Achtsamkeit und Meditation

Hallo Ihr Lieben…

Meditiert ihr schon oder lasst ihr Euch noch vom Stress fortspülen? Ich durfte in den letzten Jahren den Genuss der Achtsamkeit entdecken.

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Ich habe im Laufe meines Lebens viele verschiedene Meditationen kennengelernt. Am Eindrucksvollsten waren für mich die Feuermeditation am Ganges in Indien. Mit lautem Getöse und Getrommele wurden Feuerschalen und brennende Stäbe am Ganges geschwenkt. Es wirkte wie ein Tanz, ein Gebet oder ein Ritual aber am Ende der halben Stunde war der Kopf völlig leer von allen Gedanken und Gefühlen die vorher noch tobten.

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Eine weitere Variante war die Vipassana Meditation – 10 Tage in der Einsamkeit der bayrischen Voralpen auf einem ökologischen Bauernhof. Es gab kaum Platz, um im Kreis zu laufen und das Schweigen hatte eine sehr tiefe Wirkung auf mich. Vegane Ernährung begleitete die mehrmaligen Meditationen am Tag. Diese begannen schon vor dem Sonnenaufgang und endeten vor dem Schlafengehen. Unterbrochen wurden sie von Zeiten der Ruhe und zum Essen. Ich erinnere mich an eine tiefe und erfüllte Zeit die mich in eine Ruhe brachte, dass sehr viel Innenschau möglich wurde. Ich betrachtete meinen Körper und meine Gefühle mit ganz neuen Sinnen und war erstaunt, was ich alles spüren kann. Leider waren die 10 Tage sehr bald um und die Welt um mich sprach wieder. Dieses tiefe Gefühl vermisse ich doch manchmal.

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Eine wunderschöne Meditation für mich ist es auch, einfach am Meer zu sitzen. Ich schaue auf die Wellen und verliere mich in meinen Gedanken und Gefühlen und die Welt wird ein einziges Rauschen und sich bewegen. Das Auf und Ab der Wellen hat auf mich eine bereichernde, klärende und gleichzeitig entspannende Wirkung. Wasser im Allgemeinen  hilft mir sehr aber die Wellen des Meeres helfen mir zu einer besonderen Tiefe. Es ist für mich eine ernste Ruhe und Tiefe die gleichzeitig vor Glück zerplatzt.

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In den letzten Tagen (durch meinen etwas chaotischen Job motiviert) fand ich eine neue Variante hier in den bayrischen Voralpen. Ich schaue in die Natur und der Blick versinkt vom Großen ins Detail. Je länger ich auf eine Stelle schaue, um so differenzierter wirkt sie. Ich entdecke immer feiner Details und wandere mit den Augen über die Steine, die Ameisen und die kleinen winzigen Sandkörner dazwischen. Während ich Spinnen entdecke und Kreise auf Steinen, Steine in Herzform finde oder Blätter dazwischen macht mein Hirn Urlaub. Es fühlt sich an als würde es sich ausruhen und einfach zurückziehen während mein Blick durch die Natur schweift. Die Atmung wird ruhig und gleichmäßig ohne darauf zu achten und der Herzschlag ruhiger. Ich werde eins mit meinen Sinnen und fühle mich eins mit der Natur um mich herum.

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Ich testete auch Unendlichkeitsmeditationen, Meditationsmantren verschiedener Lehrer und Stilrichtungen, Kundalinimeditation und eingeweihte Meditationen. Die Meditation in der Natur und über die Natur ist für mich die schönste und ergreifendste Art zu innerer Ruhe zu finden.

Welche Formen der Meditationen nutzt ihr? Was mögt ihr am Meisten?

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10 Lembongan

Schnell schmiss ich den Rucksack ins Zimmer – in den Schrank konnte ich leider nichts stellen, da der Gecko und ich schreiend erstarrten, als ich die Tür öffnete. Ich schlug die Schranktür schnell wieder zu, schmiss den Rucksack ins Eck und ließen Gecko und Zimmer allein.

Eigentlich finde ich die kleinen süßen Geckos toll aber der war riesig, megariesig.

