Wie plane ich meinen Urlaub, wo ich schon so viel gesehen habe?

Es ist mal wieder so weit. Der Umzug ist vollbracht, der neue Job in einem guten Lauf und jetzt kann es an die Planung der Sommerideen gehen.

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Geht dies anders, wenn man schon so viel gesehen hat?

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Ja – auf jeden Fall. Ich kenne mich und meine Reisewünsche ausgesprochen gut und kann mir kaum noch etwas vormachen. Überraschungen beim Reisen mag ich mittlerweile immer weniger. Ich sehe zwar gern neue Städte aber sie müssen meine Highlights – alte Steine, Meer und einen Sonnenuntergang über dem Meer beinhalten. Die Menschen sollten friedlich miteinander umgehen und ich benötige eine gewisse Infrastruktur.MU8A7149

Ja – ich suche Reiseplätze auf der Westseite aus 🙂 Ja – ich mag keine Strände im Osten… Ob das wohl daran liegt, dass ich den Sonnenaufgang sonst immer verschlafe?

Jede hat so ihre Vorlieben… Da diese Grundpunkte klar sind, folgen nun einige optische Inspirationen. Freunde von mir waren grad in Montenegro, in Sizilien und auf Mauritius. Andere Bekannte reisten wiederum in Bali herum. Die Bilder auf Facebook sehen ja immer wahnsinnig toll aus. Daher schaue ich mir auch Fotos im Internet an und lese ein paar Reisekritiken. Das geht ganz gut über ganz normale Reiseseiten. Da schreiben viele Menschen über die Sauberkeit, die Lautstärke und das Essen und ich kann mir einfach mehr vorstellen.

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Meine Reisen buche ich ausschließlich über booking.de. Da ist es super easy meine Vorlieben wie Strand im Westen mit Sand und ohne Frühstück auszusuchen. Das Hotel kann ich oft für mehrere Wochen reservieren. So bleibt Zeit zum reinspüren und einen Flug suchen.

Den Flug finde ich am liebsten via Skyscanner.de. Das klappt nie aufs erste Mal und die Preise sinken häufig, wenn man täglich die gleichen Flüge nachschaut. Gute Flugtage sind momentan Dienstag und Mittwoch. Der beste Zeitpunkt zur Buchung ist ca. 13 Wochen vorher. Da sind noch viele Flüge frei und die Preise noch einmal niedriger.

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Ich mag persönlich arabische Airlines. Es ist genug Gepäck frei, viel Beinfreiheit, das Essen ist sicher ohne Schweinefleisch und das vegetarische Essen oft richtig gut. Viele Flieger haben schon W Lan oder zumindest ein außergewöhnlich gutes Filmprogramm. Das brauche ich zwar nicht aber so sitzen meine Mitreisenden tiefenentspannt auf ihrem Platz und ich kann friedlich schlafen.

Da ich meist in östliche Richtungen fliege, bieten sich da vielfältige Möglichkeiten an.

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Nach einer Woche spüren und suchen, lesen und Flüge anbieten lassen habe ich mich für Mauritius entschieden. Das Land der Hochzeitsreisen und Sonnenanbeter, der Traumstrände und der teuerste möglichen Hotels.

Es war mir eine besondere Herausforderung, dies mit dem Rucksack und hoffentlich nem Scooter zu bereisen.

Bisher gestalten sich die Preise ausgesprochen Backpack tauglich. (Flug 625 Euro und Hotel 586 Euro für 16 Nächte in den Sommerferien)

Da die meisten Strände und Hotels auf Mauritius auch Tagesgästen offen stehen, wird dies wohl ein mega Urlaub.

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Segelerinnenleben mit Zwischenlandung in Marokko

Ich liebe segeln und ich liebe diese Aussicht. Am liebsten natürlich bei so wundervollem Wetter wie hier im Hafen von Marokko – in Smyr.

Der Abend davor sah ein wenig weniger rosig aus. Wellen von vorn und der Wind auch, Regen von oben und die Gischt von allen Seiten. Wir konnten nur noch mit dem Motor vorankommen. Wie schade…MU8A8101Dafür wachten wir am nächsten morgen, bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel auf und freuten uns auf den Ausflug nach Tetuan. Tetuan ist die Stadt in der der marokkanische König lebt.

