Hilfe bei einer Entscheidung bitte :-)

Ich brauche in den nächsten Tagen alle Tricks und Tipps und Ratschläge zu einer Entscheidung. Sie ist irrational und völlig unsinnig und wenn ich nur den Kopf gebrauche, sagt der so was von nein aber da gibt es noch den Bauch.

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In meinem halben Leben wollte ich nie wirklich Wurzeln und immer nur reisen und unterwegs sein. Jetzt habe ich einen uralten Platz gefunden, an dem ich gern meinen Feriensitz basteln würde. Wie man sich jedoch vorstellen kann, ist es ein Platz wie kein anderer auf der Welt.

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Ich hab mein Herz an eine Berghütte in der Nähe des Lago Maggiore verloren und denke Tag und Nacht darüber nach, ob ich sie kaufe und renoviere. Hm – wie soll man sich entscheiden, wenn das Haus 30 min Bergfußweg entfernt von jeglicher Zivilisation liegt. Ich müsste jeden Tag einen ziemlich steilen Weg, über eine Hängebrücke und durch Wälder zurücklegen, um zu diesem Kleinod zu kommen.

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Der Weg geht über Stock und Stein und ist relativ umständlich und ein kleines Abenteuer für sich. Alle Lebensmittel, die Wäsche und auch die Baustoffe müssten auf diesem Fußweg oder aber mit einem Helikopter ans Haus geflogen werden. Laut Aussagen des Maklers wäre dies dort völlig normal aber was sagen schon Makler 😉

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Andererseits führt diese Angelegenheit zu dutzenden Vorteilen. Die Natur beginnt direkt vor der Tür. Die essbaren Pilze stehen sozusagen im Garten und das Quellwasser fließt 50 m am Haus vorbei. Die Esskastanien bilden den Schatten und auch Haselnüsse und Buchen wachsen auf dem kleinen Grundstück.

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Geheizt wird die Berghütte mit dem Holz was von den Bäumen hinunterfällt und auch der Ofen, mit dem gekocht werden kann, wird mit Holz beheizt.

Das Häuschen hat ein relativ neues Dach, einen richtigen Kamin, fließend Wasser (aus einer Wasserleitung) und Strom und sogar eine Dusche und ein Bidet. Vom Rohzustand her ist es sicher gut herzurichten. Mich sorgen nur die 200 bis 300 Fußwege für das Baumaterial. Das stelle ich mir auf die Dauer genau so ungemütlich vor wie einen Einkauf für 3 Personen den Berg hinaufzutragen.

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Andererseits ist die Luft und die Ruhe, die Natur und das unglaubliche Grün einfach kaum in Worte zu fassen. Die Idee morgens aufzuwachen und nichts zu hören außer dem Wind und den Vögeln finde ich eine unglaubliche Idee.

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Und dann noch der Lago – nach einer halben Stunde Fußweg und 13 km mit dem Auto wäre ich so oft ich mag an diesem wundervollen See und könnte baden, segeln, staunen, schauen, rumtoben und die italienische Kleinstadt Cannobio genießen.

 

 

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Lucca gemütlich entdecken

Lucca ist für mich ein Toskana Traum. Jeden Tag durch die Gassen wandeln, Eis essen, verschiedene Gärten anschauen und Häuser bewundern.

So könnte ich Jahre meiner Zeit vertrödeln und 1000 Inspirationen mit nach hause nehmen. Es ist so wunderschön.MU8A7654Ein üblicher Abend in Lucca ist warm aber nicht heiß und ein angenehmes Lüftchen zieht durch die Straßen und Plätze. Relativ schnell am Nachmittag ist die Stadt schattig und die Menschen sind auf der Straße, sitzen auf den Plätzen oder bummeln durch die Gegend.

MU8A7646Verschiedenste Hinterhöfe weckten immer wieder meine Neugier und so bummelte ich an vielen Nachmittagen durch die Gegend. Nein, dies ist kein Museum sondern ein ganz normaler Innenhof eines Mehrfamilienhauses… Einfach nur wundervoll.