Ab ans Meer war mein erster Weg – Sand und Wellen und den Geruch von Lembongan in der Nase platzte mein Herz fast vor Glück. Ich ließ den Sand durch meine Zehen rinnen und ging am und durchs Wasser zu meinem Lieblingstauchplatz. Noch ein paar Minuten Zeit bis zum genialen Blue Corner Sunset mit Blick auf den Vulkan auf Bali. Die Vorfreude war riesig und mit jedem Schritt meines Weges kamen mehr Erinnerungen hoch.

 

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Hier habe ich tauchen gelernt, meinen ersten toten Menschen gesehen, habe gelacht und geliebt, gesungen und getanzt. Blue Corner, ein Ort wie aus der Zeit genommen. Der wohl einzige Ort mit dem für mich perfekten Soundtrack. Der Pool am Strand mit Blick in den Sonnenuntergang, die Jungs, die Musik, die Partys und das Essen.

Nur noch wenige Minuten und war da. Die Jungs freuten sich riesig und luden mich auf die Party, ein Bier und unbedingt morgen tauchen ein.

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Es war wie heimkommen und in alte Zeiten zurückkehren in Einem.

Ein Bintang später war es Zeit mich zu den Anderen in die Sitzsäcke zu setzen. Sonnenuntergang – der wichtigste Termin des Tages den man auf Reisen so haben kann. Ich bin immer wieder überrascht wie viele Farben, Gefühle und Schönheit die Natur in diesen einen kurzen Moment legen kann. Jeder ist anders und einzigartig und wundervoll.

Der Heutige war gekrönt von einer ufoförmigen Wolke die genau über dem Vulkan hing.

Ich war gespannt was mir die nächsten Tage bringen werden und versank mit meinem Buch tief in den Kissen.

Es gibt für mich so Orte auf der Erde die mich in völliger Ruhe ankommen lassen. Blue Corner ist so einer.  Einige Stunden später wechselte die Stimmung und die Party begann. Lagerfeuer wurden angezündet und die Kids kamen von der ganzen Insel zum Feiern. Hier feiert man noch als gäbe es kein Morgen. Es ist egal ob schwul, lesbisch oder hetero – Einheimischer oder Tourist, Mann oder Frau, jung oder alt… Alle finden hier ihren Platz.

So saß ich mit dem Vater von so Partykids am Feuer und wir redeten und tranken Bier und redeten weiter. Es ist ein Platz wo wildfremde Menschen sich ihre Alltagsgeschichten erzählen, keiner macht sich Gedanken was der Andere denkt. Manche trinken, manche reden und Andere tanzen aber jeder ist hier so echt wie er nur sein mag. Wie ein magischer Zauber der über diesen Partys liegt.

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Ich ließ mich immer tiefer in diese Welt fallen und genoss den wundervollen Abend, die Sterne über mir und das Meeresrauschen in meinen Ohren. Andy und Cody waren mal hier und mal dort und immer mal wieder bei uns am Feuer. Sie sind Freunde mit ihrer ganzen Ausstrahlung und man kann ihnen nah sein obwohl sie für die ganze Party sorgen.

Ein weiterer Once in a lifetime Abend meines Lebens ging dem Ende zu und ich lief langsam durch den Sand heim in meinen Bungalow zu meinem neuen Freund im Schrank.

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Der Link zu Blue Corner Dive ist für Eure Info über den tollsten Tauchplatz der Welt.

8. Gilis

Die Frühstückspanaromaseite ist die nach Osten. Fischer fahren mit kleinen Booten auf die nahegelegene Insel Lombok hinüber und versuchen die Rekorde im Tüten stapeln zu brechen.

Die Boote wackeln und sinken tiefer und tiefer. Die Tütchen beginnen einen gespenstischen Tanz und nicht wenige der Päckchen ziehen es vor ins Wasser zu fallen.

Direkt neben diesem Spektakel ist mein Frühstückslokal. Ich bin meist der einzige Gast und die Belegschaft ist morgens um 11 noch nicht so ganz ausgeschlafen.

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Ich weiß ja jetzt was sie in der Nacht machen…

So lag ich auf meinem überdachten Balibett, las eines der Bücher die sich in jedem Hotel finden und wartete auf mein heutiges Überraschungsfrühstück.