MU8A8110So staunten wir über die marokkanischen Fliesen und wanderten durch verwinkelte Gassen.

MU8A8141Die weißgetünchten Wände wirkten zauberhaft blau in dem Licht.

Nach vielen Märkten und Ständen und noch mehr Verkaufsangeboten kamen wir in die Gerberei. Ich befürchtete den schlimmsten Geruch den ich je erlebt habe. Sie arbeitete jedoch eher ein wenig sparsam.

MU8A8121Die meisten Becken waren leer – puh, Glück gehabt sozusagen.

MU8A8125Trotzdem führten die früheren Farben zu bezaubernden Bildern. So ganz nasenfreundlich.

MU8A8130Hier ist einer der Gerber bei der Arbeit. Die Plastiktüten helfen, dass die Sonne die Felle nicht ausbleicht.MU8A8149In manchen Schalen konnte ich nicht so genau unterscheiden wo Fell und wo Müll darin ist. Unser Führer fand es jedoch sehr normal, dass Plastik auf die Art und Weise weiter genutzt wird.

MU8A8137Irgendwie überkam mich das Gefühl doch lieber wieder segeln zu wollen…

MU8A8102So freuten wir uns sehr auf unser Boot und beendeten den Tag mit einer leckeren Tajine am Hafen 🙂

 

 

Segelreise so intensiv wie schön

Jetzt hab ich mich also noch mal getraut – segeln im November. Kalt, windig, regnerisch und wunderschön.

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Wie heißt es so schön – Kleider machen Leute – in dem Fall Seglerinnen. Ohne das eine oder andere Funktionsteilchen wäre ich sicher in der Unterhose ertrunken. Dazu aber später mehr.

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Unser zu hause für die lange Woche war die Saphronya – eine schöne alte Stahlyacht die mal so knappe 16 Tonnen auf die Waage bringen würde. Sie wird noch richtig old school gesegelt. Die Schoten – dick und nass in der Hand vor lauter Regen – konnten wir kaum um die Winsch legen aber mit ein wenig Hebelwirkung und Erklärung vom Kapitän ging es von Tag zu Tag besser.

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Die Reise startete in Marbella. Die Stadt gefiel mir für die Winterzeit richtig gut. Wir konnten noch draußen essen, Strilizien bewundern und in der Altstadt flanieren und dann ging es nach einem Rieseneinkauf los.

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Was auf keiner Esseneinkaufsliste fehlen sollte ist das Salz. Leider bemerkten wir dies erst am Abend und mussten beim einzigen Segelnachbar der Marina La Linea ein wenig schnorren. Sonst verbrauchten wir am liebsten Schokoladenkekse, Kakao, Käse, Brot und Nudeln sowie Unmengen Obst. Das Seglerleben ist durch die ständige Bewegung und die Kälte im November ein wenig kalorienaufwendiger als wir dachten. Die Jungs spachtelten abends ihre 1 – 1,5 kg weg. Das muss man erst mal mitnehmen. So kauften wir bei jedem Landgang frisches Gemüse, Hühnchen oder auch mal Hackfleisch dazu.

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Mein Freund für die nächste Segelreise wird übrigens die Musto offshore Hose. Während wir in Regenbekleidung die bei Motoradtouren oder zum Radeln absolut trocken bleibt triefnass wurden, stand der Kapitän warm, trocken und entspannt im Sturm. Wir föhnten abends die Hosen in der Dusche und er saß schon gemütlich auf der Eckbank. Wir fröstelten in den feuchten Kabinen da immer irgendwas trocknen musste und er schüttelte Hose und Jacke mal kurz aus und streifte sie ab und machte es sich gemütlich.

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Gute Dienste leistete mir meine Bergans Skijacke. Sie blieb warm, nicht ganz so dicht wie die Musto Bekleidung aber sie war binnen 2 Stunden sicher trocken. So kam ich auch durch häufige Regenschauer ziemlich entspannt. Es musste nur mal kurz windig und trocken sein und ich war wieder happy und warm. Die Taschen der Jacke sind sogar so wasserdicht, dass mein Handy mit an Bord war. Es blieb in triefendstem Regen trocken und so konnte ich ein paar nette Fotos machen.

