11 Tauchen und mehr

Am nächsten Morgen packte ich meine Tauchsachen und nahm all meinen Mut zusammen. Ich wollte Mantas sehen und wieder tauchen. Es waren aber diese vielen Erinnerungen die auch diesen Platz überschwemmten. Ich sah im Schlaf wieder diesen einen toten Menschen der mir den Mut am Tauchen nahm.

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Kurz nachdem ich vor 5 Jahren von Komodo zurückkam war ich mir nicht mehr sicher ob ich jemals wieder tauchen mag. Zweimal abgetrieben und mit dem Leben davongekommen und doch noch immer eine blutige Anfängerin. Einerseits hatte ich ohne Ende Angest aber auf der anderen Seite eine unbändige Lust aufs Meer.

Ich liebe Mantas und Fische und das Meer in all seinen Farben. Was sollte ich also tun? Ich wollte unbändig tauchen lernen.

So kam ich an den Ort zurück an dem ich damals tauchen lernte und fing hier von vorn an.

Andrew nahm mich wieder mit in den Pool. Er lernte mir erneut unter Wasser atmen und tauchte so lange mit mir im flachsten Wasser bis sein gebrochener Arm und meine Seele geheilt waren. Dann wollten wir Beide wieder raus in die Welt.

Es gab da so einen Tauchplatz an dem ich unbedingt tauchen lernen sollte. Hier gab es Mola Molas. Wenn ich mal ein Guide werden möchte, müsse ich auch dort tauchen meinte Cody immer wieder und meine Antwort lautete immer wieder – ich bin noch nicht so weit. Ich hatte eine unbändige Angst zu sehen wie dort jemand in der Strömung umkommt und untergeht wie es ein bis zweimal je Sommer dort passiert.

So verging Tag um Tag und ich vermied den Platz wann immer ich konnte. Irgendwann konnte ich es nicht mehr vermeiden.

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Cody hatte Tauchgäste die nur im Flachwasser tauchen wollten und es war eine Runde um die große Koralle geplant. Dies galt als wundervoller Tauchgang der fast ungefährlich war. Ich hatte keine Ausrede mehr und fuhr mit. Das dumme Gefühl fuhr jedoch mit. Zitternd vor Angst sprang ich ins Wasser und war verkrampfter denn je, biss mich an meinem Mundstück fest und atmete gepresst. Wir tauchten den tollsten Fleck und ich konnte es kaum noch genießen. So vergingen die Minuten und irgendwann war e Zeit wiederaufzutauchen. Eine unbändige Freude durchflutete mich und ich wusste ich hatte es fast geschafft – den Tauchgang und mutig zu sein. Da sah ich Codys Gesicht.

Er bat mich den Tauchgang allein zu Ende zu führen, die beiden Frauen mitzunehmen und um Himmels Willen nicht nach oben zu schauen. Wir sollten noch 3 min warten und dann weit weg vom Boot auftauchen. Erst machte ich mir keine Sorgen da dies ein Teil der Ausbildung war. Als ich jedoch sah, dass Cody ohne jeden Sicherheitsstopp nach oben ging wusste ich, dass nichts in Ordnung ist.

Ich kümmerte mich um die beiden Frauen und gemeinsam warteten wir unendliche Sekunden. Ich hielt die Bitte von Cody nicht lange aus und schaute nach oben. Cody hat sicher Batman – unser Boot erreicht. Er umschwamm eine riesige Blutlache. Vor unserem Boot lag ein Mann wie ein gekreuzigter Jesus inmitten seines Blutes. Nichts hatte mich auf diesen Anblick vorbereitet. Mein Herz stockte und ich versuchte mich in dem was ich in den letzten Jahren gelernt hatte, wenn nichts mehr geht ist atmen die einzige und vielleicht beste Option.

Ich atmete ganz ruhig und signalisierte den beiden Frauen langsam aufzutauchen. Wir schwammen ein Stück weit weg vom Boot und kamen langsam nach oben.

Was war passiert? Mir gingen alle Möglichkeiten gleichzeitig durch den Kopf. Ist Cody was passiert? Gab es einen Unfall? Wurde der Mann erschossen? Von wem oder wie zur Hölle kommt man zu so unglaublich viel Blut?

Als wir an der Oberfläche waren, war Cody grade dabei die Füße über Bord zu heben und ihn zu beatmen. Er stöhnte und beatmete und massierte das Herz. Sein Rhythmus blieb schnell und er kam mehr und mehr aus der Puste. Die beiden Frauen an meiner Seite outeten sich als Krankenschwestern und wollten unbedingt aufs Boot. Nach einigem hin und her ließ sich Cody helfen. So wechselten sich alle drei beim Beatmen ab während mein Job darin bestand alles Zeug ins Boot zu schaffen, dass wir bald losfahren konnten.

Der tote Mann im Boot war und blieb mausetot.

Wir fuhren mit unserem Boot in schnellstmöglichem Tempo zum Strand an dem seine Frau wohnte. Es war eine gruselige Fahrt. Cody musste zu ihr in den Laden gehen und sie zum Boot holen. Er redete auf sie ein doch sie schien kein Wort zu verstehen.

Nach einiger Zeit bat mich Cody zu übernehmen. Wir fuhren mit dem Boot weiter Richtung Krankenhaus und ich redete auf die Frau des Toten ein. Ich war die Einzige die wie sie deutsch sprach. Es war als würde sie erst jetzt langsam verstehen, was passierte und die Welt sickerte mit ihrer Sprache in ihre Seele ein. Es war tragisch zu sehen wie sie ihren Mann wachrütteln wollte, Cody anschrie und uns alle immer und immer wieder zu mehr Tempo antrieb.

Das Boot heizte so schnell es nur konnte über das Meer und hielt Kurs auf den Hafen von Lembongan.

Dort landeten wir mitten an der Anlegestelle der Boote aus Bali. Mitten im Trubel hatten wir einen Toten und eine schreiende Frau an Bord. Ich suchte schnell ein Tuch und hängte die Seite ab und erklärte den Menschen in der Nähe, dass sie leider ein wenig außer sich ist und wir da schon mit klarkommen. Ich hoffe sie verzeiht mir dies im Nachhinein…

Die balinesischen Jungs rannten zum Krankenhaus, telefonierten mit den Ärzten aber niemand war zu erreichen. Erst nach einer halben Stunde wurde einer der Ärzte geweckt. Er versprach schnell zu kommen. Alle anderen waren auf einem religiösen Betriebsausflug. Das Krankenhaus hatte heute geschlossen.

Kein guter Tag, um zu sterben.

So hielt ich weiter die deutsche Frau im Arm und redete beruhigend auf sie ein.

Nach einer gefühlten Ewigkeit wurde sie und ihr toter Mann von dem Arzt abgeholt und wir fuhren zu Blue Corner.

Dieser endgültige Moment hat keinen Platz in meiner bewussten Erinnerung gefunden. Ich habe ihn verpackt und verborgen und irgendwo in mir in einer Kiste verstaut.

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Ich bin erst wieder in mir als wir abends an der Bar saßen. Alle lachten und kicherten über die tollen Taucherlebnisse, das perfekte Wetter und die Mola Molas. Kein Wort fiel über ihn und die Dinge von heute Nachmittag. Ich war verblüfft und irritiert und unglücklich und mal wieder Gott froh, dass es Skype gibt und meine Familie und Freunde denen ich unter Tränen und mehr stumm als redend den Tag rüberbringen konnte. Ein weiterer Glücksgriff des heutigen Tages waren Markus und seine Frau. Sie halfen mir Worte zu finden und den Tränen eine Bedeutung zu geben. Dieser mir fremde tote Mensch und seine trauernde deutsche Frau hat mich tief in meiner Seele berührt.

Und am nächsten Morgen begann ich mal wieder im Pool ganz von vorn mit meinen Tauchübungen bis ich 4 Wochen später die Prüfung zum Divemaster machen konnte.

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All diese Gedanken gingen mir in der Nacht und am nächsten Morgen durch den Kopf. Wir fuhren im gleichen Tauchboot wie einige Jahre vorher und machten uns auf den Weg zum Mantatauchplatz – vorbei an dem Strand wo wir ihn ans Krankenhaus übergaben, dem Strand wo wir seine Frau suchten und der Abzweigung zu dem damaligen Tauchplatz. Es war eine bewegte und irgendwie befreiende Fahrt. Ich wusste nun, dass er einfach an einem Herzanfall verstorben war und überall auf der Welt verstorben wäre. Nur weil er unter Wasser war, wurde es zu einer so blutigen Angelegenheit.

Ich wünschte seiner Seele Frieden und machte mich auf ins Wasser.

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10 Lembongan

Schnell schmiss ich den Rucksack ins Zimmer – in den Schrank konnte ich leider nichts stellen, da der Gecko und ich schreiend erstarrten, als ich die Tür öffnete. Ich schlug die Schranktür schnell wieder zu, schmiss den Rucksack ins Eck und ließen Gecko und Zimmer allein.

Eigentlich finde ich die kleinen süßen Geckos toll aber der war riesig, megariesig.

Ab ans Meer war mein erster Weg – Sand und Wellen und den Geruch von Lembongan in der Nase platzte mein Herz fast vor Glück. Ich ließ den Sand durch meine Zehen rinnen und ging am und durchs Wasser zu meinem Lieblingstauchplatz. Noch ein paar Minuten Zeit bis zum genialen Blue Corner Sunset mit Blick auf den Vulkan auf Bali. Die Vorfreude war riesig und mit jedem Schritt meines Weges kamen mehr Erinnerungen hoch.

