Bayern und Heimat?

Viele Menschen haben mich in den letzten Wochen gefragt, wie man von Oberbayern wegziehen kann. Es ist so wundervoll dort und schön und die Natur und die Begegnungen mit den verschiedenen Tieren ein Traum.

Andere Menschen haben mich gefragt, warum ich so lange in Bayern sein konnte. Es ist doch ein ganz anderer Menschenschlag und es muss doch sehr anstrengend sein, dort zurechtzukommen.

Meine Freiheit im Kopf und im Herzen stieß da schon an richtige Grenzen.

Beide Seiten haben völlig und in der Ganzheit recht.

Oberbayern ist das wunderschönste Fleckchen Erde, den ich bei meinen Reisen entdecken durfte. Ich liebe den Sonnenaufgang oder auch -untergang am Starnberger See.

Die langen Spaziergänge und die kleinen Naturentdeckungen am Tegernsee, lassen immer und immer wieder mein Herz höher schlagen.

Ich hatte Begegnungen mit Tieren, die ich so nah selten gesehen habe und viele wundervolle erholsame und gelassene Stunden in der Natur.

In Bayern wie auch in Karlsruhe habe ich wundervolle Freunde, die mir sehr am Herzen liegen und ich werde immer die Einen vermissen, wenn ich grad auf der anderen Seite bin.

Andererseits habe ich in Bayern auch eine sehr verwurzelte und damit altmodische Art kennengelernt.

Es gibt sie tatsächlich noch, die Welt in der man schief angeschaut wird, wenn man lesbisch oder einfach nur als Frau allein lebt.

Es gibt sie noch, die Welt in der der Handwerker wiederkommen will, wenn der Mann da ist. Hm – da kann er lange warten…

Es gibt die Welt noch in der Ausländer „die Schwarzen do“ genannt werden und mein syrischer Mitbewohner nur als „Dein Kleiner“ bezeichnet wurde. Er ging de facto in meinen Besitz über und ich musste alle Themen mit ihm klären, statt das Nachbarn mit ihm über Jobangebote, Termine oder Zigaretten auf dem Boden redeten.

Es gibt die Welt noch, in der man so katholisch ist, dass Liebe heimlich stattfindet oder verleugnet wird.

…und es gibt dort diese unglaublich schöne Natur und das schönste Fleckchen Erde…

Mich hat es wieder in die freie Welt gezogen aber liebes Bayern – ich werde so oft und so gern vorbeischauen bis die freie Welt auch dort angekommen ist 🙂

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Zurück in die Heimat

Hallo Ihr Lieben,

ich habe mich entschieden in meine Heimat zurückzuziehen, dahin wo meine Freunde leben und ich viele schöne Jahre verlebt habe. Es passt alles, die Wohnung war innerhalb weniger Tag fix und auch der Job klappte plötzlich genau so wie gewünscht.

Es ist jedoch absolut faszinierend was man in 6 Jahren so alles ansammeln kann. Da fällt mir erst mal auf, womit ich mich in den letzten Jahren so beschäftigt habe. Ein ganzer Karton voller Motorradbekleidung erinnert an meinen Führerschein und meine superschöne grüne indische Maschine, Unmengen Tauchutensilien füllen eine ganze Truhe und lassen Bilder von Mantarochen und Haien im Geiste aufsteigen, eine Hand Pan muss verpackt werden. Dies ist eines meiner liebsten Instrumente. Sie ist in einer Tonlage gestimmt. So muss ich mir nur noch den Rhythmus überlegen, die Töne passen immer. Nicht zu vergessen meine lieben Segelsachen… Wo segelt man eigentlich in Karlsruhe? Tipps Willkommen

Obwohl ich mir nur noch ganz selten Musik kaufe, gibt es dutzende CD s der letzten Jahre. Jede einzelne dieser CDs erinnert mich an einen wundervollen Moment, einen bezaubernden Ort oder liebe Menschen.

Leider muss ich auch ganz viel Kinderspielzeug verschenken, verkaufen oder unterbringen. Das so lange gewünschte Projekt fand in Bayern keinen Fluss. Trotz langer 9 Monate warten, machten die Genehmigungen keinerlei Fortschritte. Es wirkte eher wie im Rückfluss. Rahmenbedingungen verschlechterten sich und wichtige Personen die mich unterstützen könnten, bekamen andere Aufgaben zugeteilt. Ich trenne mich schweren Herzens von den Dingen aber vor allem von dem Wunsch mit Kids zu leben. Es soll scheinbar einfach nicht mein Weg sein – egal wie sehr ich mir dies wünsche.

Ich habe in Bayern jedoch nicht nur Dinge und Erlebnisse gesammelt, ich verabschiede mich momentan auch von wundervollen Menschen und Freunden, von einer absolut bezaubernden und einzigartigen Natur und von einem wundervollen Haus was mir 6 Jahre ein zu hause war. Mein hiesiger Vermieter hat mir einen so lieben Abschiedsbrief geschrieben, dass mir der Abschied von diesem daheim noch viel schwerer fällt.

Während ich packe, überlege ich einerseits was ich alles mitnehmen möchte, andererseits fallen mir auch all die Dinge ein, die hier in Bayern noch zu tun sind.

