. Unglaublich wie viele Informationen wir da so bearbeiten!
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Was mir an dem Buch besonders gefällt – es ist kein „Du könntest, wenn Du wolltest Buch“sondern es enthält Tipps, die ich sofort umsetzen kann. Da ist weder ein Einkauf nötig, noch muss ich einen Garten haben oder ein Meditationszimmer einrichten. Manchmal geht es einfach nur um Kerzen statt Kunstlicht am Abend, um eine gemütliche und besinnliche Stimmung zu schaffen und gleichzeitig den Melatoninhaushalt in den Griff zu bekommen.

Es geht um die kleinen Achtsamkeiten in dem Alltag,den wir leben, um das kleine Abenteuer zwischendurch – für das ich nicht nach Indien fahren muss, sondern einfach mal das Licht auslassen kann …

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Bei den Übungen im Buch „Lagom achtsam Praxis“ gefällt mir der „So tun als ob Tag“ am besten – so tun als wäre kein Strom da, so tun als hätten wir keinen Luxus oder wie mein Opa früher immer meinte – einfach mal so tun, als könnte man nicht sehen und die Wohnung blind erlaufen, im Wald einfach mal nichts sehen und die Vögel hören, die Ohren mal abdichten und spüren wie man spürt.

So tun als ob – ist das kleine Pseudoabenteuer zwischendurch und schafft entspannte Anspannung. Dem Gehirnist es egal, welche Erfolgserlebnisse es bewältigt aber uns macht jeder Erfolg ungemein stärker.

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Ich hoffe, ich habe Euch nicht zu viel verraten – es gibt noch so viele kleine Übungen, Checklisten, Tagebuchanregungen und vieles mehr, die Struktur und Achtsamkeit zusammenbringen.

Dieses Buch hilft fühlen und spüren,wie man es in vielen Achtsamkeitsvarianten lernt. Vor allem hilft es aber, sich wieder zu erinnern, wie einfach es ist und was man schon alles damit erreicht hat.

Damit ist es für mich ein absoluter Hingucker in stressigen Zeiten.

Frei nach dem Spruch, meditiere täglich 30 Minuten und wenn Du keine Zeit hast,meditiere 1 Stunde,nehme auch ich es mir wieder vor. Dieses Buch zeigte mir wieder, wie einfach es ist, dies in meinen ganz normalen Alltag zu integrieren.

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Herzlichen Dank liebe Anne & lieber Olofs fürs Schreiben!

Im Anschluss zitiere ich noch ein wenig die Autorenund ihre Buchbeschreibung selbst.

„Die Lagom-Era beginnt,
die Ära für ein ausgeglichenes Leben.

Lagom ist schwedisch und steht für ,genau richtig‘. Die Lagom-Methode ist dabei mehr als nur ein Wort, sondern beschreibt ein Gefühl von Zufriedenheit, welches uns im Alltag begleiten kann.

Lagom leben bedeutet ausgeglichen zu leben und zufrieden sein, mit dem, was wir haben und gleichzeitig daran zu arbeiten, seine Träume zu verwirklichen. Eine gesunde Balance lebt von einem Ausgleich zwischen Sein und Tun. Oder wie wir gern sagen: Do, be, do, be, do, be, do …

Lagom achtsam ist das erste Buch aus unserer Buchserie, der Lagom- Triologie. In diesem Buch lernst Du: zufrieden zu sein, mit dem, was Dich ausmacht, mit dem, was Dich umgibt, mit dem, was Du hast.