 

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Hier habe ich tauchen gelernt, meinen ersten toten Menschen gesehen, habe gelacht und geliebt, gesungen und getanzt. Blue Corner, ein Ort wie aus der Zeit genommen. Der wohl einzige Ort mit dem für mich perfekten Soundtrack. Der Pool am Strand mit Blick in den Sonnenuntergang, die Jungs, die Musik, die Partys und das Essen.

Nur noch wenige Minuten und war da. Die Jungs freuten sich riesig und luden mich auf die Party, ein Bier und unbedingt morgen tauchen ein.

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Es war wie heimkommen und in alte Zeiten zurückkehren in Einem.

Ein Bintang später war es Zeit mich zu den Anderen in die Sitzsäcke zu setzen. Sonnenuntergang – der wichtigste Termin des Tages den man auf Reisen so haben kann. Ich bin immer wieder überrascht wie viele Farben, Gefühle und Schönheit die Natur in diesen einen kurzen Moment legen kann. Jeder ist anders und einzigartig und wundervoll.

Der Heutige war gekrönt von einer ufoförmigen Wolke die genau über dem Vulkan hing.

Ich war gespannt was mir die nächsten Tage bringen werden und versank mit meinem Buch tief in den Kissen.

Es gibt für mich so Orte auf der Erde die mich in völliger Ruhe ankommen lassen. Blue Corner ist so einer.  Einige Stunden später wechselte die Stimmung und die Party begann. Lagerfeuer wurden angezündet und die Kids kamen von der ganzen Insel zum Feiern. Hier feiert man noch als gäbe es kein Morgen. Es ist egal ob schwul, lesbisch oder hetero – Einheimischer oder Tourist, Mann oder Frau, jung oder alt… Alle finden hier ihren Platz.

So saß ich mit dem Vater von so Partykids am Feuer und wir redeten und tranken Bier und redeten weiter. Es ist ein Platz wo wildfremde Menschen sich ihre Alltagsgeschichten erzählen, keiner macht sich Gedanken was der Andere denkt. Manche trinken, manche reden und Andere tanzen aber jeder ist hier so echt wie er nur sein mag. Wie ein magischer Zauber der über diesen Partys liegt.

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Ich ließ mich immer tiefer in diese Welt fallen und genoss den wundervollen Abend, die Sterne über mir und das Meeresrauschen in meinen Ohren. Andy und Cody waren mal hier und mal dort und immer mal wieder bei uns am Feuer. Sie sind Freunde mit ihrer ganzen Ausstrahlung und man kann ihnen nah sein obwohl sie für die ganze Party sorgen.

Ein weiterer Once in a lifetime Abend meines Lebens ging dem Ende zu und ich lief langsam durch den Sand heim in meinen Bungalow zu meinem neuen Freund im Schrank.

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Der Link zu Blue Corner Dive ist für Eure Info über den tollsten Tauchplatz der Welt.

9. Auf dem Weg nach Lembongan

Als ich mich später wieder bewegen konnte, machte ich mich auf den Rückweg durch die Touristenwelt. Shops und Stände wechselten sich mit Restaurants und Bars ab. Musiker spielten life und Menschen saßen auf den Mauern und hörten zu. Ganz ganz wenige und furchtbar Mutige trauten sich sogar einzeln auf die Tanzfläche und genossen die Stimmung.

Ich wurde noch gefühlte 30 mal zum Essen eingeladen aber für heute konnte selbst ich nicht mal mehr dran schnuppern.

So genoss ich den Augen- und Ohrenschmaus. Ich fühlte den Sand in meinen Flipflops und genoss den Sternenhimmel über mir. (Zehenringe gibt es übrigens hier 🙂)

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Dies war eine weitere der Nächte die nie vorbeigehen müsste. Sie dürfte ein Leben lang dauern.

Innig in Gedanken versunken schlenderte ich in meinen Bungalow, ließ mich aufs Bett fallen und konnte noch ein wenig mit meinen Liebsten daheim skypen bevor ich tot müde ins Bett fiel. Die Zeitverschiebung ist hier wirklich das Sahnehäubchen auf einem wundervollen Tag.

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Am nächsten Morgen war es Zeit für die Weiterreise – Lembongan war mein Ziel. Ich buchte also wieder ein Schnellboot und wanderte mit meinem Riesenrucksack (oder doch er mit mir) zurück zum Boot. Meine Abenteuer am Strand haben mir viele neue Bekannte eingebracht und so musste ich mich auf dem Weg häufiger verabschieden als mir in Anbetracht der Fahrzeit vom Boot lieb war.

Ich versprach ganz bald wiederzukommen, war mir jedoch nicht so sicher ob ich die Insel jemals wieder in diesem Zustand zu Gesicht bekomme. Der neue Flughafen in Lombok ist vor kurzem eröffnet worden und der Weg auf die Gilis entsprechend kurz geworden.

Das tut kleinen Paradiesen leider nur selten gut.

Die Sorge um mein Boot und das eigentlich viel zu hektische Verabschieden war mal wieder völlig umsonst. Ich war ja schließlich in Indonesien und außer mir fehlte so ungefähr die Hälfte der Gäste und ein kleiner Teil des Personals. Leider der Teil der den Bootsschlüssel hatte und das Kapitänspatent. So hatten wir noch urgemütlich Zeit an der Bar des nächstgelegensten Tauchshops den einen oder anderen Abschiedscappuccino zu trinken. Wieder einmal war ich froh, viel Zeit mitzubringen und nicht hektisch auf einen Flug oder ein weiteres Boot zu müssen. Auf mich warteten nur ein Hotelzimmer und liebe Freunde mit denen ich tauchen wollte.

Die Zeit verging, die anderen Boote legten ab und kamen an und irgendwann ging es auch für uns ein paar Meter weiter. Wir wurden zur Nachbarinsel gefahren und dort an den Strand gespuckt. Es sei doch jetzt Mittagszeit und sicher hätten wir inzwischen Hunger. Wir könnten doch schnell was essen gehen. Ich lachte innerlich und freute mich über den kleinen Ausflug nach Gili Trawangan. So konnte ich mir die Insel fix anschauen. Ein kleiner Lokalshop war schnell gefunden an dem ich ein typisches indonesisches Gericht mit Erdnusssoße und Hühnerspießen bekam. So gestärkt lief ich eine Runde durch die sehr touristische Insel. Der Strand war zwar auch hier zu sehen, er musste sich aber von dutzenden von Menschen geteilt werden. Touristen lagen neben Baubooten und Handwerker stiefelten an den Einkaufszeilen vorbei. Es war eine lustige Mischung die so einen ganz anderen Eindruck erweckte als Gili Air noch vor wenigen Minuten. Das könnte also Gili Air blühen, wenn der Flughafen gut besucht wird? Ich verabschiedete mich in Gedanken von der Insel und bewahrte das Bild was ich hatte ganz fest in meinem Kopf.

Einerseits wünsche ich ja den Menschen auf der Insel an dem Fortschritt und dem Gewinn durch die Touristen und Gäste teilzuhaben, andererseits geht mit jedem Gast ein Stück vom eigenen Zauber verloren. Mit jedem einzelnen Kompromiss gibt es ein Sandkörnchen weniger Gilis.

Die Menschen um mich wurden immer ungeduldiger, checkten ihre Handys, schauten nach den Flügen und fragten den Reiseleiter gefühlte 100 Mal wann es denn weitergehen könnte. Die Antwort war und blieb, „es geht weiter“. Nur das kleine Wörtchen wann konnte niemand sagen.

Ich setzte mich also ein Weilchen unter einen Baum, schaute auf das wundervolle türkisfarbene Meer und sprang immer mal wieder auf die Seite, um den Bauarbeitern aus dem Weg zu sein.

Einige Bauarbeiter, Boote und wundervolle türkisfarbene Wellen später kam unser Boot. Es sah ein wenig alt aus und ich wurde pitschepatsche nass beim Betreten des Decks. Diesmal las auch ich die Anleitung für die Schwimmwesten und interessierte mich für die Wasservorräte.

Ich suchte mir einen schönen Platz von dem ich schnell nach draußen konnte und schlief ein. Mitten auf dem Meer wachte ich wieder auf. Delfine – Delfine riefen einige auf dem Boot. Ich blickte schnell aufs Meer und entdeckte eine Schwarm Plastikflaschen der munter im Wasser auf und ab hüpfte. Ich schaute ihnen eine Weile zu und lächelte über den Irrtum. Lange lächelte ich jedoch nicht, denn die Motoren des Bootes waren aus. Wir dümpelten mitten auf dem Meer und die Motoren machten nicht den leisesten Ton.

Ich war verwirrt. Der Kapitän werkelte irgendwo in den Tiefen des Kahns herum und die Touristen freuten sich über Plastikflaschendelfine. Manchmal verwirrte mich die Welt einfach nur.

Der Kapitän und seine Crew krabbelten weiter in ihrem Boot herum. Sie riefen komische Dinge und telefonierten wild hin und her. Ich vertiefte mich wieder in meinen Sitz, schaute mir an wie viel Zeit uns noch blieb vor dem dunkel werden und war ziemlich froh, dass ich super gut schwimmen kann und vor so tief blauem Meer keine Furcht mehr habe.