MU8A7642Diese etwas altertümlich anmutende Lampe musste ich unbedingt fotografieren. Sie stand starr vor Rost und Spinnweben und hat trotzdem diesen Charme. Wundervoll…

MU8A7638Auch einer der tollen Hinterhöfe. Sie laden zum Verweilen ein. Das hab ich mich allerdings nicht getraut. Wer möchte schon eine Touristin auf seiner netten Terrasse sitzen sehen. Ich könnte es nicht leiden. Also war ich nur mit gutem Objektiv in der Nähe ohne zu stören und nehme den Platz für meine Träume mit.

MU8A7630Ein paar Inspirationen für Haus und Garten sprangen auch raus. So mag ich ganz sicher das eine oder andere Zimmer meiner Wohnung terra streichen. Sicher sieht das mit Kalkfarbe toll aus.

MU8A7634Da muss es nicht mal perfekt sein und wirkt trotzdem heimelig.

MU8A7650Auch wundervoll anzusehen fand ich die vielen Türen und Tore in Lucca. Wenn man mal 20 m die Einkaufsstraße verlässt, eröffnet sich die alte Welt. Ich hatte das Gefühl, man kann die alten Römer noch spüren und sich vorstellen wie früher die Wagen über die Straßen gepoltert sind, die Bürger auf die Gehwege sprangen und die Dienstboten an solche Türen böllerten und dann von anderen Dienstboten geöffnet wurde damit die Herrschaften sich besuchen können.

MU8A7658Dies ist allerdings ein besonderer Garten – er gehört zum Palazzo Pfanner und wurde an diesem Tage für eine Hochzeit geschmückt. Normalerweise kann man den Garten und auch das Palazzo besichtigen. Heute konnte ich nur über die Mauer spicken.

MU8A7662Die anderen Häuser der Umgebung sind nicht ganz so feierlich aber trotzdem schön. Mich beeindrucken die pastelligen Farben und die wackeligen Konturen. Nichts ist perfekt und zusammen sieht es einfach nur schön aus.

Wie wünschte ich mir für diesen Sommer die tollen Fensterläden. Sie würden ein wenig Schatten und Luft nach Tölz bringen. Hier wurde nicht so wirklich für Sommer gebaut 😉MU8A7666Auch sehr beeindruckend, ein Geschlechterturm… In diesem lebte eine Familie – Geschlecht im Sinne Adelsgeschlecht – und brachte ihre Habseligkeiten, Waffen, Geld und alles was ihnen lieb und teuer war einfach hoch oben unter. So war es einfach zu verteidigen und gut beschützt. Wenn man schon keine Burg mehr haben konnte und in der Stadt lebte, schützte man sich eben so. Klingt sinnvoll – vor allem wirkt auch diese Bauweise gut gekühlt. Allerdings muss man Treppen mögen. Ich glaube nicht, dass man hochgezogen wurde.

 

MU8A7674Den Abschluss des Tages und leider auch meiner Reise bildete das Kloster in Lucca. Es kühlt einfach so wunderschön in den alten Gemäuern und mit dem vielen Grün. Das tat den Augen und auch dem Gefühl gut.

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Florenz für Genießer

Florenz – was für eine Wahnsinnsstadt. Ich dachte in den ersten 15 min. nur daran abzutauchen oder den ersten Zug nach Lucca zu nehmen aber dann…

Auf dem Weg vom Bahnhof in die Innenstadt war es ein wenig abenteuerlich. Kofferrollen, Kinderwägen, Reisegruppen, Sonnenschirme, fotografierende Menschen und das alles im Tausenderpack. Es war ein bißchen wie Supermario spielen in der echten Welt. Nur hatte ich nur ein Leben dabei und wollte nicht vom Koffer überrollt enden.

Nach einigem Suchen – man kann auf Google Maps die Innenstadt auswählen und dann einfach 10 m in die Nebenstraße laufen 🙂 fand ich die tollsten Plätze.MU8A7534ein alter Turm mit der steinernen Wand zog mich magisch an.

MU8A7530Die Flagge an dem uralten Gemäuer glänzte in der Sonne und ein Reiseführer erklärte die Wichtigkeit desPlatzes.