Das Buch zeigt Dir:

  • In mehr als 25 Übungen, wie Du Schritt für Schritt achtsamer werden kannst
  • Wie Du Zufriedenheit schon heute (er)leben kannst
  • Wie Deine Partnerschaft und Freundschaften verständnisvoller und liebe-

voller werden können

  • Wie Achtsamkeit das Familienleben und das Miteinander mit Kindern

bereichern kann

  • Wie Du Achtsamkeit und Meditation ohne großen Zeitaufwand in Deinen

Alltag integrieren kannst und vieles mehr …

Dr. Anne Brolien promovierte Zahnärztin, MBA und Life Business Coach hat gemeinsammit ihrem schwedischen Mann Olof Brolien, MBA, Unternehmer sowieManagement Coach, ein Konzept zu nachhaltiger Zufriedenheit entwickelt. Sie leben als Familie auf einer Halbinsel in Schweden.“

Die Produktlinks führen direkt zur Internetseite der Beiden, da ihr dort alle Bücher erwerben könnt – habt wundervoll viel Spaß beim Lesen.

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Starnberger See im Sommerfeeling mit ein paar Kräutern und Entspannung angereichert oder Urlaub im Kloster

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10 Tage Urlaub am Starnberger See – tagsüber segeln und abends im Kloster übernachten. Das war eine traumhafte Zeit. Selten konnte ich so abschalten und fühlte mich doch fast daheim. Täglich hätte ich heimfahren können und ich genoss jede einzelne Sekunde dort.

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Habt ihr schon mal in einem Kloster Urlaub gemacht? Es ist leise und riesig und mir begegnete ein beständiges freundliches Gesicht. Einige der Schwestern kannten mich nach wenigen Tagen beim Namen und fragten wie mein Tag war oder was ich vor habe. Das Frühstück war liebevoll und von morgens bis abends gab es hilfreiche Schwestern an der Rezeption, Getränke in Selbstbedienung und jeglichen Service. Auf der anderen Seite genoss ich die unendliche Ruhe des Klostergartens oder einfach nur den Blick aus meinem Zimmer auf den See. Mir taten einige Tage ohne Telefon, Fernsehen und W Lan richtig gut.

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Jeden Morgen ging ich hinüber in den Hafen und lief zu meinem Segelkurs. Die Segelschule ermöglichte mir 10 Tage segeln und Trainer auf dem See und ganz viel Spaß – zumindest wenn Wind war. Ich kann jetzt entspannter ohne Wind segeln als ich es je für möglich gehalten hatte. Der Starnberger See ist nicht grade ein Windparadies.

MU8A7852Allabendlich unternahm ich einen kleinen Ausflug in den Kloster- und anschließend in den Kräutergarten. Die Schwestern bereiten wirklich noch eigene Tees und Mischungen zu die sie zum Verkauf anbieten oder einfach selbst nutzen.

So MU8A7848So schaute ich Abend für Abend was ich neues entdecken kann. Ich hätte es ja fast für Erdbeerblätter gehalten aber es ist wirklich krause Minze.

MU8A7844Der Kräutergarten ist angefüllt mit Heilpflanzen, Küchenkräutern und Tomaten – welch lustige Mischung.

MU8A7840Für mich war es das reinste Nasen- und Augenparadies. Es ist erstaunlich wie schnell die Seele zur Ruhe kommt, wenn ich die Farbe grün sehe und einfach Ruhe um mich habe.

MU8A7836Dieses kleine Einst im Kräutergarten brachte mich immer wieder zum lächeln. Diese völlig überwachsene Gartenhütte bildete das Zentrum des Klostergärtchens.

Wer von Euch war denn schon mal im Klosterurlaub?

Ich habe die Tage sehr genossen und werde sie immer mal wieder wiederholen. Es ist schön zu wissen, dass hier auch Kinder willkommen waren und die Preise auch für Familien finanzierbar sind.

Schaut doch einfach mal im Internet nach dem Kloster Bernried.

 

 

 

Meine Welt ist bunt

Ich schreibe seit einigen Jahren über meine Reisen und alle Dinge die ich so tue. Heute ist für mich mal Zeit für ein Statement.

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Mein Leben ist bunt und das ist wunderbar. Ich habe tolle Freunde in vielen Ländern dieser Welt und viele wundervolle Freunde die nicht in Deutschland geboren sind. Dafür bin ich jeden einzelnen Tag mit ganzem Herzen dankbar.