Mit diesen Gedanken schlief ich wieder ein.

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Den nächsten wachen Moment hatte ich als wir auf Grund liefen. Die Motoren schienen sie wieder bemüßigt zu haben und wir sind in Lembongan gelandet.

Seit meinem letzten Aufenthalt an diesem Strand hat sich die Zahl der Boote verdreifacht. Am Strand war das reinste Gewusel. Wir sollten schnell zu dem Pickups gehen der uns ins Hotel bringt. Wie? Pickup? War ich wirklich so lange nicht hier, dass es Autos auf dieser Insel gibt?

Bei meinem letzten Aufenthalt sind Claudia und ich die 2 km am Strand langgestapft um in die kleine Pension zu kommen.

Jetzt fuhr mich ein schwarzer Pickup bis fast vor meine Zimmertür. So einen Service kannte ich hier noch nicht.

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8. Gilis

Die Frühstückspanaromaseite ist die nach Osten. Fischer fahren mit kleinen Booten auf die nahegelegene Insel Lombok hinüber und versuchen die Rekorde im Tüten stapeln zu brechen.

Die Boote wackeln und sinken tiefer und tiefer. Die Tütchen beginnen einen gespenstischen Tanz und nicht wenige der Päckchen ziehen es vor ins Wasser zu fallen.

Direkt neben diesem Spektakel ist mein Frühstückslokal. Ich bin meist der einzige Gast und die Belegschaft ist morgens um 11 noch nicht so ganz ausgeschlafen.

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Ich weiß ja jetzt was sie in der Nacht machen…

So lag ich auf meinem überdachten Balibett, las eines der Bücher die sich in jedem Hotel finden und wartete auf mein heutiges Überraschungsfrühstück.

Die Bedienungen sind jeden Tag Andere und die Köche scheinbar auch. So sieht ein Obstsalat oder ein Pancake, ein Toast mit Omelett oder ganz einfach ein Kaffee jeden Tag wie neu aus. Ich liebe dieses Restaurant. Es bietet mir jeden Tag was Neues ohne, dass ich mich bewegen muss. Urlaubertraum für mich. Ich kann also meine völlig unbekannten Bücher lesen und vor mich hin träumend den Zementtüten zuschauen die sich ins Meer stürzen und habe neben aller Gewohnheit täglich was Neues.

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Apropos Bücher, so viele Reisende tragen ihren E Reader mit sich rum. Wie ist das so für Euch? Ich kann nicht. Ich brauche den Geruch von Papier und das gelbliche der Seiten unter meinen Fingern. Ich liebe den Gedanken wer das Buch schon gelesen hat und wo es schon war. Wegen mir könnte es ein eigenes Reisetagebuch für sich schreiben.

Beim Backpacken reise ich immer mit einem Buch los und dann geht es ans Tauschen. So kam ich im Laufe der Zeit sicher schon an hundert Bücher die ich so zum Teil nie lesen würde.

Per Anhalter durch die Galaxis war eine meiner Lieblingsüberraschungen. Ich hätte es nie gekauft und bin seit dem ersten Buch vernarrt bis über beide Ohren.

Anfänglich las ich nur deutsche Bücher aber das wurde bei meinem Verbrauch zu teuer und zu irrwitzig immer wieder deutsche Literatur zu finden. Wieso stehen wir deutschen Frauen eigentlich auf Kitschromane während die Niederländer die tollsten und spannendsten Krimis und Mittelaltergeschichten im Urlaub lesen? Im amerkikanischen Sprachgebrauch ist sogar Humor oder sience fiction möglich.

So wurde ich ein wenig vielseitiger und mein Geldbeutel freute sich. Es ist doch netter ein Buch auch mal mehrere Tage zu lesen als jedes nur zu verschlingen.

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Zurück zum Frühstück, ich lese also immer noch auf meinem Balibettchen und das Meer übt sich weiter in seinen wunderschönsten türkis Tönen. Den Kellner habe ich in der Zwischenzeit schon dreimal lieb gefragt wie es meinem Kaffee geht. Der Obstsalat schläft noch irgendwo in der Küche.

Vermutlich ist der Hotelboy grad mit dem Radel einkaufen und schaut mal was er meiner Beschreibung entsprechend so einkaufen kann.

Ich liebe es, wenn das Abenteuer schon morgens beginnt. Währenddessen halte ich den Kellner Madi auf dem Laufenden was ich heute so vorhabe. Ich bin mir gefühlt sicher, dass er mich den ganzen Tag über egal wo auf der Insel finden würde – so denn ich mich nur an meinen eigenen Plan hielte.

Zu Hause auf den Gilis – ein tolles Leben… (Für alle die noch mehr über Bali lesen und wissen wollen)

Nach meinen üblichen Strandrunden ist heute mal die Touristenseite dran. Strandbekannte, die man beim Backpacken gern und auch häufig trifft, haben über den besten Schokoladenkuchen der Welt berichtet.

Das muss ich natürlich heute Abend überprüfen.

Es würde da einen ganz tollen Grill und super Fisch zum Abendessen geben, der Capucchino sei phantastisch und der Schokoladenkuchen ein Gedicht.

Also war mein Plan für heute, spazieren bis zum Abend – zwischendrin Reis und Gemüse und dann hungrig ans BuffetBlütenbad.

Juchhuh… Ich freute mich schon auf lustige Touristengeschichten und genoss die Vorfreude.

Stunden später stand ich hungrig, geduscht (heute warm) und im passend zum Meer Kleidchen am Grill.

Vor mir lag eine Auswahl recht unanonymer Fische die mich vorwurfsvoll anstarrten.

War ich nicht vielleicht doch Vegetarier? Der Blick auf den Kartoffelsalat schrie nein. Die Majonaise stand zu weit oben auf der tu das bitte nicht im Urlaub Liste.

So mussten sich die Fische umdrehen, einer wurde ausgezogen und filetiert und verschwand im Bananenblatt auf dem Grill.

Jetzt schnell an die Salatbar. Es gibt grünen Salat, ich meine am Äquator auf einer Insel. Dann hätte ich noch die Variante Eiersalat, russischer Salat und diverse Versionen anderer Majonaisensalate testen können.

Ich überließ die Toiletten lieber den anderen Gästen und fand Karotten und gegrillte Kartoffeln hervorragend zu Fisch.

An meinem Tisch versank ich in Sitzkissen und lag mit entspanntem Blick auf Lombok noch immer dort als der Kellner ankam. Zu dem Fisch im Bananenshirt hat sich noch ein Händchen Pommes, Grillgemüse und diverse Deko gesellt. Es könnte also gut sein, dass ich mir den Abend einteilen muss, damit sich der Schokoladenkuchen nachher nicht völlig überflüssig vorkommt.

Ein Gläschen Wein sollte das Ganze abrunden. Ups – nicht aufgepasst. Wein und Inseln und so kurz vor Australien – das kann zwar gut klappen. Heute war jedoch nicht mein Glückstag. Ich sollte mir die Kombi – Bali ist Bintang einfach besser einprägen.

Der Fisch war göttlich, die Karotten und die Deko blieben am Leben und ich genoss das (wie ich in Bali zu oft sage) beste Essen ever. Kugelrund und voller Genuss schaute ich auf den Sternenhimmel. Die Palmen über uns raschelten leicht vor sich hin und das Meer versank in einem immer tieferen schwarz.

Zeit für Schokoladenkuchen wie ich fand – Schokoladenkuchen mit einem wundervollen Espresso dazu. Ich bin so ein alter Kaffeejunkie wie sicher schon aufgefallen ist. Ja, man kann nach einem Kaffee um 22 Uhr wundervoll schlafen.

So lag ich noch immer in meinem Megakissen, versuchte mit Situps gelegentlich stilvoll an die Gabel zu reichen und verkrümelte meinen Kuchen mit innig verlaufendem Schokoinnenleben um mich herum.

Es war ein Fest.

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7. Gilis

Mein SpeedBoot auf die Gilis sollte bald ablegen. Die Touristenwelt hatte mich wieder.

Ja, es gibt diese Gedanken zwischen Backpackern und Touris. Wer reist denn jetzt besser und passt besser auf die Welt auf? Wer kennt sich besser aus oder wer ist verloren?

In der Welt der Touristen und Zettelchen, Jetons und Reihen zum Anstellen bin eindeutig ich verloren. Obwohl ich doch schon an die richtige Stelle gestellt wurde, ging ich immer wieder auf die Toilette, ein Getränk holen oder anderweitig verloren. Unglaublich wie oft mich der nette Guide immer wieder aufgeräumt hat.

Eigentlich ein Wunder, dass Menschen wie ich so völlig unaufgeräumt auch überleben? Ich bin verwirrt.

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Nach Stunden des Wartens, das Boot sollte eigentlich schon längst wieder gelandet sein, durften wir endlich einsteigen.

Es wurde die lustigste Bootstour meines Lebens.

Auf den sonst üblichen schnellen Fischerbooten mit denen ich unterwegs war hat sich noch nie jemand die Schwimmwesten erklären lassen. Wir wurden auch nie gebeten Sonnencreme aufzutragen und auch die Beschwerden über zu warme Cola kannte ich nicht.

Eine ganz neue Erfahrungswelt tat sich auf.

