Lucca gemütlich entdecken

Lucca ist für mich ein Toskana Traum. Jeden Tag durch die Gassen wandeln, Eis essen, verschiedene Gärten anschauen und Häuser bewundern.

So könnte ich Jahre meiner Zeit vertrödeln und 1000 Inspirationen mit nach hause nehmen. Es ist so wunderschön.MU8A7654Ein üblicher Abend in Lucca ist warm aber nicht heiß und ein angenehmes Lüftchen zieht durch die Straßen und Plätze. Relativ schnell am Nachmittag ist die Stadt schattig und die Menschen sind auf der Straße, sitzen auf den Plätzen oder bummeln durch die Gegend.

MU8A7646Verschiedenste Hinterhöfe weckten immer wieder meine Neugier und so bummelte ich an vielen Nachmittagen durch die Gegend. Nein, dies ist kein Museum sondern ein ganz normaler Innenhof eines Mehrfamilienhauses… Einfach nur wundervoll.

MU8A7642Diese etwas altertümlich anmutende Lampe musste ich unbedingt fotografieren. Sie stand starr vor Rost und Spinnweben und hat trotzdem diesen Charme. Wundervoll…

MU8A7638Auch einer der tollen Hinterhöfe. Sie laden zum Verweilen ein. Das hab ich mich allerdings nicht getraut. Wer möchte schon eine Touristin auf seiner netten Terrasse sitzen sehen. Ich könnte es nicht leiden. Also war ich nur mit gutem Objektiv in der Nähe ohne zu stören und nehme den Platz für meine Träume mit.

MU8A7630Ein paar Inspirationen für Haus und Garten sprangen auch raus. So mag ich ganz sicher das eine oder andere Zimmer meiner Wohnung terra streichen. Sicher sieht das mit Kalkfarbe toll aus.

MU8A7634Da muss es nicht mal perfekt sein und wirkt trotzdem heimelig.

MU8A7650Auch wundervoll anzusehen fand ich die vielen Türen und Tore in Lucca. Wenn man mal 20 m die Einkaufsstraße verlässt, eröffnet sich die alte Welt. Ich hatte das Gefühl, man kann die alten Römer noch spüren und sich vorstellen wie früher die Wagen über die Straßen gepoltert sind, die Bürger auf die Gehwege sprangen und die Dienstboten an solche Türen böllerten und dann von anderen Dienstboten geöffnet wurde damit die Herrschaften sich besuchen können.

MU8A7658Dies ist allerdings ein besonderer Garten – er gehört zum Palazzo Pfanner und wurde an diesem Tage für eine Hochzeit geschmückt. Normalerweise kann man den Garten und auch das Palazzo besichtigen. Heute konnte ich nur über die Mauer spicken.

MU8A7662Die anderen Häuser der Umgebung sind nicht ganz so feierlich aber trotzdem schön. Mich beeindrucken die pastelligen Farben und die wackeligen Konturen. Nichts ist perfekt und zusammen sieht es einfach nur schön aus.

Wie wünschte ich mir für diesen Sommer die tollen Fensterläden. Sie würden ein wenig Schatten und Luft nach Tölz bringen. Hier wurde nicht so wirklich für Sommer gebaut 😉MU8A7666Auch sehr beeindruckend, ein Geschlechterturm… In diesem lebte eine Familie – Geschlecht im Sinne Adelsgeschlecht – und brachte ihre Habseligkeiten, Waffen, Geld und alles was ihnen lieb und teuer war einfach hoch oben unter. So war es einfach zu verteidigen und gut beschützt. Wenn man schon keine Burg mehr haben konnte und in der Stadt lebte, schützte man sich eben so. Klingt sinnvoll – vor allem wirkt auch diese Bauweise gut gekühlt. Allerdings muss man Treppen mögen. Ich glaube nicht, dass man hochgezogen wurde.

 

MU8A7674Den Abschluss des Tages und leider auch meiner Reise bildete das Kloster in Lucca. Es kühlt einfach so wunderschön in den alten Gemäuern und mit dem vielen Grün. Das tat den Augen und auch dem Gefühl gut.

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Focaccia vegan und italienisch

Ich habe ein neues Lieblingsgericht was ich Euch nicht vorenthalten mag.

Focaccia ist das italienisch leichte Pizzabrot welches ein wenig ölig und mit einigen Kräutern gewürzt in jeder italienischen Bäckerei zu erstehen ist. Falls ihr kein Foccacia bekommt, ist hier ein Rezept.

  • einige Zweige Rosmarin – der Geschmack ist intensiv – mehr als 8 sollten es nicht sein
  • 1/2 Würfel Hefe 
  • 225Mehl 
  • ein halber Teelöffel Meersalz
  • 7–8 EL gutes Olivenöl  
  • Backpapier 
  • 150 ml Wasser

Das Wasser erwärmen und die Hefe wie auch die Hälfte des Rosmarin und das Salz hineinbröseln. Das Mehl unterkneten und die Mischung 30 min gehen lassen.