MU8A7538Mir gefiel der Turm. Er hatte so eine eigenwillige Rapunzelschönheit und vor dem stahlblauen Himmel wirkte er noch verwunschener. Er gehört, wie auch Mauer und Flagge, zum Dantemuseum.

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Dieses kleine Bildnis fand ich in der Nähe an einer Wand.

MU8A7546Ja, auch dies ist Florenz. Abseits von den Touripfaden fand ich dieses leckere Kleinod. Das Restaurant serviert toskanische Küche, bestes Olivenöl und leckere Weine. Die Toilette ist übrigens sehr zu empfehlen – gibt es eigentlich einen Toilettenreiseführer? Ich bräuchte ihn manchmal.

MU8A7554Im Restaurant oder auch davor findet sich für jeden Geschmack und auch jede Größe der passende Platz. Es ist einfach nur Idylle pur.

MU8A7558Selbst die puristische Tischdeko sah in der Umgebung stilvoll aus. Ich ließ mich eine Weile nieder und genoss einen gigantischen Salat mit Orangenstreifen und Olivenöl. Die Kombination des tollen leicht bitteren Olivenöls mit der süßsauren Orange war eine milde sich ausbreitende Geschmachswelle im Mund.

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Genau so habe ich mir die Toskana vorgestellt. Das warme und weiche Licht, die Zypressen, Häuser in erdigen Farben – ein traumhafter Blick.

MU8A7566Das rote Haus in der Nische zwischen den riesigen Häusern wirkt einfach nur süß! Bitte nicht einpacken. Ich nehme es auch so mit…

MU8A7574Häuserstraße von der Seite von der alle Touristen fotografieren? Danach von der Seite mit Sonne drauf. Da stand ich allein und war verwirrt 🙂

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Also ich finde es im Sonnenlicht ja viel schöner aber das ist vielleicht nur meine komische Vorstellung? Was meint Ihr? Hat sich der Umweg in die verlassenen Straße von 15 m gelohnt. Hier war ich plötzlich völlig allein.

MU8A7590Ich mag Putten und Engel. Als Relief, wie hier an der Kirche, könnte ich stundenlang draufschauen und mich lächelnd entspannen. Ist es das Kindchenschema oder einfach nur das Lächeln? Mich macht es ein wenig glücklicher.

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Hier ein etwas ernsteres Engele vor der selben Kirche.

MU8A7606Justitia steht schief oder meine Sicht auf sie ist in der Schwebe? Ich glaube ich war ein wenig wackelig unterwegs. Trotz allem hat das Bild einen gewissen Charme. Ich mag sie nicht grade rücken.

MU8A7610Just wow – ich liebe ja Löwenköpfe auf Möbeln oder als Stuck aber dieser Türknauf ist gigantisch. Ich musste ihn als Foto mitnehmen.

MU8A7614Blue Sky wo immer ich hinsah in Florenz. Die Stadt hat wirklich ein wundervolles Licht.

MU8A7618Noch ein Putte zum Lächeln und Entspannen für Euch…

und für die weniger romantisch veranlagten – habt Ihr gewusst, dass das Schweigen der Lämmer zum Teil in Florenz spielt?

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Focaccia vegan und italienisch

Ich habe ein neues Lieblingsgericht was ich Euch nicht vorenthalten mag.

Focaccia ist das italienisch leichte Pizzabrot welches ein wenig ölig und mit einigen Kräutern gewürzt in jeder italienischen Bäckerei zu erstehen ist. Falls ihr kein Foccacia bekommt, ist hier ein Rezept.

  • einige Zweige Rosmarin – der Geschmack ist intensiv – mehr als 8 sollten es nicht sein
  • 1/2 Würfel Hefe 
  • 225Mehl 
  • ein halber Teelöffel Meersalz
  • 7–8 EL gutes Olivenöl  
  • Backpapier 
  • 150 ml Wasser

Das Wasser erwärmen und die Hefe wie auch die Hälfte des Rosmarin und das Salz hineinbröseln. Das Mehl unterkneten und die Mischung 30 min gehen lassen.