Die schönste Episode war jedoch als sich ein etwas beleibter Reisegast auf die Ankerleine setzte und ich beim Ablegen nicht dazu bewegen ließ diesen Platz zu verlassen.

Mitreisende, der Kapitän und viele Besatzungsmitglieder versuchten es in vielen Sprachen aber er saß.

So zogen sie das Ankerseil zu viert unter ihm hervor damit wir nach 20 Minuten dann doch ablegen konnten.

Ich habe wohl das wahre Abenteuer der Reisen mit Guide bisher immer unterschätzt.

Es ist mir ein wohliges Vergnügen.

So fuhren wir irgendwann mit dem Speedboot aufs Meer, cremten uns ein, tranken die zu warme Cola, wurden gebeten nicht vom Dach zu fallen und bekamen die Buchten und Berge der Insel benannt.

Was für ein Spaß!!!

Wie gebucht kam noch eine Schule Delphine zu unserer Begleitung vorbei. Der Kapitän wurde schnell dazugerufen ob es auch echte Delphine sind und als er dies bestätigte freute sich das Boot gemeinsam.

Ich hatte Tränen in den Augen vor Lachen, vor Glück, vor Vergnügen und einfach, weil es so schön war.

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Bali und der Mount Agung hinter uns wurde immer kleiner und verschwand schließlich fast aus dem Blickfeld.

Das Boot jagte übers Meer und langsam kamen die Gilis in Sicht.

Ich war noch nie auf einer Insel die so ganz kitschig das Wort Inselparadies verdient hat. Das Boot brachte mich direkt nach Gili Air. Sand soweit das Auge reicht begrüßte uns und Palmen wiegten sich still im Wind. Das Meer hatte die Farbe meines türkisfarbenen Kleides und die Menschen wirkten als hätte ihnen jemand das Lachen ins Gesicht gezaubert.

Wir hüpften an den Strand und wurden hüfttief nass. Die Rucksäcke schafften es teilweise fast trocken an den Strand aber nichts konnte das Lächeln trüben.

Die Insel hat eine fast schon schmeichelnd gelassene Ausstrahlung. Tauchbasen, Cafes, Fischer und kleine Shops und Hotelchen lösen einander ab, wenn man den mittleren Weg durch die Insel geht.

Ich hatte meine kleine Unterkunft mal wieder schon vorher gebucht. Meist suche ich mir in der Zwischenzeit bei Booking ein Zimmerchen oder in dem Fall einen ganzen Bungalow aus.

Er lag malerisch inmitten eines Blumengartens und 5 weiterer Bungalows. Hier war also mein Reich für die nächsten Tage – mein Ruhepool, meine Base und mein zuhause auf Zeit.

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Es war ein Traum. Eidechsen lagen auf den Steinen und sonnten sich, ein Frangipanibaum war noch dabei zu wachsen um später mal Schatten zu spenden und überall blühte und zwitscherte es.

Nach einer kurzen Pause um die üblichen Papiere durchzugehen, meinen Reisepass abzuschreiben und alle Quittungen zu unterschreiben durfte ich endlich ans Meer.

Es zog mich magisch an.

Gili Air ist eine kleine Insel vor Lombok und ich schaffte es zu Fuß mehrfach sie in jeweils 2 Stunden zu umrunden.

Das wurde mein willkommenes Abend- und manchmal zusätzlich auch Mittagsritual. Auf der Suche nach den schönsten Stränden, den tollsten Kokosnüssen und den allerbesten Smothies hatte ich viel zu tun. Meist wurde ich im Norden der Insel fündig wo es ein wenig ruhiger und familiärer zugeht. Am zweiten Tag kommt schon die Frage wie es mir geht und wo ich gestern Abend war. Es ist wie nachhause kommen in den Fremde.

Das mit Abstand Beste und unwirklichste und wunderschönste an Gili Air sind jedoch neben den Menschen, Palmen, Stränden und Cocktails die absolut atemberaubenden Sonnenuntergänge die ich in dieser Farbkombination noch nie gesehen habe.

Der abendliche Sonnenuntergang ist ein mindestens einstündiges Farbspektakel was sich nicht nur im Westen abspielt, sondern sich in den Süden und Nordwesten ausweitet.

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Der halbe Himmel ist in lila, rot, orange, blau und gelbe Nuancen getaucht die ein feierliches Fest feiern. Ich wanderte jeden Abend die ganze Westseite entlang und erfreute mich wieder und wieder und wieder an den phantastischen Bildern. Manche schafften es auf die Kamera aber die allermeisten sind in meinem Kopf.

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Ein Bild was ich nur als absolut mindblowing in Erinnerung habe (seitdem weiß ich was das Wort bedeutet) war ein wundervoller Sonnenuntergang in den tollsten Farben. Heute war mal grün mit dran aber die Hauptfarbe war und blieb dunkelrot lila. Wir saßen also in unserem Kinopanorama uns schauten den Krebse Sammlern bei der Arbeit zu.

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In diesem Moment kam eine traumschöne Frau mit ihren Freundinnen und einem schneeweißen Pferd mit langer Mähne ans Meer gelaufen und begann es im Sonnenuntergang zu putzen.

Es ist ein Bild wie vom Kitschposter. Das passiert nicht in der wirklichen Welt oder? Schauen die Menschen neben mir genauso? Ist das wirklich wirklich echt? (alle Bilder auf der Seite sind mit einem HTC 8 fotografiert – no Photoshop!!!)

Scheinbar ja – also genießen und schauen und für immer im Kopf abspeichern.

Wir saßen noch lange am Strand und ließen diese Bilder auf uns wirken. Es war einfach unfassbar und gewaltig und atemberaubend.

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Irgendwann wurde es immer dunkler und die blaue Stunde begann. Das Pferd war sicher unglaublich sauber und es wurde Zeit weiterzugehen.

Am Abend war ein Fest geplant. Gerüchte besagen, dass man auf den Gilis alle Drogen dieser Welt haben könnte und dieses Fest wäre ein guter Platz sie zu testen. Ich bin einfach nur neugierig und mag zuschauen.

Wie soll so ein Platz ausschauen? Wie geht es den Menschen dort und was passiert heute Abend?

Neugier über Neugier ließ mich weiter in den Süden auf das Partygelände am Meer laufen.

Schon von Weitem begrüßten uns wehende Tüllfahnen. Psychodelische Musik und neonfarbene Pilzmalereien an der Wand machten einen phantasievollen Eindruck. Lichter, Fackeln und Lampen in den unterschiedlichsten Farben machten die Tüllfahnen bunt und sorgten für flackernde und flatternde Schatten.

Der DJ war aufs ärgste bemüht keine Musik zu spielen die man irgendwo schon mal gehört oder gar gemocht hätte. Es war ein wenig wie in einem Gruselfilm nur in der Wärme und am Meer.

Ich brauchte an diesem Ort weder wahrnehmungserweiternde Substanzen noch hätte ich diese haben wollen. Der Ort allein war schon unwirklich und Geschichten anregend genug. Schon mein kurzer Gang aufs Stille Örtchen wurde zu einer kleinen Mutprobe. Später setzte ich mich mitten ins Geschehen und ließ Alles auf mich wirken. Entweder waren wir alle noch zu früh oder es waren eindeutig mehr Zuschauer als Partygäste hier.

Alle schauten zu wer welche Drogen genommen haben könnte aber keiner wirkte irgendwie außerhalb der eh schon abstrusen Wahrnehmung.

Nachdem ich mir den Zauber eine Weile angeschaut hatte, wandelte ich weiter.

Am Abend sieht man die anderen Seiten der Insel. Die Touristen sind brav in den Restaurants verräumt und die Einheimischen kommen an die Strände. Kids spielen Fußball, Männer führen ihre Frauen spazieren, Bauarbeiter haben sich ein Basketballnetzt gespannt und trinken Bier. Es ist eine ganz familiäre Atmosphäre. Ständig werde ich eingeladen, gebeten mitzuspielen oder ein Bier mitzutrinken. Nichts davon erweckt einen ungemütlichen Anschein. Ich fühlte mich wohl und entspannt und schaute mit den Jungs aufs Meer.

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Gefühlte Stunden später ging es wieder heim in meine kleine Miniwelt. Morgen ist ein neuer Tag. Wichtige Strände wollen erkundet, Muscheln gefunden und Wellen gehüpft werden. Ja, ich bin zu diesem Zeitpunkt 43 Jahre alt. Glaubt ihr wirklich das die Wichtigkeit dieser Aufgaben eine zeitliche Begrenzung hat?

Sie sind lebenslang wichtig.

So schnell ein wenig schlafen, dann kalt duschen (nicht weil ich möchte sondern weil die Sonne das Wasser erst mittags warm macht) und dann ab zum Frühstück.

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6. Amed auf Bali – Tauchen und mehr

Amed und Oli waren das nächste Ziel. Mein Tauchfreund hat eine Base in Bali eröffnet und sein Nomadenleben aufgegeben. Er ist sesshaft geworden. Das muss ich mir anschauen und ihm mit ner dicken Umarmung gratulieren.

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Also rein ins Taxi und quer über die Insel in den Norden. Vorbei an malerischen Reisterrassen und Tempeln, Bauernmärkten und Hunden. Der Duft von Frangipani kitzelte meine Nase während ich mich im Abenteuer wohl fühlte. Die Scooter und Autos um mich herum störten mich kaum und auch die Geräusche blendete ich einfach aus. So groß war die Vorfreude.