Die Bedienungen sind jeden Tag Andere und die Köche scheinbar auch. So sieht ein Obstsalat oder ein Pancake, ein Toast mit Omelett oder ganz einfach ein Kaffee jeden Tag wie neu aus. Ich liebe dieses Restaurant. Es bietet mir jeden Tag was Neues ohne, dass ich mich bewegen muss. Urlaubertraum für mich. Ich kann also meine völlig unbekannten Bücher lesen und vor mich hin träumend den Zementtüten zuschauen die sich ins Meer stürzen und habe neben aller Gewohnheit täglich was Neues.

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Apropos Bücher, so viele Reisende tragen ihren E Reader mit sich rum. Wie ist das so für Euch? Ich kann nicht. Ich brauche den Geruch von Papier und das gelbliche der Seiten unter meinen Fingern. Ich liebe den Gedanken wer das Buch schon gelesen hat und wo es schon war. Wegen mir könnte es ein eigenes Reisetagebuch für sich schreiben.

Beim Backpacken reise ich immer mit einem Buch los und dann geht es ans Tauschen. So kam ich im Laufe der Zeit sicher schon an hundert Bücher die ich so zum Teil nie lesen würde.

Per Anhalter durch die Galaxis war eine meiner Lieblingsüberraschungen. Ich hätte es nie gekauft und bin seit dem ersten Buch vernarrt bis über beide Ohren.

Anfänglich las ich nur deutsche Bücher aber das wurde bei meinem Verbrauch zu teuer und zu irrwitzig immer wieder deutsche Literatur zu finden. Wieso stehen wir deutschen Frauen eigentlich auf Kitschromane während die Niederländer die tollsten und spannendsten Krimis und Mittelaltergeschichten im Urlaub lesen? Im amerkikanischen Sprachgebrauch ist sogar Humor oder sience fiction möglich.

So wurde ich ein wenig vielseitiger und mein Geldbeutel freute sich. Es ist doch netter ein Buch auch mal mehrere Tage zu lesen als jedes nur zu verschlingen.

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Zurück zum Frühstück, ich lese also immer noch auf meinem Balibettchen und das Meer übt sich weiter in seinen wunderschönsten türkis Tönen. Den Kellner habe ich in der Zwischenzeit schon dreimal lieb gefragt wie es meinem Kaffee geht. Der Obstsalat schläft noch irgendwo in der Küche.

Vermutlich ist der Hotelboy grad mit dem Radel einkaufen und schaut mal was er meiner Beschreibung entsprechend so einkaufen kann.

Ich liebe es, wenn das Abenteuer schon morgens beginnt. Währenddessen halte ich den Kellner Madi auf dem Laufenden was ich heute so vorhabe. Ich bin mir gefühlt sicher, dass er mich den ganzen Tag über egal wo auf der Insel finden würde – so denn ich mich nur an meinen eigenen Plan hielte.

Zu Hause auf den Gilis – ein tolles Leben… (Für alle die noch mehr über Bali lesen und wissen wollen)

Nach meinen üblichen Strandrunden ist heute mal die Touristenseite dran. Strandbekannte, die man beim Backpacken gern und auch häufig trifft, haben über den besten Schokoladenkuchen der Welt berichtet.

Das muss ich natürlich heute Abend überprüfen.

Es würde da einen ganz tollen Grill und super Fisch zum Abendessen geben, der Capucchino sei phantastisch und der Schokoladenkuchen ein Gedicht.

Also war mein Plan für heute, spazieren bis zum Abend – zwischendrin Reis und Gemüse und dann hungrig ans BuffetBlütenbad.

Juchhuh… Ich freute mich schon auf lustige Touristengeschichten und genoss die Vorfreude.

Stunden später stand ich hungrig, geduscht (heute warm) und im passend zum Meer Kleidchen am Grill.

Vor mir lag eine Auswahl recht unanonymer Fische die mich vorwurfsvoll anstarrten.

War ich nicht vielleicht doch Vegetarier? Der Blick auf den Kartoffelsalat schrie nein. Die Majonaise stand zu weit oben auf der tu das bitte nicht im Urlaub Liste.