Falls der Teig zu klebrig ist, Mehl hinzufügen und zu 20 x 3 cm Stücken ausrollen. Mit dem Finger werden die typischen Focacciadellen eingedrückt. Nun noch einmal 10 min gehen lassen, dann mit Öl, Rosmarin und Salz verzieren und im Ofen bei 175 Grad Umluft 10 bis 15 min backen.

Wenn das Focaccia aus dem Ofen kommt, wird es noch einmal mit Öl beträufelt.

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Ihr zerteilt das Brot in den Gästen entsprechende Portionen und schneidet es auf.

Nun wird es mit Zucchini, Aubergine und Ruccola gefüllt.

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Die Zucchini und die Aubergine habt ihr zuvor gegrillt und in Öl und Knoblauch eingelegt oder die eingelegten Gemüsescheiben in einem türkischen oder griechischen bzw. italienischem Geschäft gekauft oder über den Link online erstanden.

Einfach füllen, das Brot wieder zusammenklappen und kurz überbacken damit es warm auf den Tisch kommt. So lecker 🙂

 

Entspannen in schönster Umgebung – Lucca in der Toskana

Für meinen ersten Besuch habe ich mich in Lucca eingemietet. Ich wollte nah an Florenz und auch Pisa wohnen. Von Lucca aus, ist man in 1 h 20 im Zentrum von Florenz. Eine Zugverbindung ist die geeignete und entspannte Art zu reisen. Keine Parkplatzsuche war nötig und während der Fahrt konnte ich gemütlich lesen und den an mir vorbeiziehenden Dörfern zuschauen.

In Lucca verbrachte ich die Nachmittage und Abende und genoss die typisch italienische Atmosphäre. Ich mag die alten Villen und stöbere gern durch die auch an Sommerabenden kühlen Straßen.

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Die Farben der Häuser beruhigen meine Gedanken und bei den unterschiedlichen Terrassen und Fenstern überlege ich mir still wie die Menschen dort wohl wohnen, lachen und lieben.

MU8A7490Manches wünsche ich mir auch für daheim. So mag ich die Buchsbaumtöpfe auf den Terrassen und die langen wallenden Vorhänge gegen die Sonne.

MU8A7494Wunderschön sind auch die Loungesofas und Liegestühle.

So kann in jedem Garten Toskana Feeling entstehen. Die passenden Farben für die Wände finde ich übrigens im Kalkladen. Die Farbpigmente sind natürlich und wirken, wenn sie auf die Wand gewischt werden, sehr italienisch. Es sieht aus als wären sie von der Sonne verblichen, vom Regen von der Wand gewaschen oder aber strahlend in der Farbe.

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Im Hintergrund auf dem Bild sieht man ein Mittelalterhochhaus oder Geschlechterturm genannt. So bauten die reichsten Geschäftsmänner ihre Wohnhäuser, lagerten die teuersten Güter möglichst weit oben und bauten sich eine kleine Trutzburg gegen Angriffe. Gut, dass wir uns heute viel einfacher sichern können.

MU8A7506Ich mag die Farben und das Licht in der Toskana. So ein warmes und angenehmes gelb, dass es der Seele gut tut.

MU8A7510Die Kirche an meinem Lieblingsplatz. Dort sind zahlreiche Cafés und kleine Restaurants die schnelle Essen und den genialsten Cappuccino anbieten. Für daheim reicht mir meine kleine Kaffeemaschine und mein Milchschäumer aber dort wollte ich auch unbedingt die Stimmung draußen genießen.

MU8A7526Die Abende ließ ich häufig vor dieser kleinen Kirche ausklingen. Mir gefielen die Feuerkörbe an der Wand. Die hätte ich auch gern… Abend verwandelten sie den Platz in ein mittelalterlich anmutendes Quartier.

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Pisa oder wie man dem Turm entflieht

Einmal im Leben wollte ich den alten schiefen Turm sehen. Wieso ich mir dazu seine 900 Jahr Feier ausgesucht habe weiß ich nicht. Das war wohl ein Versehen.

