Entspannen in schönster Umgebung – Lucca in der Toskana

Für meinen ersten Besuch habe ich mich in Lucca eingemietet. Ich wollte nah an Florenz und auch Pisa wohnen. Von Lucca aus, ist man in 1 h 20 im Zentrum von Florenz. Eine Zugverbindung ist die geeignete und entspannte Art zu reisen. Keine Parkplatzsuche war nötig und während der Fahrt konnte ich gemütlich lesen und den an mir vorbeiziehenden Dörfern zuschauen.

In Lucca verbrachte ich die Nachmittage und Abende und genoss die typisch italienische Atmosphäre. Ich mag die alten Villen und stöbere gern durch die auch an Sommerabenden kühlen Straßen.

MU8A7486

Die Farben der Häuser beruhigen meine Gedanken und bei den unterschiedlichen Terrassen und Fenstern überlege ich mir still wie die Menschen dort wohl wohnen, lachen und lieben.

MU8A7490Manches wünsche ich mir auch für daheim. So mag ich die Buchsbaumtöpfe auf den Terrassen und die langen wallenden Vorhänge gegen die Sonne.

MU8A7494Wunderschön sind auch die Loungesofas und Liegestühle.

So kann in jedem Garten Toskana Feeling entstehen. Die passenden Farben für die Wände finde ich übrigens im Kalkladen. Die Farbpigmente sind natürlich und wirken, wenn sie auf die Wand gewischt werden, sehr italienisch. Es sieht aus als wären sie von der Sonne verblichen, vom Regen von der Wand gewaschen oder aber strahlend in der Farbe.

MU8A7502

Im Hintergrund auf dem Bild sieht man ein Mittelalterhochhaus oder Geschlechterturm genannt. So bauten die reichsten Geschäftsmänner ihre Wohnhäuser, lagerten die teuersten Güter möglichst weit oben und bauten sich eine kleine Trutzburg gegen Angriffe. Gut, dass wir uns heute viel einfacher sichern können.

MU8A7506Ich mag die Farben und das Licht in der Toskana. So ein warmes und angenehmes gelb, dass es der Seele gut tut.

MU8A7510Die Kirche an meinem Lieblingsplatz. Dort sind zahlreiche Cafés und kleine Restaurants die schnelle Essen und den genialsten Cappuccino anbieten. Für daheim reicht mir meine kleine Kaffeemaschine und mein Milchschäumer aber dort wollte ich auch unbedingt die Stimmung draußen genießen.

MU8A7526Die Abende ließ ich häufig vor dieser kleinen Kirche ausklingen. Mir gefielen die Feuerkörbe an der Wand. Die hätte ich auch gern… Abend verwandelten sie den Platz in ein mittelalterlich anmutendes Quartier.

Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen. Ihr unterstützt meine Arbeit, wenn Ihr über die Links einkauft. Für Euch entstehen dabei keine Mehrkosten. Herzlichen Dank!

Werbeanzeigen

Toskana für Fortgeschrittene

Ich dachte mir: ich muss den Turm sehen, den schiefen, den in Pisa… Habe ich dann auch und ihn sogar fotografiert. Es gibt jedoch kein Foto wo ich ihn umwerfe, festhalte, mich dagegen lehne oder mit dem Finger darauf zeige. Das machen ja schon all die anderen 1000 Menschen. Der Turm ist klein (ich finde das muss man wissen, wenn man hinfährt) und man kann wirklich hochgehen. Er ist hochmodern renoviert und man sieht ihm die 900 Jahre (leider) nicht mehr an. Ich würde meinerseits einen Besuch im November oder bei Nacht empfehlen außer man liebt Menschenmengen und badet darin. Dann empfehle ich alle anderen Monate und den ganzen Tag. Hab ich eigentlich wirklich jemals geglaubt, dass das Taj Mahal zu voll war? Es ist eine entspannte chillige absolut menschenleere Parkanlage so im Vergleich.

37040374_1105793772905224_9175984172324356096_o

Ja, die Toskana – der Landstrich – ist wundervoll, die Zikaden zirpen um die Wette, Rockkonzerte mit Roger Waters oder den Gorillaz sind ein wenig lauter und die Touristenströme reißen sich um das letzte Bett.

Das vorletzte dieser Betten habe ich bekommen. Vielleicht auch das allerletzte, zumindest gefühlt war es eher so die lowest Budget Variante. Ich schlief in einem Hotelzimmer was ich nicht gebucht hatte, in einem Campingbett was neben einem zweiten höheren stand und versuchte nicht über den Schimmel an der Wand nachzudenken. Die Dusche war kalt, das W Lan gab es leider nicht und während der ungemütlichen Nachtruhe zerstachen mich Tiere die ich erst mal im Internet googeln musste. Da reise ich durch die halbe Welt und bin echt krisenfest aber die Toskana ist mir zu viel Abenteuer.

Wobei das Essen absolut grandios ist. Ich liebe die einfache Kombination aus Salat, Parmesan, Öl und Brot mit dem großartigen Geschmack von Orangen drumrum.

37059048_1107129079438360_1749458514599739392_o

Meine Tage bestanden zu einem Teil aus Whats app Schriftstücken mit dem Eigentümer, der Verwalterin und mal wieder mit dem Eigentümer. Zwischendrin sagte mir ein Mensch namens George eine Internetcube zu (der leider nur 10 min funktionierte) und die Dusche wurde warm. Ein Zimmerwechsel stand dann für die dritte Nacht an und so konnte ich noch zwei umschimmelige Nächte in einem Bett gleicher Höhe verbringen.

Beißende Tiere gab es jedoch auch im Nachbarzimmer und vermutlich in ganz Lucca und der halben Toskana, wenn ich nach den Beinen der anderen Urlauber vermuten darf.

Ja – auch Vielreisende können mal danebengreifen 🙂 Es kann ja aber auch nicht immer klappen. Ich sollte wieder auf meine Strategie zurückgreifen, dass ich selten wo sein möchte wo alle anderen Menschen hin mögen. Da ist es eben dann auch schon voll.

Keine Sorge, ich habe auch in der Toskana wundervolle Ecken und wirklich geniale Aussichten gefunden. Ich weiß jedoch jetzt auch wie Urlaub aussehen kann. Das war mal eine wirklich neue Erfahrung.

37090648_1108012366016698_7491731314341576704_o

Was ich definitiv nicht fotografiert habe, war der Strand in Viareggio. Ich kannte derartige Folterstrände nur vom Erzählen. Es fühlte sich an wie Strandvergewaltigung diese 10.000 Schirme und Sonnenliegen in Reihen und nach Farben sortiert zu sehen. Ich habe nur mühsam den Sand dazwischen gefunden. Wieso tut man dies? Ist das Fortschritt oder Luxus der sich mir nicht erklärt? Ein Platz an diesem Strand kostet 49 Euro (im Beachclub für 2 Personen den ganzen Tag). Es ist mir unerklärlich.

Die wunderschönen Bilder aus der Toskana folgen in den nächsten Tagen… Das Beste kommt zum Schluss!