Kennt ihr solche Vorhaben? Jetzt stehen auf meiner Liste halt nur wirkliche Bayern to dos drauf:

  • So wollte ich jodeln lernen – das fällt mir na klar jetzt erst dringend ein 🙂
  • ich muss unbedingt noch in München in ein jüdisches Restaurant
  • ganz dringend noch mal im Powder Ski fahren – Schnee hat es ja mal wirklich genug aber jetzt ist gleich Lawinenwarnung
  • nochmal am Achensee einen Cappuccino trinken
  • in die Sauna gehen – nur welche?
  • heute gibt es das erste Highlight von der to do Liste – ein langer Spaziergang am Starnberger See und stundenlanges bummeln und genießen

Segelreise so intensiv wie schön

Jetzt hab ich mich also noch mal getraut – segeln im November. Kalt, windig, regnerisch und wunderschön.

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Wie heißt es so schön – Kleider machen Leute – in dem Fall Seglerinnen. Ohne das eine oder andere Funktionsteilchen wäre ich sicher in der Unterhose ertrunken. Dazu aber später mehr.

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Unser zu hause für die lange Woche war die Saphronya – eine schöne alte Stahlyacht die mal so knappe 16 Tonnen auf die Waage bringen würde. Sie wird noch richtig old school gesegelt. Die Schoten – dick und nass in der Hand vor lauter Regen – konnten wir kaum um die Winsch legen aber mit ein wenig Hebelwirkung und Erklärung vom Kapitän ging es von Tag zu Tag besser.

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Die Reise startete in Marbella. Die Stadt gefiel mir für die Winterzeit richtig gut. Wir konnten noch draußen essen, Strilizien bewundern und in der Altstadt flanieren und dann ging es nach einem Rieseneinkauf los.

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Was auf keiner Esseneinkaufsliste fehlen sollte ist das Salz. Leider bemerkten wir dies erst am Abend und mussten beim einzigen Segelnachbar der Marina La Linea ein wenig schnorren. Sonst verbrauchten wir am liebsten Schokoladenkekse, Kakao, Käse, Brot und Nudeln sowie Unmengen Obst. Das Seglerleben ist durch die ständige Bewegung und die Kälte im November ein wenig kalorienaufwendiger als wir dachten. Die Jungs spachtelten abends ihre 1 – 1,5 kg weg. Das muss man erst mal mitnehmen. So kauften wir bei jedem Landgang frisches Gemüse, Hühnchen oder auch mal Hackfleisch dazu.

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Mein Freund für die nächste Segelreise wird übrigens die Musto offshore Hose. Während wir in Regenbekleidung die bei Motoradtouren oder zum Radeln absolut trocken bleibt triefnass wurden, stand der Kapitän warm, trocken und entspannt im Sturm. Wir föhnten abends die Hosen in der Dusche und er saß schon gemütlich auf der Eckbank. Wir fröstelten in den feuchten Kabinen da immer irgendwas trocknen musste und er schüttelte Hose und Jacke mal kurz aus und streifte sie ab und machte es sich gemütlich.

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Gute Dienste leistete mir meine Bergans Skijacke. Sie blieb warm, nicht ganz so dicht wie die Musto Bekleidung aber sie war binnen 2 Stunden sicher trocken. So kam ich auch durch häufige Regenschauer ziemlich entspannt. Es musste nur mal kurz windig und trocken sein und ich war wieder happy und warm. Die Taschen der Jacke sind sogar so wasserdicht, dass mein Handy mit an Bord war. Es blieb in triefendstem Regen trocken und so konnte ich ein paar nette Fotos machen.

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Ein absolutes Muss auf der Segeleinkaufsliste sind Wollsocken. Sie werden zwar nass aber bleiben warm und das ist auf dem Boot so ein Glücksgriff – das glaubt man kaum. Nasse Füße hatten wir eigentlich immer außer wir lagen in der Koje. Da hab ich doch lieber warme nasse Füsse und bleib gesund und fit.

So jetzt geh ich mich mal wieder aufwärmen – die nächsten Tage mehr 🙂

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Achtsamkeit und Meditation

Hallo Ihr Lieben…

Meditiert ihr schon oder lasst ihr Euch noch vom Stress fortspülen? Ich durfte in den letzten Jahren den Genuss der Achtsamkeit entdecken.

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Ich habe im Laufe meines Lebens viele verschiedene Meditationen kennengelernt. Am Eindrucksvollsten waren für mich die Feuermeditation am Ganges in Indien. Mit lautem Getöse und Getrommele wurden Feuerschalen und brennende Stäbe am Ganges geschwenkt. Es wirkte wie ein Tanz, ein Gebet oder ein Ritual aber am Ende der halben Stunde war der Kopf völlig leer von allen Gedanken und Gefühlen die vorher noch tobten.

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Eine weitere Variante war die Vipassana Meditation – 10 Tage in der Einsamkeit der bayrischen Voralpen auf einem ökologischen Bauernhof. Es gab kaum Platz, um im Kreis zu laufen und das Schweigen hatte eine sehr tiefe Wirkung auf mich. Vegane Ernährung begleitete die mehrmaligen Meditationen am Tag. Diese begannen schon vor dem Sonnenaufgang und endeten vor dem Schlafengehen. Unterbrochen wurden sie von Zeiten der Ruhe und zum Essen. Ich erinnere mich an eine tiefe und erfüllte Zeit die mich in eine Ruhe brachte, dass sehr viel Innenschau möglich wurde. Ich betrachtete meinen Körper und meine Gefühle mit ganz neuen Sinnen und war erstaunt, was ich alles spüren kann. Leider waren die 10 Tage sehr bald um und die Welt um mich sprach wieder. Dieses tiefe Gefühl vermisse ich doch manchmal.