Zum Glück habe ich als Schlafplatz Lucca gewählt. Alle Stunde fährt von dort nach Pisa ein Bus oder auch ein Zug und man kommt völlig entspannt an. Am liebsten war mir die Ankunft mit dem Bus. So konnte ich den Turm relaxt von hinten anlaufen und sah ihn bevor mir die 100.000 Touristen begegneten. Ich kam durch den nördlichen Eingang der Stadtmauer, an einem netten Cafestand vorbei direkt auf den Turm zu. Das Straßencafé wirkte wie ein Stand am Oktoberfest und verkaufte im Akkord Cappuccino und Espresso. Dort saß ich auf nem Plastikstühlchen und bewunderte das schiefe Kunstwerk.

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Er ist toll renoviert und sein gediegenes Alter sieht man ihm nicht an. Der ganze Turm und der Boden unter ihm ist aus Carrara Marmor und erscheint wunderbar weiß. Für mich war der Turm ziemlich zwergig. Nur 55 m hoch steht er dort mit einem Neigungswinkel von angeblich 4 Grad. Dafür ist er allerdings ziemlich schief.

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Die 294 Stufen kann man hochlaufen, wenn man dies denn mag. Die meisten Touristen erfreuen sich allerdings über Fotos und Selfies. Man lehnt sich auf dem Bild gegen den Turm, hält ihn fest, schiebt ihn um oder wieder gerade, stupst mit dem Finger darauf oder setzt sich anderweitig mit aufs Bild.

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Der Trubel drum rum war mir schnell zu viel und so verschwand ich weiter ins innere der Stadt. Pisa hat viel mehr zu bieten als diesen einen Turm und die Restaurants auf der Altstadtseite.

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Schnell gelangte ich durch die Altstadt auf die Piazza de Cavallieri – ein großer fast menschenleerer Platz mit wundervollen alten Gebäuden. Ein Hausdurchgang ist bemalt und die Farben sind kaum noch zu erkennen.

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An diesem Platz liegt die Bibliothek und verschiedene Kutschen fahren zwischen dem Bahnhof und dem Turm hin und her.

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Es ist als würde die Zeit zurückgedreht sein und alles ein wenig langsamer passieren als sonst.

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Von hier aus macht es Vergnügen in die eine oder andere kleine Altstadtstraße zu laufen bis man den Arno erreicht. Die vielfältigsten kleinen Restaurants bieten einfache italienische Küche an. Es sieht lecker aus und schmeckt phantastisch.

Überall in der Stadt begegnet man den Zeichen der alten kirchlichen Orden, uralten wundervoll renovierten Häusern und den damit verbundenen Geschichten. MU8A7442

Auf der unbedingt to do Liste steht für mich auf jeden Fall das blaue Haus. Es liegt direkt am Arno und sticht in der Farbe völlig aus den Toskanahäusern heraus. Mit wechselnden Ausstellungen lockt es die Touristen.

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Wobei mich auch die kleine Kirche am Arno sehr fasziniert hat.

MU8A7470Abseits der wichtigsten Touristenwege eröffnete sich mir eine wundervolle Stadt voller herzlicher Menschen.

Viel Spaß beim Reisen – versucht es ruhig.

Der Flughafen in Pisa ist übrigens 15 min von der Innenstadt entfernt. Man kann sogar laufen. Das hat mich fast am meisten beeindruckt.

Toskana für Fortgeschrittene

Ich dachte mir: ich muss den Turm sehen, den schiefen, den in Pisa… Habe ich dann auch und ihn sogar fotografiert. Es gibt jedoch kein Foto wo ich ihn umwerfe, festhalte, mich dagegen lehne oder mit dem Finger darauf zeige. Das machen ja schon all die anderen 1000 Menschen. Der Turm ist klein (ich finde das muss man wissen, wenn man hinfährt) und man kann wirklich hochgehen. Er ist hochmodern renoviert und man sieht ihm die 900 Jahre (leider) nicht mehr an. Ich würde meinerseits einen Besuch im November oder bei Nacht empfehlen außer man liebt Menschenmengen und badet darin. Dann empfehle ich alle anderen Monate und den ganzen Tag. Hab ich eigentlich wirklich jemals geglaubt, dass das Taj Mahal zu voll war? Es ist eine entspannte chillige absolut menschenleere Parkanlage so im Vergleich.