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Je mehr ich reise und Menschen in den unterschiedlichsten Ländern kennenlerne, um so offener ist mein Kopf. Es gibt überall komische, unterschiedliche, liebe und herzige Menschen. Das mag und möchte ich niemals über einen Kamm scheren.

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Für mich ist eine offene Welt die beste Grundlage für ein offenes Leben. Menschlichkeit ist für mich so wichtig wie lachen und glücklich sein.

In diesem Sinne – keine Macht den Nazis…

 

Fischerstechen statt Fisch erstechen

Gaudi in Bayern oder wenn ich mal wieder vor die Tür gehe 🙂

Das Leben ist schon ein wenig spannend und oftmals anders so um mich rum. Da reise ich um die halbe Welt und die wirklich unerwarteten menschlichen Lustigkeiten sind vor der Haustür. So verbrachte ich ein Wochenende am Starnberger See und wollte meinem besten Freund unbedingt das Nordbad zeigen. Normalerweise treffen sich hier die Reichen und Schönen. Sie tragen ihre beste Bekleidung spazieren und hören wundervolle Musik. Die Bekleidung gehört normalerweise der Marke Gant und Tommy und die Musik fällt in die Ecke Café del mare.

Heute war alles anders – wie ja eigentlich so oft, wenn ich unterwegs bin. Der Programmpunkt hieß Fischerstechen und wir dachten an Angelwettbewerbe, Speerfischen, lustige Tischspiele oder Steckerlfisch…

Nö – es ging um Fischer und das hinunterstechen derselbigen von einem wackeligen Boot.40139983_10204866239533142_1429509890866413568_oDies weitete sich zu einem Mordsgaudi aus. Die Damen trugen heute Dirndl und die Herren ihre feschen Lederhosen. Die Fischerbuben verkleideten sich als Winnetou und Clown und polterten sich gegenseitig von den Ruderbooten. Ritterspiele und Wasserspiele gemixt sozusagen.

40192402_10204866851508441_6782552443344388096_oDie Musik unter Palmen kam heute auch nicht aus der Dose sondern eher so aus der Blaskapelle. Gut, dass ich Musikantenstadl erzogen bin… Ich gestehe, den einen oder anderen Text kannte ich sogar.

40233552_10204866843588243_266346422561931264_oZum Glück hat das Nordbad auch andere Seiten und wir waren vom morgendlichen Sonne sitzen noch megaentspannt. So konnte der Tag gelungen weitergehen.

40046965_10204863745270787_5824273741286211584_oEin weiteres Highlight des Wochenendes war für mich mal wieder das Museum der Phantasie in Bernried. Dort finden sich Blätterbilder einträchtig neben Papptanten im Café. Die Pferde vom Karussell reiten an der Decke während im Nachbarraum die Kunst der 20 und 30 er Jahre zu bestaunen ist. Dicht gefolgt von Parfümfläschchen, einem Schriebtisch des Museumsgründers, afrikanischen Masken und mal wieder Kunst. Es ist für mich ein Lach- und Genussmuseum – eben ein Museum der Phantasie. Am liebsten mag ich jedoch das Gebäude an sich und den bezaubernden Blick auf den Starnberger See.

40138428_10204866848068355_9006347798949396480_oDen Abend genossen wir in einem kleinen Tutziger Italiener. Das Mille Lire ist schlicht und einfach unglaublich. Dieses nette Plättchen bekommt man nach dem Essen, wenn man sich noch einen Abschiedsespresso bestellt. Strahleaugen vorprogrammiert – es war so lecker wie es aussieht…

Die Tage waren so genial wie die Bilder und das Lachen in meinen Augen 🙂

Ich mag den Starnberger See…

Die Seite enthält Produktlinks zu Amazon. Am Verkauf dieser Sachen kann ich verdienen. Euch entstehen damit keine Mehrkosten. Danke!