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Eine wunderschöne Meditation für mich ist es auch, einfach am Meer zu sitzen. Ich schaue auf die Wellen und verliere mich in meinen Gedanken und Gefühlen und die Welt wird ein einziges Rauschen und sich bewegen. Das Auf und Ab der Wellen hat auf mich eine bereichernde, klärende und gleichzeitig entspannende Wirkung. Wasser im Allgemeinen  hilft mir sehr aber die Wellen des Meeres helfen mir zu einer besonderen Tiefe. Es ist für mich eine ernste Ruhe und Tiefe die gleichzeitig vor Glück zerplatzt.

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In den letzten Tagen (durch meinen etwas chaotischen Job motiviert) fand ich eine neue Variante hier in den bayrischen Voralpen. Ich schaue in die Natur und der Blick versinkt vom Großen ins Detail. Je länger ich auf eine Stelle schaue, um so differenzierter wirkt sie. Ich entdecke immer feiner Details und wandere mit den Augen über die Steine, die Ameisen und die kleinen winzigen Sandkörner dazwischen. Während ich Spinnen entdecke und Kreise auf Steinen, Steine in Herzform finde oder Blätter dazwischen macht mein Hirn Urlaub. Es fühlt sich an als würde es sich ausruhen und einfach zurückziehen während mein Blick durch die Natur schweift. Die Atmung wird ruhig und gleichmäßig ohne darauf zu achten und der Herzschlag ruhiger. Ich werde eins mit meinen Sinnen und fühle mich eins mit der Natur um mich herum.

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Ich testete auch Unendlichkeitsmeditationen, Meditationsmantren verschiedener Lehrer und Stilrichtungen, Kundalinimeditation und eingeweihte Meditationen. Die Meditation in der Natur und über die Natur ist für mich die schönste und ergreifendste Art zu innerer Ruhe zu finden.

Welche Formen der Meditationen nutzt ihr? Was mögt ihr am Meisten?

Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen. Dort könnt ihr Euch in verschiedenen Büchern weiter zu dem Thema informieren. Ich wünsche Euch viel Vergnügen.

14 Lembongan

Eines wundervollen Abends begegnete ich bei einer dieser Gesprächsrunden Ahmad. Er kam aus dem Libanon. Sein Wohnort war Beirut und er hörte uns beim Reden zu. Für ihn war Krieg schlimmer als ein wenig Müll und wahre Helden konnte er in uns nicht wirklich erkennen. Er erzählte so viele Geschichten, dass ich einige Zeit später selbst unbedingt in dieses Land wollte. Mehr dazu lest ihr hier – Sidea

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Er war belustigt bis entsetzt doch dies tat unserer Freude keinen Abbruch. Wir Menschen leben alle in unserer eigenen Welt und müssen schauen, dass sie erhalten bleibt. Jeder von uns muss sein Quentchen beitragen etwas zu tun – er kann Menschen bilden, bio essen, Müll sammeln oder in einer kriegsnahen Region für Frieden sorgen. Es gab viele Wege, möge doch jeder von uns einfach den seinen gehen.

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Ahmad und ich kamen mehr und mehr ins Gespräch und beschlossen diesen Sommertag zu unserem zu machen. Er hatte genau noch einen Tag Zeit für diese Insel und diesen einen Tag wollten wir zusammen verbringen. So holte ich ihn am nächsten Morgen mit dem Scooter im Hotel ab und wir gingen auf Tour. Wir flirteten den ganzen Tag miteinander, luden uns in unsere Wohnungen ein und versprachen uns wiederzusehen. Dies Alles ohne auch nur den ganzen Namen oder vielleicht die Adresse auszutauschen. Es war ein Spiel des sich locken und näherkommen und doch unverbindlich bleiben.

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Wir fuhren den Touristenausflug in die Mangroven, kuschelten in Liegestühlen, balgten uns im Meer und aßen den genialsten Fisch (natürlich im Bananenblatt – die kann man übrigens tatsächlich auch in Deutschland erwerben und mal ne Draußenparty damit statt mit Plastiktellern versorgen) den ich auf der Insel finden konnte. Die Zeit verging wie im Flug und unsere Blicke konnten sich nur selten voneinander lösen. Kuschelnd fuhren wir zum Hafen – ich wusste bisher noch nicht wie hervorragend man auf einer Vespa im Spiegel flirten konnte. Grandios…Die Zeit war wie im Flug vergangen und es blieben uns nur noch wenige Minuten. Er lud mich nach Beirut ein und ich ihn nach Deutschland. Die Umarmungen waren so vertraut und selbstverständlich wie die Einladungen. Mit Tränen in den Augen blickte ich dem Boot hinterher. Es war als würde ich einen mir sehr lieben Menschen verabschieden. Dabei wäre es ein Leichtes gewesen mitzufahren oder Nummern auszutauschen aber es sollte genau dies bleiben – ein schöner Sommertag unter Palmen. Danke Ahmad und alles Gute für Dich in den Libanon.

Mehr über den Libanon könnt ihr in meinem Blogg lesen. Viel Spaß!

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Nach einem kurzen Ausflug unter die Dusche rannte ich zu meinem Abendtermin. Der Sonnenuntergang wurde mal wieder einer der schönsten und ein gemütlicher Abend mit den Jungs konnte starten.

Das sind die Momente in denen ich immer und immer wieder zwischen meinen zwei Leben hin- und her switche. Wie gern würde ich auswandern und einfach dort leben wo ich möchte… Ich erfuhr aber heute auch wie viel Sicherheit mein Hauptwohnsitz bietet.