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Ein absolutes Muss auf der Segeleinkaufsliste sind Wollsocken. Sie werden zwar nass aber bleiben warm und das ist auf dem Boot so ein Glücksgriff – das glaubt man kaum. Nasse Füße hatten wir eigentlich immer außer wir lagen in der Koje. Da hab ich doch lieber warme nasse Füsse und bleib gesund und fit.

So jetzt geh ich mich mal wieder aufwärmen – die nächsten Tage mehr 🙂

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Hilfe bei einer Entscheidung bitte :-)

Ich brauche in den nächsten Tagen alle Tricks und Tipps und Ratschläge zu einer Entscheidung. Sie ist irrational und völlig unsinnig und wenn ich nur den Kopf gebrauche, sagt der so was von nein aber da gibt es noch den Bauch.

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In meinem halben Leben wollte ich nie wirklich Wurzeln und immer nur reisen und unterwegs sein. Jetzt habe ich einen uralten Platz gefunden, an dem ich gern meinen Feriensitz basteln würde. Wie man sich jedoch vorstellen kann, ist es ein Platz wie kein anderer auf der Welt.

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Ich hab mein Herz an eine Berghütte in der Nähe des Lago Maggiore verloren und denke Tag und Nacht darüber nach, ob ich sie kaufe und renoviere. Hm – wie soll man sich entscheiden, wenn das Haus 30 min Bergfußweg entfernt von jeglicher Zivilisation liegt. Ich müsste jeden Tag einen ziemlich steilen Weg, über eine Hängebrücke und durch Wälder zurücklegen, um zu diesem Kleinod zu kommen.

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Der Weg geht über Stock und Stein und ist relativ umständlich und ein kleines Abenteuer für sich. Alle Lebensmittel, die Wäsche und auch die Baustoffe müssten auf diesem Fußweg oder aber mit einem Helikopter ans Haus geflogen werden. Laut Aussagen des Maklers wäre dies dort völlig normal aber was sagen schon Makler 😉

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Andererseits führt diese Angelegenheit zu dutzenden Vorteilen. Die Natur beginnt direkt vor der Tür. Die essbaren Pilze stehen sozusagen im Garten und das Quellwasser fließt 50 m am Haus vorbei. Die Esskastanien bilden den Schatten und auch Haselnüsse und Buchen wachsen auf dem kleinen Grundstück.

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Geheizt wird die Berghütte mit dem Holz was von den Bäumen hinunterfällt und auch der Ofen, mit dem gekocht werden kann, wird mit Holz beheizt.

Das Häuschen hat ein relativ neues Dach, einen richtigen Kamin, fließend Wasser (aus einer Wasserleitung) und Strom und sogar eine Dusche und ein Bidet. Vom Rohzustand her ist es sicher gut herzurichten. Mich sorgen nur die 200 bis 300 Fußwege für das Baumaterial. Das stelle ich mir auf die Dauer genau so ungemütlich vor wie einen Einkauf für 3 Personen den Berg hinaufzutragen.

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Andererseits ist die Luft und die Ruhe, die Natur und das unglaubliche Grün einfach kaum in Worte zu fassen. Die Idee morgens aufzuwachen und nichts zu hören außer dem Wind und den Vögeln finde ich eine unglaubliche Idee.

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Und dann noch der Lago – nach einer halben Stunde Fußweg und 13 km mit dem Auto wäre ich so oft ich mag an diesem wundervollen See und könnte baden, segeln, staunen, schauen, rumtoben und die italienische Kleinstadt Cannobio genießen.

 

 

Meine Welt ist bunt

Ich schreibe seit einigen Jahren über meine Reisen und alle Dinge die ich so tue. Heute ist für mich mal Zeit für ein Statement.

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Mein Leben ist bunt und das ist wunderbar. Ich habe tolle Freunde in vielen Ländern dieser Welt und viele wundervolle Freunde die nicht in Deutschland geboren sind. Dafür bin ich jeden einzelnen Tag mit ganzem Herzen dankbar.

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Je mehr ich reise und Menschen in den unterschiedlichsten Ländern kennenlerne, um so offener ist mein Kopf. Es gibt überall komische, unterschiedliche, liebe und herzige Menschen. Das mag und möchte ich niemals über einen Kamm scheren.

