Fotonomadin reist digital

Ich bin eine Weltenbummlerin und wollte immer die ganze Welt bereisen. Was dabei ein wenig schade ist, dies werde ich nie schaffen.MU8A7094

Dazu bin ich einerseits zu gemütlich geworden, andererseits kenne ich zu viele traumschöne Plätze die ich wiedersehen mag und dann gibt es noch ein paar Gründe…

Alaska ist schön aber für mich leider zu kalt und in Australien fürchte ich mich vor den vielen Tieren die tödlich sein können. So gibt es einige Länder, die ich nicht bereisen kann oder möchte.

Meine Seite tut dies jetzt ohne mich. Ich lese immer mal wieder völlig fasziniert wo ich so gelesen werde und grüße auf dem Weg in die Welt.

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Wer seid Ihr da draußen? Wer sind die 45 Leser in Irland? Mich hat es völlig von den Socken gehauen 🙂

Dann gibt es noch 37 Leser in Kanada und viele Klicks in Indien. Mir gefällt das total. Es muss da draußen Menschen geben die Lust haben meine Reiseberichte zu lesen. Ganz lieben Dank dafür.

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Lasst mir doch mal ein paar Zeilen da, dass ich weiß wer ihr so seid.

Wer aus Tunesien mitliest kann ich mir vorstellen und auch in Indonesien und Sri Lanka habe ich meine Idee.

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Wo lest ihr mich noch überall?

Was gefällt Euch an meinem Blog?

Ich freue mich auf Eure Kommentare und habe bald auch ganz viel Zeit zu antworten.

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Wo ist denn Lucca oder wie reise ich entspannt?

Hallo Ihr Lieben,

ich werde immer und immer wieder gefragt, wie für mich reisen ist. Stresst es oder wie nehme ich es wahr? Viele Menschen machen sich riesige Gedanken vorm Reisen… Im Moment bereite ich mich auf einen Kurztripp nach Lucca vor und ich tue (wie so häufig) nichts. Mein Hotel buche ich zwar einige Wochen vorher und auch der Flug ist schnell gefunden aber dann geht mein ganz normales Leben weiter.

Für mich gehört reisen zum Leben dazu. Es ist ein Teil meines Alltags. Dadurch, dass ich recht schnell packe und nie lange vorbereite, habe ich viel Genuss an jedem Moment. Ich verlagere mein Leben nur für einige Tage an einen anderen Ort.

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Es ist für mich angenehm in einem neuen Bett zu schlafen und an einem neuen Ort aufzuwachen. Ich liebe die Stimmen und Geräusche, die ich nicht kenne und freue mich schon beim Aufwachen auf die neuen Eindrücke.

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Reisen unterbricht mein Leben nicht. Es ist ein Teil des normalen Seins. Die Reise beginnt daher auch nicht am Zielort. Ich bewege mich einfach wie an jedem anderen Tag auch von A nach B. Beim Reisen nur mit dem eindeutigen Vorteil, dass ich nicht arbeiten muss. Ich lege großen Wert auf angenehme Zeitgestaltung beim Reisen. So fliege ich in München gern am Nachmittag ab. So kann ich morgens entspannt aufstehen, gemütlich zum Airport bummeln, einen Kaffee trinken und in der Bahn ein Buch lesen. Es entstehen selten stressige Momente und die Reise beginnt schon in Tölz.

In Lucca, wie auch bei vielen anderen Reisen, wird mich ein Fahrer meines kleinen Hotels am Flughafen Pisa abholen 🙂 Nein, dies muss nicht teuer sein. Ich suche mir häufig sehr kleine Schlafmöglichkeiten mit 3 – 5 Zimmern aus, die noch nicht sehr bekannt sind. Diese bieten einen familiären Service und die Gespräche beginnen quasi am Flughafen. Dieser Service ist nach Lucca z.B. im Hotelpreis drin.