Cody kam nicht zu unserer Abendsession. Er lag im Bett und war wohl schon seit Tagen angeschlagen. Das Dengue Fieber hatte die kleine Insel im Griff und ihn hatte es erwischt. Ein kleiner lästiger Erreger der durch Moskitos übertragen wurde, hatte ihn infiziert und völlig fertig mit der Welt ins Bett gestreckt. Diese Krankheit ist auch als Knochenbrecherfieber bekannt, was wohl an den unglaublichen Schmerzen liegt. Bei der ersten Infektion heilt sie häufig einfach aus. Bei weiteren Erkrankungen kann es zu Blutungsschwierigkeiten kommen. Dann ist das Leben im Paradies plötzlich von einem Tag auf den anderen lebensbedrohlich.

Wie nah liegen doch Genuss und Ende beieinander. Das Beste kommt halt doch genau vor dem Schluss.

Ein paar kleine Reiseapotheken Tipps die ihr sonst nicht so oft hört.

Senföl wird in Indien als Moskitomittel und Hautschutz benutzt. Es riecht sehr angenehm und wenn man es jeden Tag benutzt entsteht eine Art Depotschutz. Die Haut wird butterweich und die Moskitos hassen den Geruch wirklich.

Teebaumöl – mein Lieblingsmittel was auf Reisen immer dabei sein muss… Kleine Pusteln, Pickel, Wunden oder Irritationen der Haut und Teebaumöl kann helfen. Es soll gegen Pilze, Bakterien und Viren helfen und ist somit immer am Start, wenn ich nicht weiß was passiert ist. Es ersetzt natürlich weder Arzt noch Apotheker. Die solltet ihr in jedem Fall fragen.

Ein gutes Moskitonetz ist die absolute Reisebasisausstattung. Auch wenn ich einfach kurz nach Sonnenuntergang nicht draußen bin (da stechen die Moskitos am liebsten), mag ich in der Nacht ein wenig Schutz. Mit dem Sea to Summit seid ihr sozusagen rundherum sicher. Der kleine und für mich fast noch wichtigere nette Nebeneffekt – auch Schlangen, Spinnen oder Skorpione finden den Weg ins Bett nicht und der Schlaf ist somit völlig ungestört.

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13 Lembongan heute – Tränen im Blick

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Ich war geschockt. Dies hier war noch vor 5 Jahren Niemandsland. Nur Schlangen bahnten sich hier ihren Weg und Krokodile verkrochen sich. Jetzt gab es breite Straßen, Müllwagen und Plastik soweit das Auge reicht.

Was tun wir nur mit der Welt die wir doch so schön finden?

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Allabendlich beim Sonnenuntergang saßen wir am Beach und diskutierten welchen Anteil jeder Einzelne hatte und was man tun kann, um ein klein wenig Anstoß zu regen auf diese schöne Welt aufzupassen.

Cody und Andrew nutzten ihre Bar und die Partypeople – Pappstrohhalme waren hier stylisch, die Deko essbar und Müll wurde kaum produziert. Gelegentliche Vorträge mit anschließender Cocktailverkostung und Quizabende waren die Wege von den Beiden ihre Ideen weiter zu verbreiten. Andrew war als Meeresbiologe bestens informiert und konnte alle Fragen beantworten oder einfach nur Geschichten erzählen.

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Wenn er erzählte wurden die Umweltbanausen zu bösen Buben und die Taucher zu Rettern der Welt. Sie waren die Helden die unter Wasser davon abhielten Korallen mit Initialen zu verzieren, Haie zu füttern oder Müll im Meer sammelten. Wer wollte nicht so cool wie Andrew sein und einfach ein bisschen die Welt retten?

So trafen wir uns zum Strand säubern, tauchend Müll einsammeln und hörten allabendlich wieder seinen Geschichten zu.

Aber natürlich sind auch wir Teil dieser Welt. Auch wir konsumieren und denken viel zu oft nicht daran was aus unserem Müll wird.

Darum hier ein paar ganz kleine Ideen die vielleicht nicht die Welt retten aber in der Summer vielleicht die eine oder andere Schildkröte?

Glastrinkhalme – sie sehen lustig aus und begeistern genau wie die aus Plastik – sie sind jedoch wiederverwendbar und auch in 20 Jahren noch nutzbar. Müllbeutel aus Biofolien – werden auf Basis von Gentechnik freier Maisstärke und pflanzlichen Ölen hergestellt. Sie sind biologisch abbaubar und kompostierbar und können nach der Verwendung über die Biotonne entsorgt werden. Sie können als Tragetüte oder als Müllbeutel verwendet werden und machen nicht noch mehr Müll. Glastrinkflasche – die wohl größte Müllorgie auf der Welt entsteht durch Plastiktrinkflaschen. Dabei können wir doch das Wasser aus der Leitung trinken oder im Urlaub riesige Flaschen kaufen die mehrfach benutzt werden und uns für den Tag was abfüllen? Es kann so einfach sein und dazu auch noch hübsch… Ich mag die Soulbottles. Sie sind stylisch, frei von Plastik und Weichmachern und dürfen in die Spülmaschine. Bio ist cool…

Machen wir doch alle zusammen unsere Welt wieder ein wenig schöner und hübscher, sicherer und nachhaltiger.

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12 Tauchen ins Glück

Der Tauchplatz für die Mantas ist so kalt. Das vergesse ich immer wieder. Rundherum der strahlendste Sonnenschein und hier eine Wassertemperatur von 15 Grad. Meine Tauchuhr von Suunto ist da absolut unbestechlich. Tapfer verrät sie mir Zeit, Tiefe, Temperatur und wie lange ich noch unter Wasser bleiben darf. Mein Lieblingstauchbuddy sozusagen.