 

Segeln und chillen und die Frage der Macht

Ich habe es endlich gewagt und einen Segelkurs begonnen. 10 Tage mit und ohne Lehrer auf dem Starnberger See und Sonne bis die Haut glüht. Die Zeit war so schön und verging leider wie im Fluge aber ich würde es jederzeit wieder tun. Nur jetzt bitte eben nicht mehr als Kurs. Segeln ist für mich wie Freiheit nur schneller.

Die ersten Tage verbrachten wir auf dem Lehrerboot und lernten die einfachsten Bewegungen. Man glaubt ja gar nicht, wie schwer es ist einen Kreis zu fahren und dabei die Richtung nicht zu vergessen. Okay, wir hatten nur 4 kmh Wind. Da dauert es schon mal was länger. So saßen wir auf dem Boot und übten die Manöver in Zeitlupe oder noch langsamer. Der Lehrer konnte gefühlt ewig warten bis uns das nächste Kommando einfiel und wir dann wiederum noch viel später das Segel bewegten. Da ich meine erste Segelerfahrung auf dem Achensee und dann auf dem Atlantik machte, fühlte ich mich ein wenig komisch und verlangsamt. So konnte ich jedoch viel mehr genießen und hatte Zeit für Sonne, Wasser und das unglaubliche Alpenpanorama.

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Nach den drei Lehrertagen kam jedoch ein wenig Tempo in die Kajüte. Der Lehrer blieb an Land und gleichzeitig verdreifachte sich der Wind. Jetzt mussten die Manöver in 10 Sekunden laufen, die noch am Tag davor alle Zeit der Welt hatten. Ups… Für mich war das noch immer recht entspannt aber die Leute, die mit auf dem Boot waren, wirkten ein wenig gestresst.

Es ist schon verwegen zu erwarten, dass man die Fock – das vordere Segel – auf Zuruf relativ zeitnah bewegt und es ist scheinbar noch verwegener zu erwarten, dass dies dann passend zum Kommando und nicht irgendwie passiert. So hatten wir sehr viel Vergnügen und Chaos  auf dem Boot und jeder hatte irgendwie andere Ideen vom Segeln im Kopf. Da wir zu allem Spaß auch noch verschiedene Lehrer an den Vortagen hatten, wurde es noch bunter. Drei bis fünf Laien tummelten sich auf einem Boot und jeder meinte genau das einzig wahre zu tun.

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So kamen wir recht bald zur Frage der Macht… Ein Köpfchen muss Bootsführer sein und es war nicht immer gut den zu bestimmen, der dies sein wollte. So lernte ich auf 8 Quadratmeter Boot viel über Management, Leadership und Autorität. Es ist schon spannend, dass sich häufig die Menschen mit dem größten Wissen in der zweiten Reihe verstecken und die mit der größten Klappe die falschen Ansagen geben. Hm – ist das in der echten Welt eigentlich auch so? Auf dem Boot führte häufig der Lauteste und eigentlich eher selten der oder die die segeln konnte. Oft wurden sogar die richtigen Argumente einfach platt gebügelt, damit der Lauteste weiter seine Ansagen machen konnte. Ich war erstaunt und ein wenig verblüfft, wo ich doch sonst so demokratisch und effizient leben möchte. Ich habe als Bootsführerin lieber das Wissen und Können aller zu nutzen versucht und dann die Entscheidungen getroffen. Hm – leider war das ziemlich schwierig, wenn dann ein lauter Mensch an Bord war. So ging auch ich in die zweite Reihe und sah zu, entspannte mich und griff einfach wortlos ein, wenn es nicht klappte.

