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Eines wundervollen Abends begegnete ich bei einer dieser Gesprächsrunden Ahmad. Er kam aus dem Libanon. Sein Wohnort war Beirut und er hörte uns beim Reden zu. Für ihn war Krieg schlimmer als ein wenig Müll und wahre Helden konnte er in uns nicht wirklich erkennen. Er erzählte so viele Geschichten, dass ich einige Zeit später selbst unbedingt in dieses Land wollte. Mehr dazu lest ihr hier – Sidea

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Er war belustigt bis entsetzt doch dies tat unserer Freude keinen Abbruch. Wir Menschen leben alle in unserer eigenen Welt und müssen schauen, dass sie erhalten bleibt. Jeder von uns muss sein Quentchen beitragen etwas zu tun – er kann Menschen bilden, bio essen, Müll sammeln oder in einer kriegsnahen Region für Frieden sorgen. Es gab viele Wege, möge doch jeder von uns einfach den seinen gehen.

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Ahmad und ich kamen mehr und mehr ins Gespräch und beschlossen diesen Sommertag zu unserem zu machen. Er hatte genau noch einen Tag Zeit für diese Insel und diesen einen Tag wollten wir zusammen verbringen. So holte ich ihn am nächsten Morgen mit dem Scooter im Hotel ab und wir gingen auf Tour. Wir flirteten den ganzen Tag miteinander, luden uns in unsere Wohnungen ein und versprachen uns wiederzusehen. Dies Alles ohne auch nur den ganzen Namen oder vielleicht die Adresse auszutauschen. Es war ein Spiel des sich locken und näherkommen und doch unverbindlich bleiben.

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Wir fuhren den Touristenausflug in die Mangroven, kuschelten in Liegestühlen, balgten uns im Meer und aßen den genialsten Fisch (natürlich im Bananenblatt – die kann man übrigens tatsächlich auch in Deutschland erwerben und mal ne Draußenparty damit statt mit Plastiktellern versorgen) den ich auf der Insel finden konnte. Die Zeit verging wie im Flug und unsere Blicke konnten sich nur selten voneinander lösen. Kuschelnd fuhren wir zum Hafen – ich wusste bisher noch nicht wie hervorragend man auf einer Vespa im Spiegel flirten konnte. Grandios…Die Zeit war wie im Flug vergangen und es blieben uns nur noch wenige Minuten. Er lud mich nach Beirut ein und ich ihn nach Deutschland. Die Umarmungen waren so vertraut und selbstverständlich wie die Einladungen. Mit Tränen in den Augen blickte ich dem Boot hinterher. Es war als würde ich einen mir sehr lieben Menschen verabschieden. Dabei wäre es ein Leichtes gewesen mitzufahren oder Nummern auszutauschen aber es sollte genau dies bleiben – ein schöner Sommertag unter Palmen. Danke Ahmad und alles Gute für Dich in den Libanon.

Mehr über den Libanon könnt ihr in meinem Blogg lesen. Viel Spaß!

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Nach einem kurzen Ausflug unter die Dusche rannte ich zu meinem Abendtermin. Der Sonnenuntergang wurde mal wieder einer der schönsten und ein gemütlicher Abend mit den Jungs konnte starten.

Das sind die Momente in denen ich immer und immer wieder zwischen meinen zwei Leben hin- und her switche. Wie gern würde ich auswandern und einfach dort leben wo ich möchte… Ich erfuhr aber heute auch wie viel Sicherheit mein Hauptwohnsitz bietet.

Cody kam nicht zu unserer Abendsession. Er lag im Bett und war wohl schon seit Tagen angeschlagen. Das Dengue Fieber hatte die kleine Insel im Griff und ihn hatte es erwischt. Ein kleiner lästiger Erreger der durch Moskitos übertragen wurde, hatte ihn infiziert und völlig fertig mit der Welt ins Bett gestreckt. Diese Krankheit ist auch als Knochenbrecherfieber bekannt, was wohl an den unglaublichen Schmerzen liegt. Bei der ersten Infektion heilt sie häufig einfach aus. Bei weiteren Erkrankungen kann es zu Blutungsschwierigkeiten kommen. Dann ist das Leben im Paradies plötzlich von einem Tag auf den anderen lebensbedrohlich.

Wie nah liegen doch Genuss und Ende beieinander. Das Beste kommt halt doch genau vor dem Schluss.

Ein paar kleine Reiseapotheken Tipps die ihr sonst nicht so oft hört.