Buhuh… Ich paddelte mich ein wenig warm und versuchte dann unterzutauchen. Vor lauter Gedanken im Kopf ging jedoch nichts – ich schaffte es einfach nicht und musste tatsächlich unter Wasser gezogen werden. Hm – das hatte ich auch noch nicht. Kaum war ich unten, war ich jedoch wieder in meiner bekannten Welt. Ich schwamm entspannt durch die Gegend, guckte mir die kleinen Haie, Mantas und Stachelrochen an und war entspannt und guter Dinge.

Zum Glück trug ich meinen Lieblingsglücksbringertaucheranzug von Cressi. Einerseits fühle ich mich pudelwohl und beweglich. Andererseits ist er mit einer Dicke von 5 mm so warm wie nur möglich. Das tut so gut und entspannt ungemein.

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Tauchen kann so schön sein, wenn der Kopf gechillt bleibt. Es ist eine schwerelose Welt in der die Gesetze der Bewegung fast frei funktionieren. Ich liebte es durchs Wasser zu gleiten, im Kopfstand im Raum zu schweben, einen Purzelbaum zu schlagen oder ein wenig schneller zu schwimmen. Es fühlte sich so frei an.

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Fünf Mantas schwammen um uns herum, schauten uns zu und fraßen gemütlich Plankton.

Da die Sicht nicht so gut war, waren wir fast die einzigen Taucher in der Bucht. Nur die Mantas und wir in Interaktion miteinander. Ein traumhaftes Vergnügen für uns Alle.

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Die Mantas machten ihre Futterrollen, die Stachelrochen spielten fangen, wir versuchten so dicht wie möglich dran zu kommen ohne überschwommen zu werden und so wurde es ein ewig langer Spaß.

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Moränen schauten uns bei unserem Spaß zu 🙂

Wieder auf dem Boot hatte ich das Taucherstrahlen in den Augen und war glücklich ohne Ende.

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Mantas – so konnte ich am Abend meinen Deal mit mir einlösen. Wenn ich mich traue hier zu tauchen, werde ich mir einen silbernen Mantaanhänger als neuen Talisman mitnehmen. Der durfte mich nun begleiten.

Die folgenden Tage waren ein gleichförmiges Einerlei aus Scooterfahrten zu allen Stellen auf der Insel die ich vermisste und abendlichen Sonnenuntergängen.

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11 Tauchen und mehr

Am nächsten Morgen packte ich meine Tauchsachen und nahm all meinen Mut zusammen. Ich wollte Mantas sehen und wieder tauchen. Es waren aber diese vielen Erinnerungen die auch diesen Platz überschwemmten. Ich sah im Schlaf wieder diesen einen toten Menschen der mir den Mut am Tauchen nahm.

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Kurz nachdem ich vor 5 Jahren von Komodo zurückkam war ich mir nicht mehr sicher ob ich jemals wieder tauchen mag. Zweimal abgetrieben und mit dem Leben davongekommen und doch noch immer eine blutige Anfängerin. Einerseits hatte ich ohne Ende Angest aber auf der anderen Seite eine unbändige Lust aufs Meer.

Ich liebe Mantas und Fische und das Meer in all seinen Farben. Was sollte ich also tun? Ich wollte unbändig tauchen lernen.

So kam ich an den Ort zurück an dem ich damals tauchen lernte und fing hier von vorn an.

Andrew nahm mich wieder mit in den Pool. Er lernte mir erneut unter Wasser atmen und tauchte so lange mit mir im flachsten Wasser bis sein gebrochener Arm und meine Seele geheilt waren. Dann wollten wir Beide wieder raus in die Welt.

Es gab da so einen Tauchplatz an dem ich unbedingt tauchen lernen sollte. Hier gab es Mola Molas. Wenn ich mal ein Guide werden möchte, müsse ich auch dort tauchen meinte Cody immer wieder und meine Antwort lautete immer wieder – ich bin noch nicht so weit. Ich hatte eine unbändige Angst zu sehen wie dort jemand in der Strömung umkommt und untergeht wie es ein bis zweimal je Sommer dort passiert.

So verging Tag um Tag und ich vermied den Platz wann immer ich konnte. Irgendwann konnte ich es nicht mehr vermeiden.

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Cody hatte Tauchgäste die nur im Flachwasser tauchen wollten und es war eine Runde um die große Koralle geplant. Dies galt als wundervoller Tauchgang der fast ungefährlich war. Ich hatte keine Ausrede mehr und fuhr mit. Das dumme Gefühl fuhr jedoch mit. Zitternd vor Angst sprang ich ins Wasser und war verkrampfter denn je, biss mich an meinem Mundstück fest und atmete gepresst. Wir tauchten den tollsten Fleck und ich konnte es kaum noch genießen. So vergingen die Minuten und irgendwann war e Zeit wiederaufzutauchen. Eine unbändige Freude durchflutete mich und ich wusste ich hatte es fast geschafft – den Tauchgang und mutig zu sein. Da sah ich Codys Gesicht.

Er bat mich den Tauchgang allein zu Ende zu führen, die beiden Frauen mitzunehmen und um Himmels Willen nicht nach oben zu schauen. Wir sollten noch 3 min warten und dann weit weg vom Boot auftauchen. Erst machte ich mir keine Sorgen da dies ein Teil der Ausbildung war. Als ich jedoch sah, dass Cody ohne jeden Sicherheitsstopp nach oben ging wusste ich, dass nichts in Ordnung ist.