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Für mich ist eine offene Welt die beste Grundlage für ein offenes Leben. Menschlichkeit ist für mich so wichtig wie lachen und glücklich sein.

In diesem Sinne – keine Macht den Nazis…

 

Lucca gemütlich entdecken

Lucca ist für mich ein Toskana Traum. Jeden Tag durch die Gassen wandeln, Eis essen, verschiedene Gärten anschauen und Häuser bewundern.

So könnte ich Jahre meiner Zeit vertrödeln und 1000 Inspirationen mit nach hause nehmen. Es ist so wunderschön.MU8A7654Ein üblicher Abend in Lucca ist warm aber nicht heiß und ein angenehmes Lüftchen zieht durch die Straßen und Plätze. Relativ schnell am Nachmittag ist die Stadt schattig und die Menschen sind auf der Straße, sitzen auf den Plätzen oder bummeln durch die Gegend.

MU8A7646Verschiedenste Hinterhöfe weckten immer wieder meine Neugier und so bummelte ich an vielen Nachmittagen durch die Gegend. Nein, dies ist kein Museum sondern ein ganz normaler Innenhof eines Mehrfamilienhauses… Einfach nur wundervoll.

MU8A7642Diese etwas altertümlich anmutende Lampe musste ich unbedingt fotografieren. Sie stand starr vor Rost und Spinnweben und hat trotzdem diesen Charme. Wundervoll…

MU8A7638Auch einer der tollen Hinterhöfe. Sie laden zum Verweilen ein. Das hab ich mich allerdings nicht getraut. Wer möchte schon eine Touristin auf seiner netten Terrasse sitzen sehen. Ich könnte es nicht leiden. Also war ich nur mit gutem Objektiv in der Nähe ohne zu stören und nehme den Platz für meine Träume mit.

MU8A7630Ein paar Inspirationen für Haus und Garten sprangen auch raus. So mag ich ganz sicher das eine oder andere Zimmer meiner Wohnung terra streichen. Sicher sieht das mit Kalkfarbe toll aus.

MU8A7634Da muss es nicht mal perfekt sein und wirkt trotzdem heimelig.

MU8A7650Auch wundervoll anzusehen fand ich die vielen Türen und Tore in Lucca. Wenn man mal 20 m die Einkaufsstraße verlässt, eröffnet sich die alte Welt. Ich hatte das Gefühl, man kann die alten Römer noch spüren und sich vorstellen wie früher die Wagen über die Straßen gepoltert sind, die Bürger auf die Gehwege sprangen und die Dienstboten an solche Türen böllerten und dann von anderen Dienstboten geöffnet wurde damit die Herrschaften sich besuchen können.

MU8A7658Dies ist allerdings ein besonderer Garten – er gehört zum Palazzo Pfanner und wurde an diesem Tage für eine Hochzeit geschmückt. Normalerweise kann man den Garten und auch das Palazzo besichtigen. Heute konnte ich nur über die Mauer spicken.

MU8A7662Die anderen Häuser der Umgebung sind nicht ganz so feierlich aber trotzdem schön. Mich beeindrucken die pastelligen Farben und die wackeligen Konturen. Nichts ist perfekt und zusammen sieht es einfach nur schön aus.

Wie wünschte ich mir für diesen Sommer die tollen Fensterläden. Sie würden ein wenig Schatten und Luft nach Tölz bringen. Hier wurde nicht so wirklich für Sommer gebaut 😉MU8A7666Auch sehr beeindruckend, ein Geschlechterturm… In diesem lebte eine Familie – Geschlecht im Sinne Adelsgeschlecht – und brachte ihre Habseligkeiten, Waffen, Geld und alles was ihnen lieb und teuer war einfach hoch oben unter. So war es einfach zu verteidigen und gut beschützt. Wenn man schon keine Burg mehr haben konnte und in der Stadt lebte, schützte man sich eben so. Klingt sinnvoll – vor allem wirkt auch diese Bauweise gut gekühlt. Allerdings muss man Treppen mögen. Ich glaube nicht, dass man hochgezogen wurde.