Senföl wird in Indien als Moskitomittel und Hautschutz benutzt. Es riecht sehr angenehm und wenn man es jeden Tag benutzt entsteht eine Art Depotschutz. Die Haut wird butterweich und die Moskitos hassen den Geruch wirklich.

Teebaumöl – mein Lieblingsmittel was auf Reisen immer dabei sein muss… Kleine Pusteln, Pickel, Wunden oder Irritationen der Haut und Teebaumöl kann helfen. Es soll gegen Pilze, Bakterien und Viren helfen und ist somit immer am Start, wenn ich nicht weiß was passiert ist. Es ersetzt natürlich weder Arzt noch Apotheker. Die solltet ihr in jedem Fall fragen.

Ein gutes Moskitonetz ist die absolute Reisebasisausstattung. Auch wenn ich einfach kurz nach Sonnenuntergang nicht draußen bin (da stechen die Moskitos am liebsten), mag ich in der Nacht ein wenig Schutz. Mit dem Sea to Summit seid ihr sozusagen rundherum sicher. Der kleine und für mich fast noch wichtigere nette Nebeneffekt – auch Schlangen, Spinnen oder Skorpione finden den Weg ins Bett nicht und der Schlaf ist somit völlig ungestört.

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Sidea

Ein Bus brachte mich in 1 Stunde in die Stadt südlich von Beirut. Ich erwartete einen Hafen und einige alte Kultur.

Sehen konnte ich leider nur einen geschlossenen Markt und viel viel Regen. Es regnete den ganzen morgen und alle Geschäfte waren geschlossen. Gestern war Silvester und niemand wollte shoppen oder bummeln oder irgendwie unterwegs sein.

Ein paar Ratten stritten sich um die letzten Gemüsestückchen auf dem Boden aber sonst war nichts los.

So lief ich der Beschreibung der Jungs am Busbahnhof nach zum Bus nach Tyr. Einfach hinter dem Parkplatz dann siehst Du den Bus… Hm – ich sah nicht mal den Parkplatz. Er war eingemauert. Hinter dem Parkplatz war jedoch nicht der Bus sondern der Markt, die Ratten, das verrottete Gemüse und dann endlich Menschen.

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Nach einer ganzen Weile traf ich auf Menschen und einen Falafelstand – best Fallafel in Town. Da mir der Mann schon einen richtete, der ziemlich gut aussah, zahlte ich meinen Euro und nahm ihn mal mit. Es war der beste Fallafel ever und nicht nur in Town. Einfach nur grandios.

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Die Stadt war quasi noch im Wiederaufbau und zudem im Silvesterschlaf. Nichts viel zum Anschauen. Ich fand den Hafen ganz spannend und lief ein wenig umher.MU8A6261Später fand ich noch ein tolles Restaurant gegenüber der Burg am Hafen. Der Cappuccino war hervorragend und Hummus perfekt.

MU8A6294Vor allem gefielen mir jedoch die alten Gemäuer in denen ich mich befand. So durfte draußen der Regen prasseln und ich konnte drin genießen.

MU8A6289Es wirkt ein wenig mittelalterlich und doch richtig gemütlich und warm.

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Beirut 2017/ 18

Beirut ist eine absolute Erfahrung, ein Grenzspaziergang – taumeln im Luxus und Armut ohne Grenzen…

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Nie größere Autos, mehr Boutiquen, Soldaten und Panzer gesehen. Absolut unglaublich in den Gegensätzen.

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Hier leben Christen und Muslime in getrennten Vierteln aber doch dicht beieinander. MU8A6116Shoppingmalls und Hochhäuser umrunden die reichen Stadtviertel und bilden in Downtown einen wundervollen Urlaubshintergrund.

MU8A6185Die Silvesterfeierlichkeiten stellten alles in den Schatten was ich bisher so erlebt habe. Dabei dachte ich immer ich kenne schon richtig coole Partys. Der Ministerpräsident lud ein und brachte die tollsten DJs auf die Bühne, sicherte ein Stadtviertel mit Militär ab und feierte die coolste Open Air Silvesterfeier mitten in der Stadt.

Incredible…

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Die andere Seite der Stadt liegt manchmal einfach nur auf der anderen Straßenseite oder im nächsten Viertel. In Hamra gibt es eine kleine Kirche die zum Cross Talk einlädt. Hier konnte ich unter Orangenbäumen einfach entspannen und den Katzen beim Spielen zuschauen.

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Auf dem Weg wurden die wundervollen Hochhäuser immer wieder durch superschöne alte Häuser unterbrochen.