Falls der Teig zu klebrig ist, Mehl hinzufügen und zu 20 x 3 cm Stücken ausrollen. Mit dem Finger werden die typischen Focacciadellen eingedrückt. Nun noch einmal 10 min gehen lassen, dann mit Öl, Rosmarin und Salz verzieren und im Ofen bei 175 Grad Umluft 10 bis 15 min backen.

Wenn das Focaccia aus dem Ofen kommt, wird es noch einmal mit Öl beträufelt.

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Ihr zerteilt das Brot in den Gästen entsprechende Portionen und schneidet es auf.

Nun wird es mit Zucchini, Aubergine und Ruccola gefüllt.

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Die Zucchini und die Aubergine habt ihr zuvor gegrillt und in Öl und Knoblauch eingelegt oder die eingelegten Gemüsescheiben in einem türkischen oder griechischen bzw. italienischem Geschäft gekauft oder über den Link online erstanden.

Einfach füllen, das Brot wieder zusammenklappen und kurz überbacken damit es warm auf den Tisch kommt. So lecker 🙂

 

Pisa oder wie man dem Turm entflieht

Einmal im Leben wollte ich den alten schiefen Turm sehen. Wieso ich mir dazu seine 900 Jahr Feier ausgesucht habe weiß ich nicht. Das war wohl ein Versehen.

Zum Glück habe ich als Schlafplatz Lucca gewählt. Alle Stunde fährt von dort nach Pisa ein Bus oder auch ein Zug und man kommt völlig entspannt an. Am liebsten war mir die Ankunft mit dem Bus. So konnte ich den Turm relaxt von hinten anlaufen und sah ihn bevor mir die 100.000 Touristen begegneten. Ich kam durch den nördlichen Eingang der Stadtmauer, an einem netten Cafestand vorbei direkt auf den Turm zu. Das Straßencafé wirkte wie ein Stand am Oktoberfest und verkaufte im Akkord Cappuccino und Espresso. Dort saß ich auf nem Plastikstühlchen und bewunderte das schiefe Kunstwerk.

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Er ist toll renoviert und sein gediegenes Alter sieht man ihm nicht an. Der ganze Turm und der Boden unter ihm ist aus Carrara Marmor und erscheint wunderbar weiß. Für mich war der Turm ziemlich zwergig. Nur 55 m hoch steht er dort mit einem Neigungswinkel von angeblich 4 Grad. Dafür ist er allerdings ziemlich schief.

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Die 294 Stufen kann man hochlaufen, wenn man dies denn mag. Die meisten Touristen erfreuen sich allerdings über Fotos und Selfies. Man lehnt sich auf dem Bild gegen den Turm, hält ihn fest, schiebt ihn um oder wieder gerade, stupst mit dem Finger darauf oder setzt sich anderweitig mit aufs Bild.

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Der Trubel drum rum war mir schnell zu viel und so verschwand ich weiter ins innere der Stadt. Pisa hat viel mehr zu bieten als diesen einen Turm und die Restaurants auf der Altstadtseite.

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Schnell gelangte ich durch die Altstadt auf die Piazza de Cavallieri – ein großer fast menschenleerer Platz mit wundervollen alten Gebäuden. Ein Hausdurchgang ist bemalt und die Farben sind kaum noch zu erkennen.

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An diesem Platz liegt die Bibliothek und verschiedene Kutschen fahren zwischen dem Bahnhof und dem Turm hin und her.

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Es ist als würde die Zeit zurückgedreht sein und alles ein wenig langsamer passieren als sonst.

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Von hier aus macht es Vergnügen in die eine oder andere kleine Altstadtstraße zu laufen bis man den Arno erreicht. Die vielfältigsten kleinen Restaurants bieten einfache italienische Küche an. Es sieht lecker aus und schmeckt phantastisch.

Überall in der Stadt begegnet man den Zeichen der alten kirchlichen Orden, uralten wundervoll renovierten Häusern und den damit verbundenen Geschichten. MU8A7442

Auf der unbedingt to do Liste steht für mich auf jeden Fall das blaue Haus. Es liegt direkt am Arno und sticht in der Farbe völlig aus den Toskanahäusern heraus. Mit wechselnden Ausstellungen lockt es die Touristen.

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Wobei mich auch die kleine Kirche am Arno sehr fasziniert hat.

MU8A7470Abseits der wichtigsten Touristenwege eröffnete sich mir eine wundervolle Stadt voller herzlicher Menschen.

Viel Spaß beim Reisen – versucht es ruhig.

Der Flughafen in Pisa ist übrigens 15 min von der Innenstadt entfernt. Man kann sogar laufen. Das hat mich fast am meisten beeindruckt.

Theater in Neapel – San Carlo

_U8A5404Das wundervolle und einmalige Teatro San Carlo in Napoli wurde 1735 von den Architekten Giovanni Antonio Medrano und Angelo Carasale für den Bourbonenkönig in Neapel konzipiert und errichtet.