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Auch sehr spannend fand ich die Launen je nach Wetter und Wind. Es gab an Bord tatsächlich die Sonnen – und die Regenfraktion. Ich gehöre eher so in die Sturmrichtung. Es gibt kein schlechtes Wetter sondern nur unangenehme Kleidung… Es konnte Regnen und pladdern wie es wollte, wenn der Wind ging und das Boot schräg stand, war ich glücklich. Dann gibt es noch die Sonnenfraktion. Die fährt grinsend und entspannt ihre 20 min Wende und lässt sich die Sonne auf den Kopf brennen. Da fahre ich die Manöver eher so, dass ich auf der Schattenseite des Segels sitze. Hihi – auf ein Leben gerechnet, werde ich jedoch viel mehr Platz auf dem See haben. Bei Sturm und Regen gehört er mir und die Sonne können die 500 anderen Segler haben.

Übrigens soll Zitronensäure gegen Sonnencreme Flecken helfen. Das Hemd liegt im Moment im Wassereimer. Drückt mir die Daumen, dass es klappt.

Wichtig ist übrigens nicht nur die Sonnencreme sondern auch die Regenkleidung. Da ist dicht sicher weit wichtiger als das wundervolle Styling. Ich schaue nach Regenkleidung in der ich mich gut bewegen kann. Die ohnmachtssichere Rettungsweste macht sichtbar und ein wenig warm und würde über Wasser halten, wenn man hineinfällt.

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Lucca gemütlich entdecken

Lucca ist für mich ein Toskana Traum. Jeden Tag durch die Gassen wandeln, Eis essen, verschiedene Gärten anschauen und Häuser bewundern.

So könnte ich Jahre meiner Zeit vertrödeln und 1000 Inspirationen mit nach hause nehmen. Es ist so wunderschön.MU8A7654Ein üblicher Abend in Lucca ist warm aber nicht heiß und ein angenehmes Lüftchen zieht durch die Straßen und Plätze. Relativ schnell am Nachmittag ist die Stadt schattig und die Menschen sind auf der Straße, sitzen auf den Plätzen oder bummeln durch die Gegend.

MU8A7646Verschiedenste Hinterhöfe weckten immer wieder meine Neugier und so bummelte ich an vielen Nachmittagen durch die Gegend. Nein, dies ist kein Museum sondern ein ganz normaler Innenhof eines Mehrfamilienhauses… Einfach nur wundervoll.

MU8A7642Diese etwas altertümlich anmutende Lampe musste ich unbedingt fotografieren. Sie stand starr vor Rost und Spinnweben und hat trotzdem diesen Charme. Wundervoll…

MU8A7638Auch einer der tollen Hinterhöfe. Sie laden zum Verweilen ein. Das hab ich mich allerdings nicht getraut. Wer möchte schon eine Touristin auf seiner netten Terrasse sitzen sehen. Ich könnte es nicht leiden. Also war ich nur mit gutem Objektiv in der Nähe ohne zu stören und nehme den Platz für meine Träume mit.

MU8A7630Ein paar Inspirationen für Haus und Garten sprangen auch raus. So mag ich ganz sicher das eine oder andere Zimmer meiner Wohnung terra streichen. Sicher sieht das mit Kalkfarbe toll aus.

MU8A7634Da muss es nicht mal perfekt sein und wirkt trotzdem heimelig.

MU8A7650Auch wundervoll anzusehen fand ich die vielen Türen und Tore in Lucca. Wenn man mal 20 m die Einkaufsstraße verlässt, eröffnet sich die alte Welt. Ich hatte das Gefühl, man kann die alten Römer noch spüren und sich vorstellen wie früher die Wagen über die Straßen gepoltert sind, die Bürger auf die Gehwege sprangen und die Dienstboten an solche Türen böllerten und dann von anderen Dienstboten geöffnet wurde damit die Herrschaften sich besuchen können.

MU8A7658Dies ist allerdings ein besonderer Garten – er gehört zum Palazzo Pfanner und wurde an diesem Tage für eine Hochzeit geschmückt. Normalerweise kann man den Garten und auch das Palazzo besichtigen. Heute konnte ich nur über die Mauer spicken.