Ich kümmerte mich um die beiden Frauen und gemeinsam warteten wir unendliche Sekunden. Ich hielt die Bitte von Cody nicht lange aus und schaute nach oben. Cody hat sicher Batman – unser Boot erreicht. Er umschwamm eine riesige Blutlache. Vor unserem Boot lag ein Mann wie ein gekreuzigter Jesus inmitten seines Blutes. Nichts hatte mich auf diesen Anblick vorbereitet. Mein Herz stockte und ich versuchte mich in dem was ich in den letzten Jahren gelernt hatte, wenn nichts mehr geht ist atmen die einzige und vielleicht beste Option.

Ich atmete ganz ruhig und signalisierte den beiden Frauen langsam aufzutauchen. Wir schwammen ein Stück weit weg vom Boot und kamen langsam nach oben.

Was war passiert? Mir gingen alle Möglichkeiten gleichzeitig durch den Kopf. Ist Cody was passiert? Gab es einen Unfall? Wurde der Mann erschossen? Von wem oder wie zur Hölle kommt man zu so unglaublich viel Blut?

Als wir an der Oberfläche waren, war Cody grade dabei die Füße über Bord zu heben und ihn zu beatmen. Er stöhnte und beatmete und massierte das Herz. Sein Rhythmus blieb schnell und er kam mehr und mehr aus der Puste. Die beiden Frauen an meiner Seite outeten sich als Krankenschwestern und wollten unbedingt aufs Boot. Nach einigem hin und her ließ sich Cody helfen. So wechselten sich alle drei beim Beatmen ab während mein Job darin bestand alles Zeug ins Boot zu schaffen, dass wir bald losfahren konnten.

Der tote Mann im Boot war und blieb mausetot.

Wir fuhren mit unserem Boot in schnellstmöglichem Tempo zum Strand an dem seine Frau wohnte. Es war eine gruselige Fahrt. Cody musste zu ihr in den Laden gehen und sie zum Boot holen. Er redete auf sie ein doch sie schien kein Wort zu verstehen.

Nach einiger Zeit bat mich Cody zu übernehmen. Wir fuhren mit dem Boot weiter Richtung Krankenhaus und ich redete auf die Frau des Toten ein. Ich war die Einzige die wie sie deutsch sprach. Es war als würde sie erst jetzt langsam verstehen, was passierte und die Welt sickerte mit ihrer Sprache in ihre Seele ein. Es war tragisch zu sehen wie sie ihren Mann wachrütteln wollte, Cody anschrie und uns alle immer und immer wieder zu mehr Tempo antrieb.

Das Boot heizte so schnell es nur konnte über das Meer und hielt Kurs auf den Hafen von Lembongan.

Dort landeten wir mitten an der Anlegestelle der Boote aus Bali. Mitten im Trubel hatten wir einen Toten und eine schreiende Frau an Bord. Ich suchte schnell ein Tuch und hängte die Seite ab und erklärte den Menschen in der Nähe, dass sie leider ein wenig außer sich ist und wir da schon mit klarkommen. Ich hoffe sie verzeiht mir dies im Nachhinein…

Die balinesischen Jungs rannten zum Krankenhaus, telefonierten mit den Ärzten aber niemand war zu erreichen. Erst nach einer halben Stunde wurde einer der Ärzte geweckt. Er versprach schnell zu kommen. Alle anderen waren auf einem religiösen Betriebsausflug. Das Krankenhaus hatte heute geschlossen.

Kein guter Tag, um zu sterben.

So hielt ich weiter die deutsche Frau im Arm und redete beruhigend auf sie ein.

Nach einer gefühlten Ewigkeit wurde sie und ihr toter Mann von dem Arzt abgeholt und wir fuhren zu Blue Corner.

Dieser endgültige Moment hat keinen Platz in meiner bewussten Erinnerung gefunden. Ich habe ihn verpackt und verborgen und irgendwo in mir in einer Kiste verstaut.

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Ich bin erst wieder in mir als wir abends an der Bar saßen. Alle lachten und kicherten über die tollen Taucherlebnisse, das perfekte Wetter und die Mola Molas. Kein Wort fiel über ihn und die Dinge von heute Nachmittag. Ich war verblüfft und irritiert und unglücklich und mal wieder Gott froh, dass es Skype gibt und meine Familie und Freunde denen ich unter Tränen und mehr stumm als redend den Tag rüberbringen konnte. Ein weiterer Glücksgriff des heutigen Tages waren Markus und seine Frau. Sie halfen mir Worte zu finden und den Tränen eine Bedeutung zu geben. Dieser mir fremde tote Mensch und seine trauernde deutsche Frau hat mich tief in meiner Seele berührt.

Und am nächsten Morgen begann ich mal wieder im Pool ganz von vorn mit meinen Tauchübungen bis ich 4 Wochen später die Prüfung zum Divemaster machen konnte.

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All diese Gedanken gingen mir in der Nacht und am nächsten Morgen durch den Kopf. Wir fuhren im gleichen Tauchboot wie einige Jahre vorher und machten uns auf den Weg zum Mantatauchplatz – vorbei an dem Strand wo wir ihn ans Krankenhaus übergaben, dem Strand wo wir seine Frau suchten und der Abzweigung zu dem damaligen Tauchplatz. Es war eine bewegte und irgendwie befreiende Fahrt. Ich wusste nun, dass er einfach an einem Herzanfall verstorben war und überall auf der Welt verstorben wäre. Nur weil er unter Wasser war, wurde es zu einer so blutigen Angelegenheit.

Ich wünschte seiner Seele Frieden und machte mich auf ins Wasser.