 

MU8A7674Den Abschluss des Tages und leider auch meiner Reise bildete das Kloster in Lucca. Es kühlt einfach so wunderschön in den alten Gemäuern und mit dem vielen Grün. Das tat den Augen und auch dem Gefühl gut.

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Florenz für Genießer

Florenz – was für eine Wahnsinnsstadt. Ich dachte in den ersten 15 min. nur daran abzutauchen oder den ersten Zug nach Lucca zu nehmen aber dann…

Auf dem Weg vom Bahnhof in die Innenstadt war es ein wenig abenteuerlich. Kofferrollen, Kinderwägen, Reisegruppen, Sonnenschirme, fotografierende Menschen und das alles im Tausenderpack. Es war ein bißchen wie Supermario spielen in der echten Welt. Nur hatte ich nur ein Leben dabei und wollte nicht vom Koffer überrollt enden.

Nach einigem Suchen – man kann auf Google Maps die Innenstadt auswählen und dann einfach 10 m in die Nebenstraße laufen 🙂 fand ich die tollsten Plätze.MU8A7534ein alter Turm mit der steinernen Wand zog mich magisch an.

MU8A7530Die Flagge an dem uralten Gemäuer glänzte in der Sonne und ein Reiseführer erklärte die Wichtigkeit desPlatzes.

MU8A7538Mir gefiel der Turm. Er hatte so eine eigenwillige Rapunzelschönheit und vor dem stahlblauen Himmel wirkte er noch verwunschener. Er gehört, wie auch Mauer und Flagge, zum Dantemuseum.

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Dieses kleine Bildnis fand ich in der Nähe an einer Wand.

MU8A7546Ja, auch dies ist Florenz. Abseits von den Touripfaden fand ich dieses leckere Kleinod. Das Restaurant serviert toskanische Küche, bestes Olivenöl und leckere Weine. Die Toilette ist übrigens sehr zu empfehlen – gibt es eigentlich einen Toilettenreiseführer? Ich bräuchte ihn manchmal.

MU8A7554Im Restaurant oder auch davor findet sich für jeden Geschmack und auch jede Größe der passende Platz. Es ist einfach nur Idylle pur.

MU8A7558Selbst die puristische Tischdeko sah in der Umgebung stilvoll aus. Ich ließ mich eine Weile nieder und genoss einen gigantischen Salat mit Orangenstreifen und Olivenöl. Die Kombination des tollen leicht bitteren Olivenöls mit der süßsauren Orange war eine milde sich ausbreitende Geschmachswelle im Mund.

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Genau so habe ich mir die Toskana vorgestellt. Das warme und weiche Licht, die Zypressen, Häuser in erdigen Farben – ein traumhafter Blick.

MU8A7566Das rote Haus in der Nische zwischen den riesigen Häusern wirkt einfach nur süß! Bitte nicht einpacken. Ich nehme es auch so mit…

MU8A7574Häuserstraße von der Seite von der alle Touristen fotografieren? Danach von der Seite mit Sonne drauf. Da stand ich allein und war verwirrt 🙂

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Also ich finde es im Sonnenlicht ja viel schöner aber das ist vielleicht nur meine komische Vorstellung? Was meint Ihr? Hat sich der Umweg in die verlassenen Straße von 15 m gelohnt. Hier war ich plötzlich völlig allein.

MU8A7590Ich mag Putten und Engel. Als Relief, wie hier an der Kirche, könnte ich stundenlang draufschauen und mich lächelnd entspannen. Ist es das Kindchenschema oder einfach nur das Lächeln? Mich macht es ein wenig glücklicher.

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Hier ein etwas ernsteres Engele vor der selben Kirche.

MU8A7606Justitia steht schief oder meine Sicht auf sie ist in der Schwebe? Ich glaube ich war ein wenig wackelig unterwegs. Trotz allem hat das Bild einen gewissen Charme. Ich mag sie nicht grade rücken.

MU8A7610Just wow – ich liebe ja Löwenköpfe auf Möbeln oder als Stuck aber dieser Türknauf ist gigantisch. Ich musste ihn als Foto mitnehmen.

MU8A7614Blue Sky wo immer ich hinsah in Florenz. Die Stadt hat wirklich ein wundervolles Licht.