MU8A7662Die anderen Häuser der Umgebung sind nicht ganz so feierlich aber trotzdem schön. Mich beeindrucken die pastelligen Farben und die wackeligen Konturen. Nichts ist perfekt und zusammen sieht es einfach nur schön aus.

Wie wünschte ich mir für diesen Sommer die tollen Fensterläden. Sie würden ein wenig Schatten und Luft nach Tölz bringen. Hier wurde nicht so wirklich für Sommer gebaut 😉MU8A7666Auch sehr beeindruckend, ein Geschlechterturm… In diesem lebte eine Familie – Geschlecht im Sinne Adelsgeschlecht – und brachte ihre Habseligkeiten, Waffen, Geld und alles was ihnen lieb und teuer war einfach hoch oben unter. So war es einfach zu verteidigen und gut beschützt. Wenn man schon keine Burg mehr haben konnte und in der Stadt lebte, schützte man sich eben so. Klingt sinnvoll – vor allem wirkt auch diese Bauweise gut gekühlt. Allerdings muss man Treppen mögen. Ich glaube nicht, dass man hochgezogen wurde.

 

MU8A7674Den Abschluss des Tages und leider auch meiner Reise bildete das Kloster in Lucca. Es kühlt einfach so wunderschön in den alten Gemäuern und mit dem vielen Grün. Das tat den Augen und auch dem Gefühl gut.

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Florenz für Genießer

Florenz – was für eine Wahnsinnsstadt. Ich dachte in den ersten 15 min. nur daran abzutauchen oder den ersten Zug nach Lucca zu nehmen aber dann…

Auf dem Weg vom Bahnhof in die Innenstadt war es ein wenig abenteuerlich. Kofferrollen, Kinderwägen, Reisegruppen, Sonnenschirme, fotografierende Menschen und das alles im Tausenderpack. Es war ein bißchen wie Supermario spielen in der echten Welt. Nur hatte ich nur ein Leben dabei und wollte nicht vom Koffer überrollt enden.

Nach einigem Suchen – man kann auf Google Maps die Innenstadt auswählen und dann einfach 10 m in die Nebenstraße laufen 🙂 fand ich die tollsten Plätze.MU8A7534ein alter Turm mit der steinernen Wand zog mich magisch an.

MU8A7530Die Flagge an dem uralten Gemäuer glänzte in der Sonne und ein Reiseführer erklärte die Wichtigkeit desPlatzes.

MU8A7538Mir gefiel der Turm. Er hatte so eine eigenwillige Rapunzelschönheit und vor dem stahlblauen Himmel wirkte er noch verwunschener. Er gehört, wie auch Mauer und Flagge, zum Dantemuseum.

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Dieses kleine Bildnis fand ich in der Nähe an einer Wand.

MU8A7546Ja, auch dies ist Florenz. Abseits von den Touripfaden fand ich dieses leckere Kleinod. Das Restaurant serviert toskanische Küche, bestes Olivenöl und leckere Weine. Die Toilette ist übrigens sehr zu empfehlen – gibt es eigentlich einen Toilettenreiseführer? Ich bräuchte ihn manchmal.

MU8A7554Im Restaurant oder auch davor findet sich für jeden Geschmack und auch jede Größe der passende Platz. Es ist einfach nur Idylle pur.

MU8A7558Selbst die puristische Tischdeko sah in der Umgebung stilvoll aus. Ich ließ mich eine Weile nieder und genoss einen gigantischen Salat mit Orangenstreifen und Olivenöl. Die Kombination des tollen leicht bitteren Olivenöls mit der süßsauren Orange war eine milde sich ausbreitende Geschmachswelle im Mund.

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Genau so habe ich mir die Toskana vorgestellt. Das warme und weiche Licht, die Zypressen, Häuser in erdigen Farben – ein traumhafter Blick.