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10 Lembongan

Schnell schmiss ich den Rucksack ins Zimmer – in den Schrank konnte ich leider nichts stellen, da der Gecko und ich schreiend erstarrten, als ich die Tür öffnete. Ich schlug die Schranktür schnell wieder zu, schmiss den Rucksack ins Eck und ließen Gecko und Zimmer allein.

Eigentlich finde ich die kleinen süßen Geckos toll aber der war riesig, megariesig.

Ab ans Meer war mein erster Weg – Sand und Wellen und den Geruch von Lembongan in der Nase platzte mein Herz fast vor Glück. Ich ließ den Sand durch meine Zehen rinnen und ging am und durchs Wasser zu meinem Lieblingstauchplatz. Noch ein paar Minuten Zeit bis zum genialen Blue Corner Sunset mit Blick auf den Vulkan auf Bali. Die Vorfreude war riesig und mit jedem Schritt meines Weges kamen mehr Erinnerungen hoch.

 

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Hier habe ich tauchen gelernt, meinen ersten toten Menschen gesehen, habe gelacht und geliebt, gesungen und getanzt. Blue Corner, ein Ort wie aus der Zeit genommen. Der wohl einzige Ort mit dem für mich perfekten Soundtrack. Der Pool am Strand mit Blick in den Sonnenuntergang, die Jungs, die Musik, die Partys und das Essen.

Nur noch wenige Minuten und war da. Die Jungs freuten sich riesig und luden mich auf die Party, ein Bier und unbedingt morgen tauchen ein.

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Es war wie heimkommen und in alte Zeiten zurückkehren in Einem.

Ein Bintang später war es Zeit mich zu den Anderen in die Sitzsäcke zu setzen. Sonnenuntergang – der wichtigste Termin des Tages den man auf Reisen so haben kann. Ich bin immer wieder überrascht wie viele Farben, Gefühle und Schönheit die Natur in diesen einen kurzen Moment legen kann. Jeder ist anders und einzigartig und wundervoll.

Der Heutige war gekrönt von einer ufoförmigen Wolke die genau über dem Vulkan hing.

Ich war gespannt was mir die nächsten Tage bringen werden und versank mit meinem Buch tief in den Kissen.

Es gibt für mich so Orte auf der Erde die mich in völliger Ruhe ankommen lassen. Blue Corner ist so einer.  Einige Stunden später wechselte die Stimmung und die Party begann. Lagerfeuer wurden angezündet und die Kids kamen von der ganzen Insel zum Feiern. Hier feiert man noch als gäbe es kein Morgen. Es ist egal ob schwul, lesbisch oder hetero – Einheimischer oder Tourist, Mann oder Frau, jung oder alt… Alle finden hier ihren Platz.

So saß ich mit dem Vater von so Partykids am Feuer und wir redeten und tranken Bier und redeten weiter. Es ist ein Platz wo wildfremde Menschen sich ihre Alltagsgeschichten erzählen, keiner macht sich Gedanken was der Andere denkt. Manche trinken, manche reden und Andere tanzen aber jeder ist hier so echt wie er nur sein mag. Wie ein magischer Zauber der über diesen Partys liegt.

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Ich ließ mich immer tiefer in diese Welt fallen und genoss den wundervollen Abend, die Sterne über mir und das Meeresrauschen in meinen Ohren. Andy und Cody waren mal hier und mal dort und immer mal wieder bei uns am Feuer. Sie sind Freunde mit ihrer ganzen Ausstrahlung und man kann ihnen nah sein obwohl sie für die ganze Party sorgen.

Ein weiterer Once in a lifetime Abend meines Lebens ging dem Ende zu und ich lief langsam durch den Sand heim in meinen Bungalow zu meinem neuen Freund im Schrank.

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Der Link zu Blue Corner Dive ist für Eure Info über den tollsten Tauchplatz der Welt.

9. Auf dem Weg nach Lembongan

Als ich mich später wieder bewegen konnte, machte ich mich auf den Rückweg durch die Touristenwelt. Shops und Stände wechselten sich mit Restaurants und Bars ab. Musiker spielten life und Menschen saßen auf den Mauern und hörten zu. Ganz ganz wenige und furchtbar Mutige trauten sich sogar einzeln auf die Tanzfläche und genossen die Stimmung.

Ich wurde noch gefühlte 30 mal zum Essen eingeladen aber für heute konnte selbst ich nicht mal mehr dran schnuppern.

So genoss ich den Augen- und Ohrenschmaus. Ich fühlte den Sand in meinen Flipflops und genoss den Sternenhimmel über mir. (Zehenringe gibt es übrigens hier 🙂)

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Dies war eine weitere der Nächte die nie vorbeigehen müsste. Sie dürfte ein Leben lang dauern.

Innig in Gedanken versunken schlenderte ich in meinen Bungalow, ließ mich aufs Bett fallen und konnte noch ein wenig mit meinen Liebsten daheim skypen bevor ich tot müde ins Bett fiel. Die Zeitverschiebung ist hier wirklich das Sahnehäubchen auf einem wundervollen Tag.

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Am nächsten Morgen war es Zeit für die Weiterreise – Lembongan war mein Ziel. Ich buchte also wieder ein Schnellboot und wanderte mit meinem Riesenrucksack (oder doch er mit mir) zurück zum Boot. Meine Abenteuer am Strand haben mir viele neue Bekannte eingebracht und so musste ich mich auf dem Weg häufiger verabschieden als mir in Anbetracht der Fahrzeit vom Boot lieb war.