MU8A7618Noch ein Putte zum Lächeln und Entspannen für Euch…

und für die weniger romantisch veranlagten – habt Ihr gewusst, dass das Schweigen der Lämmer zum Teil in Florenz spielt?

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Focaccia vegan und italienisch

Ich habe ein neues Lieblingsgericht was ich Euch nicht vorenthalten mag.

Focaccia ist das italienisch leichte Pizzabrot welches ein wenig ölig und mit einigen Kräutern gewürzt in jeder italienischen Bäckerei zu erstehen ist. Falls ihr kein Foccacia bekommt, ist hier ein Rezept.

  • einige Zweige Rosmarin – der Geschmack ist intensiv – mehr als 8 sollten es nicht sein
  • 1/2 Würfel Hefe 
  • 225Mehl 
  • ein halber Teelöffel Meersalz
  • 7–8 EL gutes Olivenöl  
  • Backpapier 
  • 150 ml Wasser

Das Wasser erwärmen und die Hefe wie auch die Hälfte des Rosmarin und das Salz hineinbröseln. Das Mehl unterkneten und die Mischung 30 min gehen lassen.

Falls der Teig zu klebrig ist, Mehl hinzufügen und zu 20 x 3 cm Stücken ausrollen. Mit dem Finger werden die typischen Focacciadellen eingedrückt. Nun noch einmal 10 min gehen lassen, dann mit Öl, Rosmarin und Salz verzieren und im Ofen bei 175 Grad Umluft 10 bis 15 min backen.

Wenn das Focaccia aus dem Ofen kommt, wird es noch einmal mit Öl beträufelt.

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Ihr zerteilt das Brot in den Gästen entsprechende Portionen und schneidet es auf.

Nun wird es mit Zucchini, Aubergine und Ruccola gefüllt.

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Die Zucchini und die Aubergine habt ihr zuvor gegrillt und in Öl und Knoblauch eingelegt oder die eingelegten Gemüsescheiben in einem türkischen oder griechischen bzw. italienischem Geschäft gekauft oder über den Link online erstanden.

Einfach füllen, das Brot wieder zusammenklappen und kurz überbacken damit es warm auf den Tisch kommt. So lecker 🙂

 

Entspannen in schönster Umgebung – Lucca in der Toskana

Für meinen ersten Besuch habe ich mich in Lucca eingemietet. Ich wollte nah an Florenz und auch Pisa wohnen. Von Lucca aus, ist man in 1 h 20 im Zentrum von Florenz. Eine Zugverbindung ist die geeignete und entspannte Art zu reisen. Keine Parkplatzsuche war nötig und während der Fahrt konnte ich gemütlich lesen und den an mir vorbeiziehenden Dörfern zuschauen.

In Lucca verbrachte ich die Nachmittage und Abende und genoss die typisch italienische Atmosphäre. Ich mag die alten Villen und stöbere gern durch die auch an Sommerabenden kühlen Straßen.

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Die Farben der Häuser beruhigen meine Gedanken und bei den unterschiedlichen Terrassen und Fenstern überlege ich mir still wie die Menschen dort wohl wohnen, lachen und lieben.

MU8A7490Manches wünsche ich mir auch für daheim. So mag ich die Buchsbaumtöpfe auf den Terrassen und die langen wallenden Vorhänge gegen die Sonne.

MU8A7494Wunderschön sind auch die Loungesofas und Liegestühle.

So kann in jedem Garten Toskana Feeling entstehen. Die passenden Farben für die Wände finde ich übrigens im Kalkladen. Die Farbpigmente sind natürlich und wirken, wenn sie auf die Wand gewischt werden, sehr italienisch. Es sieht aus als wären sie von der Sonne verblichen, vom Regen von der Wand gewaschen oder aber strahlend in der Farbe.

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Im Hintergrund auf dem Bild sieht man ein Mittelalterhochhaus oder Geschlechterturm genannt. So bauten die reichsten Geschäftsmänner ihre Wohnhäuser, lagerten die teuersten Güter möglichst weit oben und bauten sich eine kleine Trutzburg gegen Angriffe. Gut, dass wir uns heute viel einfacher sichern können.

MU8A7506Ich mag die Farben und das Licht in der Toskana. So ein warmes und angenehmes gelb, dass es der Seele gut tut.