MU8A7566Das rote Haus in der Nische zwischen den riesigen Häusern wirkt einfach nur süß! Bitte nicht einpacken. Ich nehme es auch so mit…

MU8A7574Häuserstraße von der Seite von der alle Touristen fotografieren? Danach von der Seite mit Sonne drauf. Da stand ich allein und war verwirrt 🙂

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Also ich finde es im Sonnenlicht ja viel schöner aber das ist vielleicht nur meine komische Vorstellung? Was meint Ihr? Hat sich der Umweg in die verlassenen Straße von 15 m gelohnt. Hier war ich plötzlich völlig allein.

MU8A7590Ich mag Putten und Engel. Als Relief, wie hier an der Kirche, könnte ich stundenlang draufschauen und mich lächelnd entspannen. Ist es das Kindchenschema oder einfach nur das Lächeln? Mich macht es ein wenig glücklicher.

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Hier ein etwas ernsteres Engele vor der selben Kirche.

MU8A7606Justitia steht schief oder meine Sicht auf sie ist in der Schwebe? Ich glaube ich war ein wenig wackelig unterwegs. Trotz allem hat das Bild einen gewissen Charme. Ich mag sie nicht grade rücken.

MU8A7610Just wow – ich liebe ja Löwenköpfe auf Möbeln oder als Stuck aber dieser Türknauf ist gigantisch. Ich musste ihn als Foto mitnehmen.

MU8A7614Blue Sky wo immer ich hinsah in Florenz. Die Stadt hat wirklich ein wundervolles Licht.

MU8A7618Noch ein Putte zum Lächeln und Entspannen für Euch…

und für die weniger romantisch veranlagten – habt Ihr gewusst, dass das Schweigen der Lämmer zum Teil in Florenz spielt?

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Gaufest und wo ist das Holz vor der Hütten?

Hm – ein Blick auf die Plakate zeigt seit Wochen Werbung fürs Gaufest. Mein Mac kennt das Wort schon mal nicht… Google hilft nur in so fern weiter, dass das wohl ständig stattfindet – immer in anderen Orten und irgendwas mit Trachten zu tun hat.

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Jeder Gauverband (mein Rechtschreibprogramm fand Gaunerverband lustiger) richtet wohl sein eigenes Fest aus. Zu diesem Fest kommen alle Mitglieder – Trachtler und Trachtlerinnen – und feiern, zeigen sich und machen einen Umzug durch die Stadt. Klassischerweise gehört auch immer ein Gottesdienst dazu.

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In unserem Fall trachtelte es drei Tage. Wikipedia hat vergessen die Blaskapellen zu erwähnen die durch die Stadt ziehen und mit Tuba in die Metzgerei wollen.

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Ich bekam den Spaß das ganze Wochenende mit und wurde drei Tage mit Blasmusik, Kapellen und Jihah Schreien beschallt. Es wirkte ein wenig archaisch auf mich aber meine Umgebung blieb entspannt und meinte dies gehört so.

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Sonntag begann es ein wenig lauter zu werden. Der Umzug begann gegen Mittag und alle 4000 Trachtler, Trommler, Paukenspieler, Tubabläser und mehr zogen durch die Innenstadt. Erstaunlicherweise sind fast alle Blaskapellen mit Männern gefüllt. Frauen durften hübsch aussehen und nett laufen.

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Übrigens – die Bayerin hat kein „Holz vor der Hüttn“. Das sind Blumen – von Busen war hier mal nix zu sehn… Die Oberweite wird total gefakt. Aber das nur so nebenbei.

So ein Gaufest scheint eine bierernste Sache zu sein. Spaß sah ich selten und lächeln war eher so die Ausnahme. Der grantelige Oberbayer grantelt scheinbar auch am Fest.

Die Trachten der Damen sind von Verein zu Verein unterschiedlich (für mich als Laien oft ähnlich aber doch sehr individuell. Sie kann man natürlich nicht einfach so kaufen.