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Ja, die Toskana – der Landstrich – ist wundervoll, die Zikaden zirpen um die Wette, Rockkonzerte mit Roger Waters oder den Gorillaz sind ein wenig lauter und die Touristenströme reißen sich um das letzte Bett.

Das vorletzte dieser Betten habe ich bekommen. Vielleicht auch das allerletzte, zumindest gefühlt war es eher so die lowest Budget Variante. Ich schlief in einem Hotelzimmer was ich nicht gebucht hatte, in einem Campingbett was neben einem zweiten höheren stand und versuchte nicht über den Schimmel an der Wand nachzudenken. Die Dusche war kalt, das W Lan gab es leider nicht und während der ungemütlichen Nachtruhe zerstachen mich Tiere die ich erst mal im Internet googeln musste. Da reise ich durch die halbe Welt und bin echt krisenfest aber die Toskana ist mir zu viel Abenteuer.

Wobei das Essen absolut grandios ist. Ich liebe die einfache Kombination aus Salat, Parmesan, Öl und Brot mit dem großartigen Geschmack von Orangen drumrum.

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Meine Tage bestanden zu einem Teil aus Whats app Schriftstücken mit dem Eigentümer, der Verwalterin und mal wieder mit dem Eigentümer. Zwischendrin sagte mir ein Mensch namens George eine Internetcube zu (der leider nur 10 min funktionierte) und die Dusche wurde warm. Ein Zimmerwechsel stand dann für die dritte Nacht an und so konnte ich noch zwei umschimmelige Nächte in einem Bett gleicher Höhe verbringen.

Beißende Tiere gab es jedoch auch im Nachbarzimmer und vermutlich in ganz Lucca und der halben Toskana, wenn ich nach den Beinen der anderen Urlauber vermuten darf.

Ja – auch Vielreisende können mal danebengreifen 🙂 Es kann ja aber auch nicht immer klappen. Ich sollte wieder auf meine Strategie zurückgreifen, dass ich selten wo sein möchte wo alle anderen Menschen hin mögen. Da ist es eben dann auch schon voll.

Keine Sorge, ich habe auch in der Toskana wundervolle Ecken und wirklich geniale Aussichten gefunden. Ich weiß jedoch jetzt auch wie Urlaub aussehen kann. Das war mal eine wirklich neue Erfahrung.

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Was ich definitiv nicht fotografiert habe, war der Strand in Viareggio. Ich kannte derartige Folterstrände nur vom Erzählen. Es fühlte sich an wie Strandvergewaltigung diese 10.000 Schirme und Sonnenliegen in Reihen und nach Farben sortiert zu sehen. Ich habe nur mühsam den Sand dazwischen gefunden. Wieso tut man dies? Ist das Fortschritt oder Luxus der sich mir nicht erklärt? Ein Platz an diesem Strand kostet 49 Euro (im Beachclub für 2 Personen den ganzen Tag). Es ist mir unerklärlich.

Die wunderschönen Bilder aus der Toskana folgen in den nächsten Tagen… Das Beste kommt zum Schluss!

Theater in Neapel – San Carlo

_U8A5404Das wundervolle und einmalige Teatro San Carlo in Napoli wurde 1735 von den Architekten Giovanni Antonio Medrano und Angelo Carasale für den Bourbonenkönig in Neapel konzipiert und errichtet.

Auf dem Bild ist die Königsloge zu sehen die extra und auf einem speziellen Weg vom Palast zu erreichen war.

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Herausragend ist nicht nur die Optik sondern vor Allem die nahezu geniale Akustik die dieses Theater hat.

Eigentlich bin ich hier die Frau der Bilder aber gesegnet mit wundervollen Ohren war dieses Theater ein Traum.

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Ich hörte und sah mir die „Entführung aus dem Serail“ an.

Dies war ein wahrer Augen- und Ohrenschmaus.

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Hier bei der Bühnenprobe für das Theaterstück…

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Dieses Deckengemälde ist eines der Kernstücke der nahezu perfekten Akustik. Es sieht nicht nur wunderschön aus sondern schluckt mit seinen 100 en Quadratmetern Stoff auch den Schall.