MU8A7510Die Kirche an meinem Lieblingsplatz. Dort sind zahlreiche Cafés und kleine Restaurants die schnelle Essen und den genialsten Cappuccino anbieten. Für daheim reicht mir meine kleine Kaffeemaschine und mein Milchschäumer aber dort wollte ich auch unbedingt die Stimmung draußen genießen.

MU8A7526Die Abende ließ ich häufig vor dieser kleinen Kirche ausklingen. Mir gefielen die Feuerkörbe an der Wand. Die hätte ich auch gern… Abend verwandelten sie den Platz in ein mittelalterlich anmutendes Quartier.

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Pisa oder wie man dem Turm entflieht

Einmal im Leben wollte ich den alten schiefen Turm sehen. Wieso ich mir dazu seine 900 Jahr Feier ausgesucht habe weiß ich nicht. Das war wohl ein Versehen.

Zum Glück habe ich als Schlafplatz Lucca gewählt. Alle Stunde fährt von dort nach Pisa ein Bus oder auch ein Zug und man kommt völlig entspannt an. Am liebsten war mir die Ankunft mit dem Bus. So konnte ich den Turm relaxt von hinten anlaufen und sah ihn bevor mir die 100.000 Touristen begegneten. Ich kam durch den nördlichen Eingang der Stadtmauer, an einem netten Cafestand vorbei direkt auf den Turm zu. Das Straßencafé wirkte wie ein Stand am Oktoberfest und verkaufte im Akkord Cappuccino und Espresso. Dort saß ich auf nem Plastikstühlchen und bewunderte das schiefe Kunstwerk.

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Er ist toll renoviert und sein gediegenes Alter sieht man ihm nicht an. Der ganze Turm und der Boden unter ihm ist aus Carrara Marmor und erscheint wunderbar weiß. Für mich war der Turm ziemlich zwergig. Nur 55 m hoch steht er dort mit einem Neigungswinkel von angeblich 4 Grad. Dafür ist er allerdings ziemlich schief.

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Die 294 Stufen kann man hochlaufen, wenn man dies denn mag. Die meisten Touristen erfreuen sich allerdings über Fotos und Selfies. Man lehnt sich auf dem Bild gegen den Turm, hält ihn fest, schiebt ihn um oder wieder gerade, stupst mit dem Finger darauf oder setzt sich anderweitig mit aufs Bild.

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Der Trubel drum rum war mir schnell zu viel und so verschwand ich weiter ins innere der Stadt. Pisa hat viel mehr zu bieten als diesen einen Turm und die Restaurants auf der Altstadtseite.

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Schnell gelangte ich durch die Altstadt auf die Piazza de Cavallieri – ein großer fast menschenleerer Platz mit wundervollen alten Gebäuden. Ein Hausdurchgang ist bemalt und die Farben sind kaum noch zu erkennen.

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An diesem Platz liegt die Bibliothek und verschiedene Kutschen fahren zwischen dem Bahnhof und dem Turm hin und her.

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Es ist als würde die Zeit zurückgedreht sein und alles ein wenig langsamer passieren als sonst.

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Von hier aus macht es Vergnügen in die eine oder andere kleine Altstadtstraße zu laufen bis man den Arno erreicht. Die vielfältigsten kleinen Restaurants bieten einfache italienische Küche an. Es sieht lecker aus und schmeckt phantastisch.

Überall in der Stadt begegnet man den Zeichen der alten kirchlichen Orden, uralten wundervoll renovierten Häusern und den damit verbundenen Geschichten. MU8A7442

Auf der unbedingt to do Liste steht für mich auf jeden Fall das blaue Haus. Es liegt direkt am Arno und sticht in der Farbe völlig aus den Toskanahäusern heraus. Mit wechselnden Ausstellungen lockt es die Touristen.

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Wobei mich auch die kleine Kirche am Arno sehr fasziniert hat.

MU8A7470Abseits der wichtigsten Touristenwege eröffnete sich mir eine wundervolle Stadt voller herzlicher Menschen.

Viel Spaß beim Reisen – versucht es ruhig.

Der Flughafen in Pisa ist übrigens 15 min von der Innenstadt entfernt. Man kann sogar laufen. Das hat mich fast am meisten beeindruckt.