Die Männer haben es da schon einfacher. Eine gescheite Lederhose kann man mittlerweile recht einfach erstehen. Sie hält ein Leben lang und wird zu jedem Fest getragen. Sie wächst ein wenig mit und so trägt sie der junge Mann noch ein wenig fesch und eng und später weitet sie sich zum Bierbauch.

Ihr seht, man muss also nicht in die Toskana fliegen, um Abenteuer zu erleben. Manches Kulturgut ist direkt vor der Haustür 🙂

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Focaccia vegan und italienisch

Ich habe ein neues Lieblingsgericht was ich Euch nicht vorenthalten mag.

Focaccia ist das italienisch leichte Pizzabrot welches ein wenig ölig und mit einigen Kräutern gewürzt in jeder italienischen Bäckerei zu erstehen ist. Falls ihr kein Foccacia bekommt, ist hier ein Rezept.

  • einige Zweige Rosmarin – der Geschmack ist intensiv – mehr als 8 sollten es nicht sein
  • 1/2 Würfel Hefe 
  • 225Mehl 
  • ein halber Teelöffel Meersalz
  • 7–8 EL gutes Olivenöl  
  • Backpapier 
  • 150 ml Wasser

Das Wasser erwärmen und die Hefe wie auch die Hälfte des Rosmarin und das Salz hineinbröseln. Das Mehl unterkneten und die Mischung 30 min gehen lassen.

Falls der Teig zu klebrig ist, Mehl hinzufügen und zu 20 x 3 cm Stücken ausrollen. Mit dem Finger werden die typischen Focacciadellen eingedrückt. Nun noch einmal 10 min gehen lassen, dann mit Öl, Rosmarin und Salz verzieren und im Ofen bei 175 Grad Umluft 10 bis 15 min backen.

Wenn das Focaccia aus dem Ofen kommt, wird es noch einmal mit Öl beträufelt.

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Ihr zerteilt das Brot in den Gästen entsprechende Portionen und schneidet es auf.

Nun wird es mit Zucchini, Aubergine und Ruccola gefüllt.

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Die Zucchini und die Aubergine habt ihr zuvor gegrillt und in Öl und Knoblauch eingelegt oder die eingelegten Gemüsescheiben in einem türkischen oder griechischen bzw. italienischem Geschäft gekauft oder über den Link online erstanden.

Einfach füllen, das Brot wieder zusammenklappen und kurz überbacken damit es warm auf den Tisch kommt. So lecker 🙂

 

Shiva auf Reisen

Hallo Ihr Lieben,

ich hab mal wieder in die Statistik geschaut aus welchen Ländern meine Leser so kommen. 20 Menschen haben meine Seite von China aus besucht und 26 Menschen haben mich von Indien aus gelesen. Ich bin fasziniert und begeistert vom Web.

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Wenn doch nur mein englisch besser wäre, dann könnten sie mehr als Bilder gucken. Sie könnten lesen was ich so schreibe…

Das würde sicherlich die Reichweite noch um einige interessierte Leser erweitern. So freue ich mich einfach nur, dass ich Euch mit Bildern begeistern kann.

Dieser Shiva ist übrigens noch immer Teil eines Gewinnspiels und möchte gern umziehen. Wer mir bis 15. August 2018 die rührendste Nachricht schreibt, darf ihn sein Eigen nennen. Also überlegt nicht lange und haut in die Tasten, wieso Shiva genau bei Euch wohnen darf. Ich benachrichtige die Gewinnerin oder den Gewinner am 20. August. Erst dann brauche ich Eure Adresse damit ich das Paket versenden kann. Die Adresse werde ich natürlich danach vernichten.

Also – wer mag Shiva zu sich ziehen lassen??? Er ist reiselustig, kommt aus Indien und wohnt jetzt schon 5 Jahre in Tölz. Ihm ist langweilig 😉