Endlich meinen guten Freund wiedersehen und ratschen, tauchen, zusammen essen und ganz viel feiern. Das klang für mich nach einem fantastischen Plan.

Totmüde und Stunden später kam ich endlich in Amed an. Ich fand das Restaurant und mein kleines Hotel. Alles war entspannt und wundervoll und so viel ich mitten am Tag totmüde ins Bett.

Zum Abendessen tauchte ich langsam wieder auf und fühlte mich ein wenig lebendiger. Ich freute mich auf Oliver der endlich vom Tauchen zurück war, auf seine Freundin die junge Künstlerin und hübscheste Balinesin die ich kenne. Dann bekam ich noch zwei Gratisgäste dazu. Zwei Tauchlehrer haben einen kleinen Ausflug von den Malediven gewagt da es dort auf Dauer zu alkoholfrei war. Na ja, da sind sie bei Oli an der perfekten Adresse. Hier gibt es Wisky, Bier und Wisky in abwechselnder Kombi.

Wir redeten über Freunde und die letzten Jahre, über Kunst und Bali, über Langeweile und noch mehr Langeweile. Kann man sich vorstellen, dass ein für mich wundervoller Platz für Olis Freundin so langweilig ist. Jeder findet Heimat in anderen Bereichen. Sie braucht Freunde und Party, feiern und noch mehr Freunde. Das Meer kennt sie seit sie auf der Welt ist und damit ist der tollste Strand langweilig und uninteressant.MU8A3804

Gegen Abend kam das Gespräch aufs Tauchen. Oli wollte mich mitnehmen und mir abenteuerliche Tauchseiten zeigen. Das war der Grund aus dem ich gekommen bin und nun hatte ich Angst. Ich erstarrte innerlich und mein Herz begann zu rasen. Ich wurde immer aufgeregter und die Panik überflutete mich völlig unangekündigt.

Alte Erinnerungen kamen hoch und wollten nicht gehen.

Oli und ich lernten uns vor vielen Jahren auf einem Tauchboot in Komodo kennen. Ja, das Komodo mit den Waranen. Es gibt dutzende Inseln und zwischendrin die tollsten Tauchplätze dieser Welt. Ich war blutige Anfängerin und sprang in eines der tollsten aber auch gefährlichsten Tauchgebiete der Welt.

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Haie umkreisten und und Muränen kamen aus ihren Höhlen. Ungekannte Inseln wollten von uns erkundet werden und die knapp gezeichneten Karten waren unsere einzige Hilfe.

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Ich hatte vorher meinen 8. Tauchgang geschafft und sprang in ein Paradies mit ICE Tempo.

Die Strömungen überwältigten mich und es war oft kaum möglich auf der Stelle zu bleiben. Wenn wir mal in der Tiefe den Haien zuschauen wollten, hielten wir uns an Sticks fest oder flatterten an Bändern wie ein Fähnchen in der Strömung.

Wir sahen die tollsten Schildkröten, Mantas und die buntesten Fische und Korallen die ich je erleben sollte. Manche Bilder waren so surreal, dass wir dachten wir träumen.

Oft war das Wasser so klar und die Welt so bunt, dass wir vergaßen zu atmen.

Die Sonnenuntergänge auf dem Boot, das Essen und die tollen Menschen um uns machten den Traum komplett.

So schwankten wir zwischen absoluter Begeisterung und gefährlicher Anspannung in der Strömung. Batu Bulong wurde eine meiner Lieblingstauchplätze und ich genoß das Unterwasseraquarium und vergaß mehr und mehr die Strömung.

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Bis zu dem einen Tag an dem sich Alles veränderte… Ich wollte nicht tauchen. Ich wollte nicht ins Meer und war irgendwie innerlich unleidig. Wir wollten um eine Insel tauche. Eigentlich nichts Besonderes außer, dass man die Kurve am Ende der Insel sehr eng nehmen sollte um nicht abzutreiben.

So die Theorie.

Die Praxis und ich sind oft anderer Meinung. Ich ließ mich überreden, tauchte mit meinen Jungs, verpasste die Kurve und kam in die krasseste Strömung die ich je erlebte.

Ich paddelte wie irre um zu meinen Freunden zurückzukommen aber hatte keine Chance. Sie wurden immer kleiner.

Zum Glück machte sich einer der Tauchfreunde mit auf meinen Weg und begleitete mich mit seiner Erfahrung. Atmen und immer atmen, ihm in die Augen schauen und hoch und runter paddeln damit uns die Strömung nicht zu arg in der Höhe verändert.

Ich atmete wie eine Dampflok und versuchte doch ruhig zu bleiben.

Gefühlt verging so eine Ewigkeit und wir trieben 3 km aufs weite Meer hinaus. Unter uns war nur noch tiefstes Blau. Irgendwo über uns war der Himmel aber wir konnten nur ganz langsam nach oben. Zu langsam für meinen Geschmack.

Irgendwann nach vielen Momenten und kurz bevor meine Luft aufgebraucht war, erreichten wir endlich die Oberfläche.

Unter uns war tiefstes Meer, so dunkel wie ich es noch nie gesehen hatte.

Unser Boot war km weit weg – einer kleiner Punkt am Himmel.

Mir war nach weinen, verzweifeln oder wüten aber ich hatte keine Kraft mehr.

Langsam setzte sich das Boot in Bewegung und nach Ewigkeiten sammelten sie uns ein.

Ich war fassungslos und entsetzt wie nach ich einer Katastrophe war und schwor mir nie mehr zu tauchen.

Abends auf dem Boot schwor Oli mir Alles, dass dies normalerweise sehr selten passiert und ich mir keine Sorgen machen soll.

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Einfach am nächsten Tag wieder ins Wasser und next try.

Das ist leichter gesagt als getan. Die Nacht war der Horror schlecht hin. Ich durchlebte das Abenteuer wieder und wieder und starb und überlebte abwechselnd und aus unterschiedlichen Gründen.

Am nächsten Morgen fühlte ich mich tot und tauchuntauglich.

Oli überredete mich trotzdem es noch einmal zu versuchen. Diesmal war eine andere Insel dran und die Strömung war dort nicht so arg.

Gesagt und getan sprangen wir in die Fluten, tauchten an einer der wunderschönsten Plätze, kamen an die letzte Kurve und wurden alle abgetrieben.

Ich hielt die Luft an und dachte an die Träume der letzten Nacht. Der ironische Teil in mir fing an zu lachen und der Rest blieb einfach in Schockstarre und schaute zu.

Zu viert schwammen wir mit der Strömung und gegen die Strömung und kamen ganz langsam nach oben.

Die Luft reichte wieder knapp und wir kamen 2-3 km von der Insel entfernt nach oben.

Ein Dejav,u so ungefragt und überraschend, dass ich fassungslos ins tiefe Blau schaute. Das Boot war ein Punkt in der Ferne und die anderen Taucher kaum zu sehen.

Ich versuchte zu atmen und mich zu entspannen. Die Zeit zu strecken oder zu kombinieren erschien mir das Einzige was ich jetzt tun konnte.

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All diese Erinnerungen kamen in Bali wieder hoch. Sie wanderten ungefragt in meinen Kopf und stellten mit meinem Bauchgefühl ein Chaos an. Alles was ich wollte war schlafen und ausruhen und hoffen, dass Alles gut wird.

Tauchen war ein Traum für den ich bis Bali geflogen bin und nun das.

Oli versuchte mich aufzumuntern, zu überreden, mich unter Druck zu setzen es doch zu versuchen aber Morgen über Morgen hatte er keine Chance.

Ich verbrachte meine Tage mit stundenlangen Spaziergängen und Gesprächen mit Einheimischen. Ich atmete und fand langsam meine innere Ruhe wieder.

Ich schaute mir den Strand an und ging erst mal schnorcheln, fuhr mit dem Motorroller am Meer entlang und genoss einen Strand nach dem Anderen.

Ich fand meinen Frieden wieder und wurde ruhiger und immer ruhiger.

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Nach einigen Tagen hatte mich mein Mut wiedergefunden und die Erinnerungen waren ein Teil meiner Geschichte.

Nach einem weiteren grandiosen Essen mit Oli und einem gefeierten Abend entschlossen wir uns morgen ein Wrack anzuschauen.

Ich ging zu Bett und träumte zum erstem Mal seit Tagen wieder schöne Dinge von Fischen und blauem Meer zum reinhüpfen.

Am nächsten Morgen erwartete uns ein zauberhaftes Frühstück. Pfannkuchen stärkten mich für den Tag und Smothies sorgten für die gesunden Vitamine drum rum.

Ich atmete und blieb in meiner Ruhe und Gelassenheit.

Die Tour mit dem Auto zum Tauchplatz genoss ich in vollen Zügen. Wir lachten, machten Quatsch und erzählten lustige Geschichten über alte Zeiten.