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Der Fahrer bringt mich bis vor die Tür und ist meist auch in andere Aufgaben des Minihotels involviert. So bekomme ich die wirklichen Insidertipps, ohne jeglichen Reiseführer. Auf dem Weg vom Airport wird er mir sicherlich einige tolle Restaurants zeigen und Hinweise zu tollen Plätzen geben. Normalerweise erfahre ich so wo die gefährlichen Ecken sind, was sich hier nicht gehört oder wie man sich nicht verhalten sollte. Ich erfahre aber auch lustige Dinge, Anekdoten, Geschichten über die Stadt und ihre Menschen. So werde ich innerhalb einer halben Stunde oft perfekt vorbereitet.

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Ich lese vorher selten einen Reiseführer. Meist versuche ich auf Reisen zu leben und den Tag anhand von Ideen der Bewohner des Ortes zu gestalten. Ich bin gespannt wie sich Lucca aus der Sicht der Menschen dort anfühlen wird.

Dazu wird es eine Pension ohne Frühstück geben. So gehe ich morgens schon auf die Straße und teile mir meinen Espresso mit den Italienerinnen an der Bar. Dann werde ich schauen wohin mich mein Gefühl trägt.

Mich reizt auf Reisen der Augenblick, die Momentaufnahme und die Unabhängigkeit von allen Plänen. So entdecke ich immer und immer wieder Ecken dieser Welt, die ich nie für möglich gehalten hatte.

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Reisetasche packen, so entspannt wie Nomaden

Ich reise ja in der Zwischenzeit ziemlich viel und packe meine Tasche ein wenig anders als andere Leute… Jedes Teil hat seinen festen Platz und so finde ich wie daheim alles auf einen Griff.

Es gibt so eine gedankliche Liste was immer dabei sein muss und dann kommt der „Luxus“ dazu.

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Zuallererst natürlich der Reisepass und meine Fotokamera. Die beiden kommen in meinen Lieblingsrucksack. Die neue Sonnenbrille muss auch jeden Fall auch mit. An vierter Stelle steht mein Laptop. Dies ist mein Briefkasten, Fotobearbeiter, Telefon um die Weltbastler usw. Wieso eingentlich einen Rucksack? Er passt im Flieger unter den Satz und ist so biegbar, dass er auch oben ins Fach gestopft werden kann. Rucksäcke sind viel bequemer als Koffer zu tragen und meine riesige Kamera fällt in dem Bergrucksack nicht auf 🙂 und ich weiß ja nie, wo ich so hinkomme…

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Im Flieger selbst ziehe ich meine Dynafit Jacke und einen dickeren Pulli an. Das hilft gegen die Kühle der Klimaanlage und ist gleichzeitig mein Kopfkissen, die Kuscheldecke und alles was es gemütlich macht. Auf der netten Seite erleichtert es mein Gepäck mal locker um 1 kg. Auch im Flieger dabei sind die bequemen Turnschuhe von Adidas in genialem blau mit denen man km um km laufen kann.

So muss in die Reisetasche nur das Paar superleichter und extrem bequemer Flipflops. Da liebe ich neuerdings die Schuhe von Adidas mit Korkbelag und Recyclingmaterial. Für ein extralanges Wochenende kommen dann noch eine zweite Hose, ein Wickelrock, ein Kleidchen, ein paar Shirts und ein paar Kleinigkeiten dazu. Die perfekte Reiseunterwäsche für mich sind übrigens mehrere Bikini Sets. Sie passen prima, sind bequem und schneller zu waschen als vieles Andere.

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Ich schaue, dass die Dinge alle zueinander passen und quer kombinierbar sind. So bin ich trotzdem alle Tage angezogen und fühle mich wohl. Dabei sollte das Kleid definitiv theatertauglich sein – ich weiß ja nie was so kommt. Für den Fall habe ich oft meine Ballerinas dabei – kleine schwarze leichte Schuhe die sich gut einpacken lassen. Sie kosten nicht die Welt und man kann mit ihnen bequem laufen und toll aussehen.

Wobei das Schönste auf Reisen für mich die Welt ist und weniger die Dinge im Koffer.

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An Kosmetika nehme ich oft nur die Zahncreme und Zahnbürste mit. Da bestehe ich nämlich auf meine indische von Himalaya. Keine Andere schmeckt besser und ist so natürlich. Die Zahnbürste muss für mich aus Bambus sein – weniger Müll ist mehr Natur… Oft packe ich noch eine Sonnencreme mit ein, da ich einige Cremes nicht vertrage aber alle anderen Dinge besorge ich mir schnell vor Ort.