So mussten sich die Fische umdrehen, einer wurde ausgezogen und filetiert und verschwand im Bananenblatt auf dem Grill.

Jetzt schnell an die Salatbar. Es gibt grünen Salat, ich meine am Äquator auf einer Insel. Dann hätte ich noch die Variante Eiersalat, russischer Salat und diverse Versionen anderer Majonaisensalate testen können.

Ich überließ die Toiletten lieber den anderen Gästen und fand Karotten und gegrillte Kartoffeln hervorragend zu Fisch.

An meinem Tisch versank ich in Sitzkissen und lag mit entspanntem Blick auf Lombok noch immer dort als der Kellner ankam. Zu dem Fisch im Bananenshirt hat sich noch ein Händchen Pommes, Grillgemüse und diverse Deko gesellt. Es könnte also gut sein, dass ich mir den Abend einteilen muss, damit sich der Schokoladenkuchen nachher nicht völlig überflüssig vorkommt.

Ein Gläschen Wein sollte das Ganze abrunden. Ups – nicht aufgepasst. Wein und Inseln und so kurz vor Australien – das kann zwar gut klappen. Heute war jedoch nicht mein Glückstag. Ich sollte mir die Kombi – Bali ist Bintang einfach besser einprägen.

Der Fisch war göttlich, die Karotten und die Deko blieben am Leben und ich genoss das (wie ich in Bali zu oft sage) beste Essen ever. Kugelrund und voller Genuss schaute ich auf den Sternenhimmel. Die Palmen über uns raschelten leicht vor sich hin und das Meer versank in einem immer tieferen schwarz.

Zeit für Schokoladenkuchen wie ich fand – Schokoladenkuchen mit einem wundervollen Espresso dazu. Ich bin so ein alter Kaffeejunkie wie sicher schon aufgefallen ist. Ja, man kann nach einem Kaffee um 22 Uhr wundervoll schlafen.

So lag ich noch immer in meinem Megakissen, versuchte mit Situps gelegentlich stilvoll an die Gabel zu reichen und verkrümelte meinen Kuchen mit innig verlaufendem Schokoinnenleben um mich herum.

Es war ein Fest.

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7. Gilis

Mein SpeedBoot auf die Gilis sollte bald ablegen. Die Touristenwelt hatte mich wieder.

Ja, es gibt diese Gedanken zwischen Backpackern und Touris. Wer reist denn jetzt besser und passt besser auf die Welt auf? Wer kennt sich besser aus oder wer ist verloren?

In der Welt der Touristen und Zettelchen, Jetons und Reihen zum Anstellen bin eindeutig ich verloren. Obwohl ich doch schon an die richtige Stelle gestellt wurde, ging ich immer wieder auf die Toilette, ein Getränk holen oder anderweitig verloren. Unglaublich wie oft mich der nette Guide immer wieder aufgeräumt hat.

Eigentlich ein Wunder, dass Menschen wie ich so völlig unaufgeräumt auch überleben? Ich bin verwirrt.

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Nach Stunden des Wartens, das Boot sollte eigentlich schon längst wieder gelandet sein, durften wir endlich einsteigen.

Es wurde die lustigste Bootstour meines Lebens.

Auf den sonst üblichen schnellen Fischerbooten mit denen ich unterwegs war hat sich noch nie jemand die Schwimmwesten erklären lassen. Wir wurden auch nie gebeten Sonnencreme aufzutragen und auch die Beschwerden über zu warme Cola kannte ich nicht.

Eine ganz neue Erfahrungswelt tat sich auf.

Die schönste Episode war jedoch als sich ein etwas beleibter Reisegast auf die Ankerleine setzte und ich beim Ablegen nicht dazu bewegen ließ diesen Platz zu verlassen.

Mitreisende, der Kapitän und viele Besatzungsmitglieder versuchten es in vielen Sprachen aber er saß.

So zogen sie das Ankerseil zu viert unter ihm hervor damit wir nach 20 Minuten dann doch ablegen konnten.

Ich habe wohl das wahre Abenteuer der Reisen mit Guide bisher immer unterschätzt.

Es ist mir ein wohliges Vergnügen.