Oli kaufte eine neue Sonnenbrille, seine Freundin passte nicht mehr in den Taucheranzug oder doch? Ich schaute mir in aller Ruhe meine Sachen an und kam wieder in ein glückliches Tauchgefühl

Das Lachen war mir im Gesicht gemeißelt und auf gings zum ersten Wrack meines Lebens. Ab in die Tiefe und wild mit den Flossen geschlagen. Ich wollte gucken und Oli eher so eine Art Wettrennen gestalten ob wir es bis ans Schiffsende schaffen. Aber die Fischis??? Ich trödelte vor mich hin und schaute den Doktoren und Nemos, den Aalen und Schlangen, den Schildkröten und Korallen zu. Irgendwann fiel mir endlich auf, dass wir ja ein Schiff besichtigten. Und da war es wieder – dieses glücklich sinnlose Taucherlachen was so schnell die Brille flutet und dieses zweite Lachen darüber, dass ich nicht aufhören kann. Wann werde ich es lernen?

Tulamben – so heißt der Wracktauchplatz in Bali – wird mir auf jeden Fall in schöner und vor allem entspannter Erinnerung bleiben.

Wieder oben war ich einige Euro ärmer aber mal wieder mit dem Tauchflashglück im Bauch gesegnet. Jubel ist ein inside Job.

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Wir fuhren wieder zurück um den Abend gemeinsam mit Olis Koch in der Küche zu verbringen. Viel helfen geht zwar nicht – das wäre gegen die Ehre des Gastes aber ein wenig zuschauen und den Fisch mit einwickeln ist immer möglich. Neugierde zieht da ganz gewaltig.

Es gab Banana Fishfilet mit der typisch balinesch scharfen Soße eingelegt. Es wurde ein Traum. Die Bananenblätter lagen im Grill und verbrieteten langsam aber immer gewaltiger den Kokosnuss- und Gewürzduft.

Wir schlugen uns derweil die Zeit mit dem einen oder anderen Bintang rum. Bintang Bier mit Eis und einer dicken Scheibe Limone ist das beste Bier für mich. Ich hoffe alle Bayern haben das gechillt und entspannt überlesen ohne jetzt das Buch zu verbrennen.

Jeder hat so seine kleinen Sünden, nicht wahr? Dies ist meine…

Gefühlte Stunden später tafelte Oli auf: es gab gefüllte Bananenblätter, Pancakes, Reis, Huhn, Gemüse in einer Kokossoße gekocht, anderes Gemüse gedünstet. Von beiden Sorten hatte ich noch nie gehört, geschweige denn sie geschmeckt.

Obst rundete die Tafel ab und mundete zwischendrin und danach. Wir badeten in Ananas und Papaya, Melone und Mango. Es war ein Fest.

Nach einem so genüsslichen Abend fiel ich totmüde ins Bett. Im Schlaf wackelte mal wieder leicht die Erde als der Vulkan sich ein wenig entspannte aber sonst war es eine perfekte sternenklare traumschönwarme Nacht.

Morgens weckte mich das Gerenne von Oliver und mir fiel siedendheiß ein, dass mich nach dem Frühstück das Taxi zum Boot holt. Es ist mein letzter Morgen.

Schon wieder verabschieden. Das ist so schön Freunde nach Jahren wieder zu sehen aber man vergisst immer wieder diesen letzten Moment. Wann werde ich wieder in Bali sein? Wird es ein nächstes Mal geben? Wenn man so viel reist wie ich, dann gibt es viele liebe Menschen die Spuren im Herzen hinterlassen und die man am liebsten für immer dabei hätte aber nur Wenige kann man immer und immer wieder sehen.

Also ein letztes Frühstück, einen letzten Balicafe mit Oli. Er ist noch nie ein Riese im Verabschieden gewesen also tut er so als ginge ich nur auf nen Tagesausflug und er auch. „Stell Dich nicht so an, Du bist doch eh bald wieder da“ So klangen die letzten Worte in meinem Ohr als er mit seinen Kunden Richtung Tauchplatz verschwand.

Mal schauen ob er Recht behalten wird.

Ich packte meine sieben Sachen, umarmte alle lieben Kollegen und Freunde von Oli und machte mich weiter auf die Reise.

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5. Bali in Canguu

Bali stand auf dem Plan. Nur noch einige Tage und es geht auf die nächste große Reise. In Bali hatte ich während meiner Weltreise gelebt und Freunde gefunden. Viele davon wollte ich wiedersehen und Erinnerungen aufleben lassen.IMG_1682

Bali war für mich immer ein Traum und jetzt wollte ich diesen Traum ein weiteres Mal wahrmachen. Freunde, Mantas tauchen und Meer genießen. Diese Welt wieder erleben und mit allen Gefühlen eintauchen.

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Anfang März 2016 war es endlich so weit. Der Flieger hob ab und brachte mich über die Vereinigten Arabischen Emirate auf die Insel. Die Träume an den letzten Urlaub ermunterten mich auf dem ewig langen Flug.

Es fühlte sich an wie heimkommen und war dann doch so völlig anders als Alles was ich erwartet hatte.

Andy von Andys Surf Villa holte mich am Flughafen ab. Die letzten Male war ich immer als Backpacker hier. Ich war nie arm aber hatte mein Geld auf das Nötigste eingeteilt. Jetzt konnte ich einfach genießen und machen was immer ich wollte.

So lud ich Andy erst mal auf ein Bier ein – ist ja kein Problem da ja der Fahrer fährt.  Das ist schon wieder eine ganz andere Welt.

So tauchten wir ein in die Bali Wärme, die Gerüche und die Geräusche und die vielen Menschen dort. Überall wo wir hinschauten waren Autos und Menschen und Müll. So hatte ich meinen Traumplatz nicht in Erinnerung. So war ich entsetzt.

Schnell fuhren wir ins Hotel und ich bezog mein Zimmer. Das gleiche Zimmer wie vor Jahren schon mal.

Diesmal weckten mich nur nicht die sanften Wellen im Pool und die spielenden Kinder, sondern der Presslufthammer aus der Nachbarschaft. Es war spuky und nur der Jetlag sorgte dafür, dass ich trotzdem einige Stunden schlief.

Andy weckte mich um neun und wir gingen zum ersten Balifrühstück an den Beach. Wellen gucken und ohne Ende Obstsalat essen, Bali Kaffee trinken und Gamelan Musik hören.

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Hier war ich wieder in der Welt die ich kannte. Andy wohnt am Ende vom Strand und hier war die Welt noch völlig in Ordnung.

Es folgten balinesisch idyllische Tage an fast leeren Stränden und in einheimischen Lokationen. Ich tauchte wieder ein in die Welt die ich mein zweites zu hause nenne.

Am ersten Tag mietete ich mir einen Scooter. So konnte ich einkaufen, kochen und leben wie man eben lebt.

Ein Besuch am heiß geliebten Batu Bulong durfte auch nicht fehlen. Ich war hingerissen vom Sonnenuntergang und den Surfern die es dort immer noch gibt. Ich hatte so viel Zeit dort verbracht, dass die Bedienungen im Lokal gleich nach meinen Freunden fragten.

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Es war wir heimkommen – unglaublich aber wahr bei den Touristenmassen die mittlerweile unterwegs sind.

So wanderte ich am Strand entlang, genoss den Chocolate Lava Cake im Deus ex machina. Dies ist ein weiterer Wurzelplatz auf der Welt für mich. Eigentlich eine Werkstatt für Surfbretter und Motorräder aber drum rum eine Kunstausstellung, ein Bekleidungsshop, ein Radgeschäft und vor Allem ein wundervolles Restaurant mit herzigen Gästen.

Im strömenden Regen saß ich dort und zog einen Bogen von der Vergangenheit zur Gegenwart. Ich ließ das Heimatgefühl auf mich wirken und verband es mit all meinen Wurzeln die ich jetzt in Bayern habe.

Deus ex machina – mein daheim in der Fremde. Das Loungesofa im Innenhof, mit Freunden dort liegen und den Konzerten zuhören, den Tätowierer beobachten, Bier mit Lime und Eis trinken und Sterne schauen gehört zu den once in a lifetime Momenten meines Lebens.

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Wundervolle Tage verbrachte ich hier und freute mich doch schon auf meine Reise in den Norden.

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Ischia und Procida

Der kleine Hafen in Ischia Porto liegt beschaulich und abendlich bald schattig in einer wundervollen natürlichen Bucht. Rundherum gesäumt von netten kleinen Lokalen und Pizzerien. Leckeres Essen so weit das Auge reicht…

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Um dort anzukommen startete ich in aller Frühe bei traumhaftem Licht und fotografierte noch ein wenig. Die Eindrücke von Napoli wie es mir im Herzen bleiben wird sind so identisch zu dem Bild. Wunderschön aber in Ehre verfallen. Dies begegnete mir immer und immer wieder.

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Vom Fährhafen aus, ist der Blick Richtung Süden bei gutem Wetter einfach ein Traum. Hinter den Hügeln, die sanft im Dunst liegen versteckt sich die Amalfiküste. Riesige Fähren liegen an Land und erwarten die sommerlichen Touristenstürme. Jetzt im November ist es sehr entspannt. Es sind kaum Menschen unterwegs. Überall gibt es Tickets, Plätze oder Zimmer und mit 20 Grad ist es noch relativ warm.MU8A5848

Stunden später, die erste Fähre hatte ich nämlich verpasst und die nächste Fähre kam erst 10.40, landeten wir kurz in Procida. Obwohl wir eine Direktverbindung hatten, durften wir den netten Hafen 5 Minuten anschauen und erst dann nach Ischia weiter. Falls es mich mal wieder hierher verschlägt, ist Procida auf jeden Fall einige Stündchen mehr wert. Es sieht nach einer wundervoll gemütlichen Wanderinsel aus.MU8A5903

Unterwegs begleiteten uns die Möwen und tobten in den Wellen auf und ab. Immer näher kamen sie zu den Gästen auf dem Boot und baten um Futter. MU8A5880

Noch ein Blick auf den Hafen von Procida…MU8A5907

Kurz vor zwölf legten wir endlich in Porto Ischia an. Ein wundervoller kleiner Hafen, viele Thermalbäder über die Insel verteilt und eine dunkel sandige Nachbarbucht machen den Ort zu einem ruhigen Paradies – zumindest im November.