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Jetzt zu den Zusatzdingen 😉 natürlich ein bodenlanger Rock (wenn ich Tempel schauen mag), ganz wichtig ein Tuch mit dem ich meine Schultern bedecken oder mich am Strand hinlegen kann – es dient als großartiges Handtuch nach dem Duschen und im Zweifelsfall auch mal als Decke in der Wärme. Die Tücher sind in 2 min gewaschen und in kürzester Zeit wieder trocken – perfekt. In sonnigen Gefilden ist immer noch ein weißes Langarmshirt dabei – viel besser als jede Sonnencreme und natürlich ein Tuch für den Kopf. Ich liebe die Schlauchtücher als Schal, Sonnenschutz, Haargummi oder Spielzeug 🙂

14330034_691024981048774_3892134057553796221_nWenn ich länger reise, werden es einfach mehr Shirts und Jacken, Hosen und Socken. Sonst verändert sich wenig. Wichtig ist mir nur, dass alle Dinge leicht wieder sauber zu bekommen sind – egal wo ich mal wieder rumturne.

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Nur für Tauchausflüge kommt noch einiges dazu. Dies ist aber eine eigene Geschichte… Viel Spaß beim Packen für Eure nächste Reise. Packen ist viel leichter als man denkt, wenn man weniger mitnimmt. So reist es sich entspannt und man weiß immer was man dabei hat.

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Wieso reise ich oder was ich vermisse, wenn ich daheim bin?

Sind es die Sonne und das Meer oder eher die Wellen und das Essen? Ich kann es nicht in Worte fassen was die Freiheit ausmacht, allein zu reisen. Ist die tägliche Entscheidung zu tun was ich möchte, ist es die fehlende Verantwortung…?

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Sei es vielleicht die eigenwillige Veranlagung aller Kriegsflüchtlingsenkel? Es liegt mir im Blut aus Hoffnung Kraft zu schöpfen. Es liegt in meinen familiären Genen in der Ferne nach Glück zu suchen.

Vielleicht ist es jedoch auch einfach nur der Gedanke, dass das Gras auf der anderen Seite grüner sei 🙂

Dafür muss auch nicht unbedingt am Ende der Welt sein… Ein paar Tage in Insbruck im Hotel Heimgartl oder im Norden haben den selben Effekt. Es ist der Moment, in dem ich beginne, den neuen Ort zu erkunden und mein Sinne die Dinge aufnehmen, die um mich passieren.

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In meinem Beruf muss ich so oft tun, was Andere von mir möchten – an meinen Reisetagen tue ich einfach das was mir gut tut.

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Es ist nicht wichtig was es kostet und in den günstigsten Unterkünften habe ich schon die entspannendsten Erfahrungen gemacht. Reisen beginnt für mich in dem Moment wo ich meine Reisetasche über die Schulter lege, das Haus verlasse und mich auf den Weg mache. Für viele Menschen liegt das Ziel des Reisens im Ankommen. Ich dagegen, entspanne am liebsten, wenn ich unterwegs bin. So startet jeder Urlaub wirklich vor der Haustür. Es ist für mich ein Abenteuer die Menschen im Zug zu beobachten, Auto zu fahren, auf einer Fähre oder in einem Bus zu sitzen und neue Dinge kennenzulernen.

Bahnfahrten gehen bei mir leider oft gnadenlos schief. So ist meine Einstellung was reisen angeht, gleichzeitig völlig unverständlich und ein Segen. Da meine Zugverbindungen häufig zwischen 4 und 8 Stunden später ankommen, kann ich die Zeit sehr lange genießen. Ich habe schon Umleitungen von Rostock über Berlin, Hannover und Köln nach München erlebt oder stand mehrere Stunden mit der Hamburger Fußballmannschaft auf einem Bahngleis neben einem Feld fest. Manchmal trifft man Menschen, die spannende Geschichten erzählen, wie z.B. einen guten Freund von Peter Maffay und den damit zusammenhängenden Bikerstorys oder Felix Neureuther den Skifahrer, eine Therapeutin für Traumatherapie und viele Andere. An anderen Tagen bin ich eher stundenlang in ein Buch vertieft und unterbreche das Lesen nur, um mal wieder den Zug zu wechseln.