So fuhren wir irgendwann mit dem Speedboot aufs Meer, cremten uns ein, tranken die zu warme Cola, wurden gebeten nicht vom Dach zu fallen und bekamen die Buchten und Berge der Insel benannt.

Was für ein Spaß!!!

Wie gebucht kam noch eine Schule Delphine zu unserer Begleitung vorbei. Der Kapitän wurde schnell dazugerufen ob es auch echte Delphine sind und als er dies bestätigte freute sich das Boot gemeinsam.

Ich hatte Tränen in den Augen vor Lachen, vor Glück, vor Vergnügen und einfach, weil es so schön war.

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Bali und der Mount Agung hinter uns wurde immer kleiner und verschwand schließlich fast aus dem Blickfeld.

Das Boot jagte übers Meer und langsam kamen die Gilis in Sicht.

Ich war noch nie auf einer Insel die so ganz kitschig das Wort Inselparadies verdient hat. Das Boot brachte mich direkt nach Gili Air. Sand soweit das Auge reicht begrüßte uns und Palmen wiegten sich still im Wind. Das Meer hatte die Farbe meines türkisfarbenen Kleides und die Menschen wirkten als hätte ihnen jemand das Lachen ins Gesicht gezaubert.

Wir hüpften an den Strand und wurden hüfttief nass. Die Rucksäcke schafften es teilweise fast trocken an den Strand aber nichts konnte das Lächeln trüben.

Die Insel hat eine fast schon schmeichelnd gelassene Ausstrahlung. Tauchbasen, Cafes, Fischer und kleine Shops und Hotelchen lösen einander ab, wenn man den mittleren Weg durch die Insel geht.

Ich hatte meine kleine Unterkunft mal wieder schon vorher gebucht. Meist suche ich mir in der Zwischenzeit bei Booking ein Zimmerchen oder in dem Fall einen ganzen Bungalow aus.

Er lag malerisch inmitten eines Blumengartens und 5 weiterer Bungalows. Hier war also mein Reich für die nächsten Tage – mein Ruhepool, meine Base und mein zuhause auf Zeit.

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Es war ein Traum. Eidechsen lagen auf den Steinen und sonnten sich, ein Frangipanibaum war noch dabei zu wachsen um später mal Schatten zu spenden und überall blühte und zwitscherte es.

Nach einer kurzen Pause um die üblichen Papiere durchzugehen, meinen Reisepass abzuschreiben und alle Quittungen zu unterschreiben durfte ich endlich ans Meer.

Es zog mich magisch an.

Gili Air ist eine kleine Insel vor Lombok und ich schaffte es zu Fuß mehrfach sie in jeweils 2 Stunden zu umrunden.

Das wurde mein willkommenes Abend- und manchmal zusätzlich auch Mittagsritual. Auf der Suche nach den schönsten Stränden, den tollsten Kokosnüssen und den allerbesten Smothies hatte ich viel zu tun. Meist wurde ich im Norden der Insel fündig wo es ein wenig ruhiger und familiärer zugeht. Am zweiten Tag kommt schon die Frage wie es mir geht und wo ich gestern Abend war. Es ist wie nachhause kommen in den Fremde.

Das mit Abstand Beste und unwirklichste und wunderschönste an Gili Air sind jedoch neben den Menschen, Palmen, Stränden und Cocktails die absolut atemberaubenden Sonnenuntergänge die ich in dieser Farbkombination noch nie gesehen habe.

Der abendliche Sonnenuntergang ist ein mindestens einstündiges Farbspektakel was sich nicht nur im Westen abspielt, sondern sich in den Süden und Nordwesten ausweitet.

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Der halbe Himmel ist in lila, rot, orange, blau und gelbe Nuancen getaucht die ein feierliches Fest feiern. Ich wanderte jeden Abend die ganze Westseite entlang und erfreute mich wieder und wieder und wieder an den phantastischen Bildern. Manche schafften es auf die Kamera aber die allermeisten sind in meinem Kopf.