Ich versprach ganz bald wiederzukommen, war mir jedoch nicht so sicher ob ich die Insel jemals wieder in diesem Zustand zu Gesicht bekomme. Der neue Flughafen in Lombok ist vor kurzem eröffnet worden und der Weg auf die Gilis entsprechend kurz geworden.

Das tut kleinen Paradiesen leider nur selten gut.

Die Sorge um mein Boot und das eigentlich viel zu hektische Verabschieden war mal wieder völlig umsonst. Ich war ja schließlich in Indonesien und außer mir fehlte so ungefähr die Hälfte der Gäste und ein kleiner Teil des Personals. Leider der Teil der den Bootsschlüssel hatte und das Kapitänspatent. So hatten wir noch urgemütlich Zeit an der Bar des nächstgelegensten Tauchshops den einen oder anderen Abschiedscappuccino zu trinken. Wieder einmal war ich froh, viel Zeit mitzubringen und nicht hektisch auf einen Flug oder ein weiteres Boot zu müssen. Auf mich warteten nur ein Hotelzimmer und liebe Freunde mit denen ich tauchen wollte.

Die Zeit verging, die anderen Boote legten ab und kamen an und irgendwann ging es auch für uns ein paar Meter weiter. Wir wurden zur Nachbarinsel gefahren und dort an den Strand gespuckt. Es sei doch jetzt Mittagszeit und sicher hätten wir inzwischen Hunger. Wir könnten doch schnell was essen gehen. Ich lachte innerlich und freute mich über den kleinen Ausflug nach Gili Trawangan. So konnte ich mir die Insel fix anschauen. Ein kleiner Lokalshop war schnell gefunden an dem ich ein typisches indonesisches Gericht mit Erdnusssoße und Hühnerspießen bekam. So gestärkt lief ich eine Runde durch die sehr touristische Insel. Der Strand war zwar auch hier zu sehen, er musste sich aber von dutzenden von Menschen geteilt werden. Touristen lagen neben Baubooten und Handwerker stiefelten an den Einkaufszeilen vorbei. Es war eine lustige Mischung die so einen ganz anderen Eindruck erweckte als Gili Air noch vor wenigen Minuten. Das könnte also Gili Air blühen, wenn der Flughafen gut besucht wird? Ich verabschiedete mich in Gedanken von der Insel und bewahrte das Bild was ich hatte ganz fest in meinem Kopf.

Einerseits wünsche ich ja den Menschen auf der Insel an dem Fortschritt und dem Gewinn durch die Touristen und Gäste teilzuhaben, andererseits geht mit jedem Gast ein Stück vom eigenen Zauber verloren. Mit jedem einzelnen Kompromiss gibt es ein Sandkörnchen weniger Gilis.

Die Menschen um mich wurden immer ungeduldiger, checkten ihre Handys, schauten nach den Flügen und fragten den Reiseleiter gefühlte 100 Mal wann es denn weitergehen könnte. Die Antwort war und blieb, „es geht weiter“. Nur das kleine Wörtchen wann konnte niemand sagen.

Ich setzte mich also ein Weilchen unter einen Baum, schaute auf das wundervolle türkisfarbene Meer und sprang immer mal wieder auf die Seite, um den Bauarbeitern aus dem Weg zu sein.

Einige Bauarbeiter, Boote und wundervolle türkisfarbene Wellen später kam unser Boot. Es sah ein wenig alt aus und ich wurde pitschepatsche nass beim Betreten des Decks. Diesmal las auch ich die Anleitung für die Schwimmwesten und interessierte mich für die Wasservorräte.

Ich suchte mir einen schönen Platz von dem ich schnell nach draußen konnte und schlief ein. Mitten auf dem Meer wachte ich wieder auf. Delfine – Delfine riefen einige auf dem Boot. Ich blickte schnell aufs Meer und entdeckte eine Schwarm Plastikflaschen der munter im Wasser auf und ab hüpfte. Ich schaute ihnen eine Weile zu und lächelte über den Irrtum. Lange lächelte ich jedoch nicht, denn die Motoren des Bootes waren aus. Wir dümpelten mitten auf dem Meer und die Motoren machten nicht den leisesten Ton.

Ich war verwirrt. Der Kapitän werkelte irgendwo in den Tiefen des Kahns herum und die Touristen freuten sich über Plastikflaschendelfine. Manchmal verwirrte mich die Welt einfach nur.

Der Kapitän und seine Crew krabbelten weiter in ihrem Boot herum. Sie riefen komische Dinge und telefonierten wild hin und her. Ich vertiefte mich wieder in meinen Sitz, schaute mir an wie viel Zeit uns noch blieb vor dem dunkel werden und war ziemlich froh, dass ich super gut schwimmen kann und vor so tief blauem Meer keine Furcht mehr habe.

Mit diesen Gedanken schlief ich wieder ein.

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Den nächsten wachen Moment hatte ich als wir auf Grund liefen. Die Motoren schienen sie wieder bemüßigt zu haben und wir sind in Lembongan gelandet.

Seit meinem letzten Aufenthalt an diesem Strand hat sich die Zahl der Boote verdreifacht. Am Strand war das reinste Gewusel. Wir sollten schnell zu dem Pickups gehen der uns ins Hotel bringt. Wie? Pickup? War ich wirklich so lange nicht hier, dass es Autos auf dieser Insel gibt?

Bei meinem letzten Aufenthalt sind Claudia und ich die 2 km am Strand langgestapft um in die kleine Pension zu kommen.

Jetzt fuhr mich ein schwarzer Pickup bis fast vor meine Zimmertür. So einen Service kannte ich hier noch nicht.

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