Auf dem Bild ist die Königsloge zu sehen die extra und auf einem speziellen Weg vom Palast zu erreichen war.

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Herausragend ist nicht nur die Optik sondern vor Allem die nahezu geniale Akustik die dieses Theater hat.

Eigentlich bin ich hier die Frau der Bilder aber gesegnet mit wundervollen Ohren war dieses Theater ein Traum.

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Ich hörte und sah mir die „Entführung aus dem Serail“ an.

Dies war ein wahrer Augen- und Ohrenschmaus.

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Hier bei der Bühnenprobe für das Theaterstück…

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Dieses Deckengemälde ist eines der Kernstücke der nahezu perfekten Akustik. Es sieht nicht nur wunderschön aus sondern schluckt mit seinen 100 en Quadratmetern Stoff auch den Schall.

Selbst eine Änderung des Bodens konnte der genialen Planung der Akustik nichts anhaben.

So kann man heute wie vor fast 300 Jahre in diesem Theater absoluten Musikgenuss erleben.

Ein Traum für die Sinne.

Die Seite enthält Links zu Eurer Information.

 

 

Ischia und Procida

Der kleine Hafen in Ischia Porto liegt beschaulich und abendlich bald schattig in einer wundervollen natürlichen Bucht. Rundherum gesäumt von netten kleinen Lokalen und Pizzerien. Leckeres Essen so weit das Auge reicht…

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Um dort anzukommen startete ich in aller Frühe bei traumhaftem Licht und fotografierte noch ein wenig. Die Eindrücke von Napoli wie es mir im Herzen bleiben wird sind so identisch zu dem Bild. Wunderschön aber in Ehre verfallen. Dies begegnete mir immer und immer wieder.

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Vom Fährhafen aus, ist der Blick Richtung Süden bei gutem Wetter einfach ein Traum. Hinter den Hügeln, die sanft im Dunst liegen versteckt sich die Amalfiküste. Riesige Fähren liegen an Land und erwarten die sommerlichen Touristenstürme. Jetzt im November ist es sehr entspannt. Es sind kaum Menschen unterwegs. Überall gibt es Tickets, Plätze oder Zimmer und mit 20 Grad ist es noch relativ warm.MU8A5848

Stunden später, die erste Fähre hatte ich nämlich verpasst und die nächste Fähre kam erst 10.40, landeten wir kurz in Procida. Obwohl wir eine Direktverbindung hatten, durften wir den netten Hafen 5 Minuten anschauen und erst dann nach Ischia weiter. Falls es mich mal wieder hierher verschlägt, ist Procida auf jeden Fall einige Stündchen mehr wert. Es sieht nach einer wundervoll gemütlichen Wanderinsel aus.MU8A5903

Unterwegs begleiteten uns die Möwen und tobten in den Wellen auf und ab. Immer näher kamen sie zu den Gästen auf dem Boot und baten um Futter. MU8A5880

Noch ein Blick auf den Hafen von Procida…MU8A5907

Kurz vor zwölf legten wir endlich in Porto Ischia an. Ein wundervoller kleiner Hafen, viele Thermalbäder über die Insel verteilt und eine dunkel sandige Nachbarbucht machen den Ort zu einem ruhigen Paradies – zumindest im November.

Lesend ließ es sich hier so gut gehen. Ein Traum…

MU8A5955Leider geht auch der tollste Tag zu Ende und so versank auch heute mal wieder die Sonne im Meer während ich die Rückkehr nach Napoli genoss.

Boot fahren ist einfach immer und immer wieder toll, selbst wenn es nur die Fähre ist…

Noch mehr Liebe

Sonnenuntergänge über Rom sind für mich fast die faszinierendsten die ich je gesehen habe. Eigentlich komisch so mitten in der Stadt aber die Mischung der fantastischen Gebäude und das Licht was drum herum spielt war immer und immer wieder beeindruckend.

_U8A4922Von den verschiedensten Orten – auf dem Weg zur Engelsbrücke, von den Orangengärten, vor dem Kongress und einfach auf der Straße war das Licht einfach bezaubernd und wunderschön.

_U8A4823Hier der Blick auf den Vatikan und das Licht dahinter. Ist es nicht ein faszinierender Ausblick? Als würde der ganze Himmel in Flammen stehen.

_U8A4792Ein Abend später

_U8A4832und wieder ein neuer Ausblick auf den Vatikan.

Fotografiert sind all diese Fotos mit der Canon Mark III. Ich liebe die einfache Funktion und vor Allem die HDR Komponente 🙂 Es ist so genial mit ein wenig Zeit und Geduld wie ner ruhigen Hand drei Bilder übereinander zu legen und diese Farbwerken zu kreieren.

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Es ist genial mit jedem Abend ein neues Farbenspiel zu entdecken und mich immer und immer wieder neu in die Stadt zu verlieben.  Ich habe das Gefühl nie schönere Lichter gesehen zu haben. Nebenbei kann man noch in Geschäften stöbern, Kunst schauen und das leckerste Essen genießen. Das ist unbedingt eine Reise wert.