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Ein Bild was ich nur als absolut mindblowing in Erinnerung habe (seitdem weiß ich was das Wort bedeutet) war ein wundervoller Sonnenuntergang in den tollsten Farben. Heute war mal grün mit dran aber die Hauptfarbe war und blieb dunkelrot lila. Wir saßen also in unserem Kinopanorama uns schauten den Krebse Sammlern bei der Arbeit zu.

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In diesem Moment kam eine traumschöne Frau mit ihren Freundinnen und einem schneeweißen Pferd mit langer Mähne ans Meer gelaufen und begann es im Sonnenuntergang zu putzen.

Es ist ein Bild wie vom Kitschposter. Das passiert nicht in der wirklichen Welt oder? Schauen die Menschen neben mir genauso? Ist das wirklich wirklich echt? (alle Bilder auf der Seite sind mit einem HTC 8 fotografiert – no Photoshop!!!)

Scheinbar ja – also genießen und schauen und für immer im Kopf abspeichern.

Wir saßen noch lange am Strand und ließen diese Bilder auf uns wirken. Es war einfach unfassbar und gewaltig und atemberaubend.

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Irgendwann wurde es immer dunkler und die blaue Stunde begann. Das Pferd war sicher unglaublich sauber und es wurde Zeit weiterzugehen.

Am Abend war ein Fest geplant. Gerüchte besagen, dass man auf den Gilis alle Drogen dieser Welt haben könnte und dieses Fest wäre ein guter Platz sie zu testen. Ich bin einfach nur neugierig und mag zuschauen.

Wie soll so ein Platz ausschauen? Wie geht es den Menschen dort und was passiert heute Abend?

Neugier über Neugier ließ mich weiter in den Süden auf das Partygelände am Meer laufen.

Schon von Weitem begrüßten uns wehende Tüllfahnen. Psychodelische Musik und neonfarbene Pilzmalereien an der Wand machten einen phantasievollen Eindruck. Lichter, Fackeln und Lampen in den unterschiedlichsten Farben machten die Tüllfahnen bunt und sorgten für flackernde und flatternde Schatten.

Der DJ war aufs ärgste bemüht keine Musik zu spielen die man irgendwo schon mal gehört oder gar gemocht hätte. Es war ein wenig wie in einem Gruselfilm nur in der Wärme und am Meer.

Ich brauchte an diesem Ort weder wahrnehmungserweiternde Substanzen noch hätte ich diese haben wollen. Der Ort allein war schon unwirklich und Geschichten anregend genug. Schon mein kurzer Gang aufs Stille Örtchen wurde zu einer kleinen Mutprobe. Später setzte ich mich mitten ins Geschehen und ließ Alles auf mich wirken. Entweder waren wir alle noch zu früh oder es waren eindeutig mehr Zuschauer als Partygäste hier.

Alle schauten zu wer welche Drogen genommen haben könnte aber keiner wirkte irgendwie außerhalb der eh schon abstrusen Wahrnehmung.

Nachdem ich mir den Zauber eine Weile angeschaut hatte, wandelte ich weiter.

Am Abend sieht man die anderen Seiten der Insel. Die Touristen sind brav in den Restaurants verräumt und die Einheimischen kommen an die Strände. Kids spielen Fußball, Männer führen ihre Frauen spazieren, Bauarbeiter haben sich ein Basketballnetzt gespannt und trinken Bier. Es ist eine ganz familiäre Atmosphäre. Ständig werde ich eingeladen, gebeten mitzuspielen oder ein Bier mitzutrinken. Nichts davon erweckt einen ungemütlichen Anschein. Ich fühlte mich wohl und entspannt und schaute mit den Jungs aufs Meer.

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Gefühlte Stunden später ging es wieder heim in meine kleine Miniwelt. Morgen ist ein neuer Tag. Wichtige Strände wollen erkundet, Muscheln gefunden und Wellen gehüpft werden. Ja, ich bin zu diesem Zeitpunkt 43 Jahre alt. Glaubt ihr wirklich das die Wichtigkeit dieser Aufgaben eine zeitliche Begrenzung hat?

Sie sind lebenslang wichtig.

So schnell ein wenig schlafen, dann kalt duschen (nicht weil ich möchte sondern weil die Sonne das Wasser erst mittags warm macht) und dann ab zum Frühstück.

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