MU8A6038Die Einwohner haben kaum Geld sie instand zu halten doch in vielen wird trotz allem noch gewohnt, gelebt und geliebt.

MU8A6042Manchmal trennt nur eine Etage den Wohnraum vom Verfall, manchmal nur ein Hauseingang.

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Was jedoch allen Häusern gemein ist, sie erzählen viele Geschichten über das Leben wie es in Beirut einmal war bevor es Stahlbeton gab…

Alle Bilder wurden mit meiner Canon D 5 Mark III fotografiert.

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Tripoli

P1000013Eine der bewegendsten Erfahrungen seit ich reise. Es ist noch keine 2 Jahre her seit hier die letzten Kämpfe stattfanden. Der syrische Bürgerkrieg fand seinen Weg bis in diese Stadt.

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Ich kann keine politischen Aussagen treffen wer zu wem die Verbindung gehalten hat oder wer wen beschossen hat. Mich hat nur geschockt wie weit die Stadt von jeglicher Zivilisation entfernt ist. Dabei trennen sie nur 80 km von Beirut. In 1,5 h kann man sie ohne Schwierigkeiten mit dem Bus erreichen.

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Nur eine einzige Kontrolle der Armee liegt auf dem Weg. Doch kein Tourist betritt die Stadt. Es fehlt an Wasser, Kanalisation, Hygiene und Struktur. Um mich war Armut und Hoffnungslosigkeit.

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Die Autos die mir in Beirut zu groß erschienen waren hier uralt. Während in der Hauptstadt die riesigen Hochhäuser das Stadtbild prägen, sind es hier Einschusslöcher und kaputte Gebäude.P1000014

Die alten Karawansereien, in jedem anderen Land wäre sie ein Touristenmagnet, dienen verfallen als äußere Mauern für einen Markt der billigen Dinge. Gebrauchte Schuhe, einfache Seifen, billigste Plastikbekleidung und dazwischen „echte“ antike Stücke und „wahres“ Gold.

In diesem Beitrag gibt es keine HDR Fotos. Alle Bilder stammen von meiner kleinen Pocket Kamera – Panasonic Lumix mit Leica Objektiv – die Große mag ich bei so viel Armut lieber im Rucksack lassen. Die Freundlichkeit der Menschen um mich war zwar umwerfend aber ich mag niemanden vor den Kopf stoßen.

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Libanon 2017/18

Eine unvergessliche und absolut unvergleichliche Welt wollte ich besuchen. Eine Woche wollte ich Eindrücke sammeln die es wohl nirgendwo auf der Welt zu wiederholen gibt.

Wie bereitet man sich auf so ne Reise vor? Zuerst wollte ich antworten garnicht aber das stimmt wohl nicht ganz da ich im Vorfeld unvergleichliche Reisen machte…

Hier ein Bild aus der leckersten Patisserie in Tripoli…MU8A6309

Ich packe also meine Tasche und nehme mit… Ganz wichtig ist mein Daypack. Er ist türkis und eigentlich für die Ausflüge an den Berg gedacht. Von weitem sieht er aus wie ein typischer Touristenrucksack, leicht und wasserdicht und genug Platz für die schwere Kamera und die Objektive. Die mag ich nie in ner Fototasche tragen. Das sieht man ja schon von weitem und ich muss ja niemanden einladen mir die Taschen zu leeren, wenn ich wie hier in Tripoli unterwegs bin.

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Dann muss immer meine Kamera mit – die Canon 5 D Mark III ist mein absoluter Liebling. Keines meiner Fotos wird nachbearbeitet und die Kamera sieht besser als ich. Das mag ich am allerliebsten. No Photoshop at all!

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Die drittwichtigste Sache ohne die ich nie mehr verreise ist mein Mac Book – es ist superleicht und lässig zu bedienen. Die Schnelligkeit ist für die HDR Fotos ein absolutes Muss und das Alugehäuse verzeiht mal die eine oder andere Reiseunverträglichkeit. Die Dellen und Abschürfungen gehören dazu aber es geht mir nie kaputt.

Dann gibt es noch ein paar wichtige Details um als Frau in ein muslimisches Land zu verreisen – genug lange Kleidchen und Wenderöcke die ich über Jeans trage, einen Schal der als Kopftuch dienen könnte und so selten gebraucht wird und meine geliebten Turnschuhe mit denen ich 20 km am Tag easy durch die Stadt tigern kann. Da am liebsten die von Adidas – daheim in die Waschmaschine und der Spaß sieht aus wie neu.

So bepackt kann der Spaß beginnen 🙂

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