Selbst eine Änderung des Bodens konnte der genialen Planung der Akustik nichts anhaben.

So kann man heute wie vor fast 300 Jahre in diesem Theater absoluten Musikgenuss erleben.

Ein Traum für die Sinne.

Die Seite enthält Links zu Eurer Information.

 

 

Ischia und Procida

Der kleine Hafen in Ischia Porto liegt beschaulich und abendlich bald schattig in einer wundervollen natürlichen Bucht. Rundherum gesäumt von netten kleinen Lokalen und Pizzerien. Leckeres Essen so weit das Auge reicht…

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Um dort anzukommen startete ich in aller Frühe bei traumhaftem Licht und fotografierte noch ein wenig. Die Eindrücke von Napoli wie es mir im Herzen bleiben wird sind so identisch zu dem Bild. Wunderschön aber in Ehre verfallen. Dies begegnete mir immer und immer wieder.

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Vom Fährhafen aus, ist der Blick Richtung Süden bei gutem Wetter einfach ein Traum. Hinter den Hügeln, die sanft im Dunst liegen versteckt sich die Amalfiküste. Riesige Fähren liegen an Land und erwarten die sommerlichen Touristenstürme. Jetzt im November ist es sehr entspannt. Es sind kaum Menschen unterwegs. Überall gibt es Tickets, Plätze oder Zimmer und mit 20 Grad ist es noch relativ warm.MU8A5848

Stunden später, die erste Fähre hatte ich nämlich verpasst und die nächste Fähre kam erst 10.40, landeten wir kurz in Procida. Obwohl wir eine Direktverbindung hatten, durften wir den netten Hafen 5 Minuten anschauen und erst dann nach Ischia weiter. Falls es mich mal wieder hierher verschlägt, ist Procida auf jeden Fall einige Stündchen mehr wert. Es sieht nach einer wundervoll gemütlichen Wanderinsel aus.MU8A5903

Unterwegs begleiteten uns die Möwen und tobten in den Wellen auf und ab. Immer näher kamen sie zu den Gästen auf dem Boot und baten um Futter. MU8A5880

Noch ein Blick auf den Hafen von Procida…MU8A5907

Kurz vor zwölf legten wir endlich in Porto Ischia an. Ein wundervoller kleiner Hafen, viele Thermalbäder über die Insel verteilt und eine dunkel sandige Nachbarbucht machen den Ort zu einem ruhigen Paradies – zumindest im November.

Lesend ließ es sich hier so gut gehen. Ein Traum…

MU8A5955Leider geht auch der tollste Tag zu Ende und so versank auch heute mal wieder die Sonne im Meer während ich die Rückkehr nach Napoli genoss.

Boot fahren ist einfach immer und immer wieder toll, selbst wenn es nur die Fähre ist…

Rom ist wohl eine der romantischsten Städte die ich so besucht habe

Essen in Trastevere, Musik und Kerzenschein auf den Plätzen, auf Treppen und an Brunnen sitzen, Menschen anschauen und miteinander reden…

Wenn man einen großen Umweg um die Altstadt macht und die Spanische Treppe auslässt, ist es einfach wundervoll.

_U8A4854Dies ist ein altes Palazzo in der Altstadt – sehr nahe zum Trevibrunnen und dem Pantheon. Der Trevibrunnen ist schon ein wenig hübsch aber von Romantik leider weit entfernt. 100 e Menschen versuchen in die erste Reihe zu kommen und ihre Münze hineinzuwerfen. Dabei ist der einzige Wunsch den man frei hat der wieder nach Rom zu kommen. Nun gut – ich hab natürlich nen anderen Wunsch versucht und bin gespannt ob es klappt.

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Viele Wege sind in Rom zu gehen, viel Musik zu hören – ich empfehle Niki La Rosa. Ein wundervoller Straßenmusiker der auch eigene CDs produziert. Einfach abends in Trastevere am Brunnen sitzen und hören, spüren und genießen. Ich liebe diese Gänsehaut und das Gefühl was die Musik mit sich bringt.