Lesend ließ es sich hier so gut gehen. Ein Traum…

MU8A5955Leider geht auch der tollste Tag zu Ende und so versank auch heute mal wieder die Sonne im Meer während ich die Rückkehr nach Napoli genoss.

Boot fahren ist einfach immer und immer wieder toll, selbst wenn es nur die Fähre ist…

4. Gaziantep

Einige Monate später stand Gaziantep auf dem Plan.

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Ich arbeitete in der Zwischenzeit mit Flüchtlingen und hatte mir in den Kopf gesetzt, dass es doch in der Nähe der syrischen Grenze viel bessere Projekte geben müsste.

Also Flug gebucht und mich mit vielen Menschen auf den Weg gemacht. In Istanbul begann ich ein wenig zu bereuen.

Nichts war am Weiterflug mehr so wie ich es kannte. Die Menschen trugen dicke Klamotten, sahen ländlich aus und das Image der weiten Welt verschwand mit jedem Meter.

In Gaziantep angekommen holte mich ein Taxi ab und fuhr mich ins Hotel. Kilis war mein Ziel. Die Straßen wurden immer leerer. Die Laternen beleuchteten eine Welt in der keiner mehr draußen war außer uns. So fuhren wir 50 km in den Süden.

In meinem Bauch stritt das Abenteuer mit der Angst. Ich fand mich super mutig und andererseits total verrückt. Was habe ich mir nur dabei gedacht?

In Kilis landeten wir im tollsten Hotel. Goldene Lettern zeigten an, dass hier Hochzeiten und Geburtstage gefeiert werden.

Ich betrat den Eingangsbereich und war in einer anderen Welt. Plastikblumen und beige Teppiche, dunkle Fliesen und goldene Leisten. Im Hintergrund spielte die Hochzeitsmusik unterbrochen von Bombeneinschlägen hinter der syrischen Grenze.

Nach einem kurzen Abendessen mit Kebab, Tomaten, Gurken und Tee verschwand ich auf mein Zimmer und schlief tief und fest.

Am nächsten Morgen weckte mich strahlender Sonnenschein. Es war perfektes Fotowetter.

Beim Frühstück unterhielt uns das türkische Fernsehen mit Berichten über Anschläge und Bombern. So gewappnet ging ich in die Welt.

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Ich wollte Projekte finden und Fotos von Menschen machen. So machte ich mich auf den Weg durch die Stadt, zur Grenze und wieder zurück in die Stadt.

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Viele Gespräche mit Einheimischen kamen nicht zu Stande da ein Besucher aus Mitteleuropa Skepsis erweckte. Ich war am Ende meiner bekannten Welt.

Mit der Kamera in der Hand lief ich durch die Stadt und bat Fischhändler, Bäcker, Blumen- und Hühnerverkäufer darum ein Foto machen zu dürfen. Ich lief über den Markt und schlenderte durch kleine Gassen. Fotos über Fotos von lieben, herzlichen und lachenden Menschen.

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Leider nahm dieses Abenteuer recht schnell ein unschönes Ende. Die Frage kam schnell und unvorbereitet. Was tun sie da? Darf ich ihren Pass und Rucksack haben?

Ich verweigerte dies erst einmal da ich dies eigentlich immer verweigere.

Die fragenden Menschen wurden allerdings mehr und mehr. Sie zeigten mir Ausweise, redeten türkisch und arabisch auf mich ein und zogen von allen Seiten an meinem Rucksack.

Zum Glück hatte sich bei meiner Fototour ein Mensch für meine Gedanken begeistert und kam nun zum Übersetzen.

Wieder und wieder musste ich erklären was ich als Tourist hier am Ende der Türkei tue. Hier gibt es keine Touristen, eine Journalistin bin ich auch nicht also was bin ich?

Die Frage wiederholte sich in den verschiedensten Schattierungen während mein Pass via Telefon kontrolliert wurde. Mein Rucksack wurde auf den Kopf gestellt. Alle meine Fotos wurden überprüft. Die netten Polizisten die sich um mich kümmerten vermehrten sich schneller als ich sie begrüßen konnte.

Richtig mulmig wurde mir jedoch als mir freie Kost und Logis in Gaziantep angeboten wurde und eine freie Fahrt in mein Hotel um die Sachen zu packen.

Da half auf dem Weg nur noch atmen und beten und beten und atmen. Im Hotel angekommen war ich letztendlich völlig nervös.

Ich weiß nicht welcher Gott mir die BBC in den Hoteleingang schickte aber irgendwie haben es die lieben Journalisten geschafft, dass die Polizisten nicht auf mich warteten.

Ich packte mein Zeug, machte mich auf den Weg zum Busbahnhof und verschwand.

Die nächste Station sollte Gaziantep werden.

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Hier verbrachte ich noch entspannte Tage im Rahmi Bay Konagi Hotel. Von hier war es ein kurzer Fußweg zum Markt. Der Besitzer, ein wundervoller Mann mit silbergrauem Haar, hat dieses alte Herrenhaus zu einer Wohlfühlfestung hergerichtet. Auf der Dachterrasse gab es Frühstück. Es waren wohl die tollsten schwarzen Oliven die ich je gegessen habe, dazu Fladenbrot und Houmus, Granatäpfel und jede Menge schwarzen Tee. Die Gespräche mit den anderen Gästen und dem Besitzer waren lang und aufschlussreich. Wir sprachen über alle Themen des Lebens in der einen und in der anderen Welt.

Dort lernte ich Mike kennen. Mike ist ein Filmemacher den es aus den gleichen Gründen wie mich nach Gaziantep verschlagen hat.

Zusammen machten wir uns auf die Suche nach Projekten die Flüchtlingen helfen können.

Dabei lernten wir viele Dinge über diese Welt. So dürfen Flüchtlinge keine Ärzte sein und sich zum Beispiel selbst behandeln. Sie durften ihre Camps damals nicht verlassen. Sie durften nur unterwegs sein, wenn man einen speziellen Passierschein hatte.

Wir besuchten ein Zentrum was später mal Flüchtlinge behandeln soll aber jetzt noch Spenden sammelt und wurden an einen heimlichen Platz gelotst den wir weder benennen noch veröffentlichen durften.

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Es war eine ganz andere Welt als die in der ich wohne und ich freute mich bald wieder auf daheim.

Vorher wollte ich aber noch ein Mitbringsel für mich haben.

Ein Teppich aus reiner Wolle passte gut zu diesem Ort. Er ist rustikal und einfach wunderbar mit dem türkischen rot und den altmodischen Mustern. Das zweite Mitbringsel für mich ist ein türkisches Kaffeeset.

Kaffee trinken erinnert mich an die vielen Momente auf der Dachterrasse, mit Mike und in türkischen Innenhöfen. Es sind die Momente die das Gefühl von Ankommen vermitteln, die zur Ruhe kommen lassen.

Diese Kaffeemomente wollte ich mit heimnehmen.

Also packte ich meine kleine Reisetasche aus, ließ Kleidung die ich nicht mehr brauchte dort und packte die Erinnerungen und die Gefühle ein und flog heim.

Ein Teil von mir war froh noch mal mit Glück davonzukommen. Der andere Teil in mir vermisst noch heute Gaziantep und die Liebe in den Augen der Menschen die mir begegnet sind.

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Wieder daheim packte ich für meine nächste Reise. Einige Tage daheim zum Packen und Geld verdienen und dann geht es weiter.

2. Der erste Weg führte mich nach Thailand

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Ein ewig langer aber super günstiger Flug über Peking durfte mich dort hinbringen. 8 Stunden Peking. Ich freute mich riesig die Stadt zu sehen und quasi im Express abzuhaken. Peking – war wohl die kürzeste Erfahrung die ich je mit einer Stadt hatte. Der Ausgang vom Flughafen war sicher irgendwo – leider jedoch nirgends wo ich ihn fand. Ich fand den Starbucks, viele Hotels, Shoppingcenter und Bänke über Bänke. Nach gefühlten drei Runden durch die gesamte Flughafenwelt fragte ich einen anderen Touristen, dem ich ja immer wieder begegnete, wieso der Flughafen gelbe Scheiben hätte.

Tja, es gibt so richtig gute Fragen im Leben… Es war nicht die Scheibe – es war na klar die Luft dahinter. Es war der berühmte gelbe Smog der Peking gelegentlich erwischt. Wie schön es war, dass der Ausgang sich nicht finden ließ.

Ich liebe diese Momente wo die Dinge die so kurios schief gehen plötzlich eigenartig viel Sinn machen. So kaufte ich Starbucks leer, schaute den Chinesinnen beim Handy spielen zu und genoss den freien Tag. Es ist kaum zu glauben wie viele Candy Crash Varianten es auf gefälschten Handys geben kann.

Nach Stunden und noch mehr Stunden ging endlich der Flug weiter. One Night in Bangkok kam in Sichtweite.

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Mein Hotel sagte mir zu, mein Zimmer bis 24 Uhr freizuhalten und die Zeit verstrich und verstrich weiter. Unglaublich wie gestresst man werden kann ohne auch nur den kleinsten Finger rühren zu können. Der Flieger flog so langsam wie er konnte, der Taxifahrer gönnte mir eine kleine Stadtführung, zeigte mir wie tanken geht und wies mich auf die tollsten Imbissbuden hin. Von meinem dezenten Unwillen gepaart mit großzügiger Ungeduld nahm er keine Kenntnis.

23.58 betraten wir das Hotel. An der Rezeption begann grade eine kleine Schubserei um mein Zimmer. Es war das Letzte und da es vor 24 Uhr war, war es meins.

Wow, es gibt so kleine Siege im Leben die fühlen sich an als hätte man einen riesigen Kampf überlebt.

Nach einem Cocktail, der Besichtigung der Orchideen im Bad und einem Mitternachtsimbiss verschwand ich in das wohl grünste Zimmer was ich je bewohnt habe. Grüne Wände, Betten, Bettwäsche, Türen – alles war in den unterschiedlichsten Grüntönen gehalten. Großartig für die Augen. So schnell wusste ich noch nie, dass ich auf Reisen bin.

Am nächsten Morgen weckten mich Kochgeräusche. Ich habe das Frühstück verschlafen. Das hatte ich schon ewig nicht mehr geschafft.

So ließ ich die grandiosen Pancakes aus und ging direkt zum Curry über.

Am Nachbartisch gefiel mir ein älterer Mann. Auf Reisen habe ich mir angewöhnt solche Dinge zu registrieren. So ging ich rüber und sagte hi. Er hatte mich auch schon beobachtet aber wir beide wussten nicht warum. Also tänzelten wir um alte Geschichten, Wohnorte und Gedanken bis wir Gemeinsamkeiten fanden. Solche Begegnungen haben immer Gemeinsamkeiten und Geschichten die zusammengehören.

Die an diesem Tag stellte jedoch vieles in den Schatten. Wir redeten über alte Bekannte und stellten dabei fest, dass er meine beste Freundin und deren Familie vor langer Zeit kennen lernte und aus den Augen verloren hat. Er vermisste ihre Mutter und dachte oft daran sie wieder zu besuchen aber hatte keine Ahnung wo er sie jemals wiederfinden kann. Er suchte sie und fand sie an keinem bekannten Ort.

In Bangkok, vor einem Zahnarztbesuch dachte er an viele Dinge aus seinem Leben und fand einfach so seine frühere Freundin wieder. Ich zeigte ihm die neue Adresse und erzählte Dinge aus ihrem jetzigen Leben. Wenig später verschwand er zu seinem Termin.

Wochen später, wieder daheim erzählte mir die besagte Mama wie sehr sie einen alten Freund vermisst. Sie würde immer und immer wieder an Peter den Nomaden denken und habe ihn beim Umzug aus den Augen verloren. Als ich ihr seine neuen Daten gab, brach sie fast in Tränen aus.

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Ich bleibe allerdings noch ein wenig in Thailand. Bangkok sollte nur eine Zwischenstation werden. Ein Bus brachte mich in den Süden und ein Boot auf die kleine Insel Ko Tao.

Eigentlich erwarte ich nicht viel von Urlaubsparadiesen aber diese Insel war anders als Alles was ich mir vorstellen konnte. Es fühlte ich an wie ein riesiges Jugendlager mit Strandparties und Hängematten, mit Pizzastuben und Diskotheken, mit Feuershows und Kuriositäten. Thailand fand ich erst, als ich mit einem geliehenen Scooter herumfuhr, hinter einer Wäscherei abbog und dort nach einem Zimmer fragte.

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Oben auf dem Hügel fand ich meinen eigenen Bungalow. Die Anfahrt war so steil, dass der kleine Scooti mit Anlauf genau die Hütte schaffte. Keinen Millimeter weiter und er wäre rückwärts hinuntergerollt. Ich liebte mein Häuschen am Ende der Welt.

Dort klauten Streifenhörnchen mein Obst auf dem Balkon, Katzen saßen auf meiner Terasse und im Bad gab es bei Sonne warmes Wasser und an kalten Tagen eben keines. Das ist backpacklogisch. Von dort konnte ich mich dem Trubel nähern wann immer ich wollte um dann wieder in meine Ruheoase zu flüchten.

Mein Leben bestand aus lebenden Ritualen. Unbedingt musste ich am frühen morgen die Streifenhörnchen füttern. Das war die wichtigste Tat des Tages. Der Rest kann warten.

Frühstück für mich gab es im View Point Ressort. Einfach Pool genießen und den Tag starten, die Sonne anschauen und das Meer bewundern. Das Frühstück war ein Frühstück für alle Sinne. Die Haut fühlte sich an wie mit Seide umschmeichelt. Der Wind vom Meer kühlte ganz leicht. Der Milchschaumkaffee wirkte wie nicht von dieser Welt.

Mittags fuhr ich zu den Kids und Teenagern und schaute mir die wilde Welt an. Es war bunt und laut, lebendig und lustig.

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Ein Platz zum Tauchen war in dem Gewusel schnell gefunden. Mein Tauchpartner wurde ein junger Mann, der sich erst mal ne Weile nicht vorstellen wollte. Es war ihm unbegreiflich, dass ich gern seinen Namen wissen mag. Den müsse man doch kennen. Hm, ich weiß nicht wie genau man jemanden im Taucheranzug erkennen kann aber scheinbar sehen viele viele andere Menschen das anders. Mittlerweile kennen wir uns auch mit Namen. In seinem bürgerlichen Leben verdiente er sein Geld als Pressesprecher einer bekannten Partei und später einer ebenso bekannten Fastfoodkette. Weder in der einen noch in der anderen Form ist er mir jemals begegnet.

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Nach einem anfänglichen Schock, genoss er die neue Situation einfach ein Mensch in Ko Tao zu sein, der lustige Sachen machen kann und mehr interessiert nicht.

Es wurde eine spannende und abenteuerliche Zeit – wir besuchten Beachpartys und Gogo Nights, aßen den besten Fisch am Platz und vergnügten uns nächtelang mit Musik, Feuershows und Cocktails. Alle Abende waren gefüllt mit guten Gesprächen, netten neuen Kontakten und erfüllten Gesprächen über Politik, Glauben und das Leben in München.

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Den großartigsten Abend verbrachten wir an einem Beach im Süden von Ko Tao. Die einzige Beleuchtung war der Vollmond der über dem Meer stand und die Fackeln im Sand.

Fische schwammen in der Kühlbox herum und die neuen Gäste trauten sich kaum an die Dosen. In Hängematten und auf riesigen Sitzkissen chillten die Gäste und auch wir. Gelegentlich unterbrach ein kurzer Schrei das innige Gemurmel, wenn mal wieder jemand sein Handy oder seinen Schlüssel im Meer versenkt hatte. Idylle mit Nebenwirkungen sozusagen.

Ich genoß jede Sekunde in dieser nahezu perfekten Nacht. Feuertänzer am Strand bildeten den Hintergrund und das Meer war der Soundtrack für die wundervollen chilligen Stunden.

Leider blieb mir diese Nacht in wirklich einzigartiger Erinnerung. Am nächsten Morgen wurde die Bar geschlossen und zerstört, dem Boden gleichgemacht und von der Polizei ausgehoben.

Es haben sich in der Nacht nicht nur Handys und Schlüssel im Meer versenkt. Auch eine komplette Touristin ging in dieser Nacht verloren.

Niemand hat sie gesehen und noch weniger von ihr gehört. Das ist die Schattenseite von Ko Tao.

Für mich war es Zeit zurückzukehren. Also rauf auf die Fähre ins nächste Abenteuer. Auf dem Weg über das Meer fuhren wir in das dunkelste Unwetter was ich je gesehen hatte.

Ich wusste nicht, dass man sich bei Sturm auf Deck wirklich festhalten muss und der Körper konnte fliegen. Ich flatterte als Fähnchen im Wind und genoss den Sturm und die Wellen, den Regen und die Stimmung um mich herum. Irgendwann wurden es weniger und weniger Einheimische um mich und es war an der Zeit das Deck zu verlassen und die Bedienungsanleitung der Schwimmwesten zu studieren. Bis zur Landung im Hafen gelang es mir herauszufinden wie sie aus dem Container zu holen sind. Manchmal bin ich so froh, dass ich derartige Anweisungen nie im Notfall lesen muss.

Zurück in Bangkok feierte Sirikit ihren Geburtstag. Wundervoll geschmückte Straßen und Plätze luden ein sich die Stadt ganz genau anzuschauen. Straßenhändler in bester Laune betrogen ihre Kundschaft mit doppelten Preisen, Taxifahrer nutzten die Möglichkeit für ganze Stadtrundfahrten und alle Menschen um mich waren in ausgelassener Stimmung.

Ich selbst zog es vor mit dem Boot Bangkok zu erkunden und eine kleine Tempeltour zu genießen und das indische Viertel unsicher zu machen. Beides war heute ausnahmsweise mal leer. Ein Genuss!

Nach einigen Tagen Genuss ging es wieder heim nach München. Doch nach der Reise ist vor der Reise…

Die nächsten Pläne wuchsen schon in meinem Kopf.