Noch lieber als mit der Bahn, reise ich mit dem Flugzeug. Es ist sicher nicht so ökologisch. Ich hoffe, das mein Fußabdruck durch viele andere nachhaltige Dinge ein wenig ausgeglichen wird. Es ist schon ein Wahnsinn wie heute Flüge gebucht werden können. So ist es häufig günstiger einen Baliflug mit einem Tagesausflug nach Paris zu verbinden, als direkt zu fliegen. Auch Amsterdam, Lissabon, Istanbul oder Athen habe ich mir als Stopover schon angeschaut. Sucht einfach nach günstigen Flügen und bleibt neugierig wie die längste Verbindung funktioniert. Wichtig ist nur die Visabedingungen der beflogenen Länder zu kennen. Es wäre zu schade 20 h auf einem Flughafen zu stecken, ohne ihn verlassen zu können. Auch ein guter Tipp ist es den Wetterbericht zu schauen. So bin ich schon in gelbem SMOG in Peking gelandet und wollte nicht vor die Tür oder habe bei einem Stopover im warmen Athen, nur die dicken Sachen dabei gehabt. Kurz im Internet das Wetter googeln, ein paar entsprechende Klamotten ins Daypack und der Kurztripp kann beginnen.

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Da kommt die Lieblingsfrage aller Fragen – wann buche ich Flüge und vor allem wo? Das ist eigentlich ganz einfach. So 4 Monate vorher fange ich an zu schauen. Da sich das Netzt so ziemlich alles merkt, bekomme ich immer günstigere Flüge angeboten. Gute Flugtage sind am Dienstag oder Donnerstag. Buchen klappt 2 Monate vorher am effizientesten und für mich ist Skyscanner die Lieblings – Suchmaschine. Der findet noch den zwergigsten Flughafen auf einer indonesischen Insel oder kann einen Flug mit Bestpreis finden. Ich kann nach dem günstigsten Tag im Monat suchen oder aber auch Flughäfen im Umkreis einbeziehen. Für mich kann die Maschine alles was ich mag. Einige Zeit habe ich mir ein Menü für den Flug vorbestellt. Das kommt dann einfach eher als es die anderen Gäste bekommen und ich kann vegetarisch, koscher, Diät oder was auch immer auswählen. Da in der letzten Zeit jedoch immer mehr Menschen vorbestellen, mag ich den Menschen an Bord nicht noch mehr Stress machen als sie schon haben.

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Zurück zu meiner Frage – was zieht mich also in die Ferne? Es ist die Ruhe und die fehlende Anforderung im Außen. Ich liebe aber auch die neuen Dinge, das Abenteuer, den Genuss, leckeres Essen und die Möglichkeit in jeder Sekunde neue Erfahrungen zu machen. Die Sonne auf der Haut scheint sich anders anzufühlen und jeder Sonnenuntergang und jede Welle zeigen eine neue Schönheit.

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Wenn ich reise, komme ich an viele verschiedene Punkte. Oft verbringe ich nur 1 bis 3 Nächte in einem Hotel. Manche Orte besuche ich jedoch mehrmals im Leben aber dann über eine recht lange Zeit. So gibt es einen Ort in Indien an dem ich mehr als einen Monat war, obwohl es dort nur 3000 Einwohner gibt, keinen Strand aber dafür den großartigsten Kamelmarkt der asiatischen Region.

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Ein anderer Ort an den ich immer wiederkehre liegt in Holland. Seit sicherlich 20 Jahren hat es mir Bergen aan Zee angetan. Ich und viele meiner Freunde haben diesen Ort kennen und lieben gelernt und fahren seit Jahren in unterschiedlichen Konstellationen dort hin. Die Erdnussbutter, das Meer, die Pfannkuchen und der Milchkaffe, die Pommes oder der Geruch der Dünen und der Kiefernwälder… Da ist so viel was mir ein Gefühl von daheim und ankommen an einem mir so fremden Ort gibt.

So ist es die Verbindung von Sehnsucht, Fernweh, Heimweh und Neugier die mich reisen lässt.

Wieso reist ihr oder wo reist ihr so hin? Ich bin so neugierig auf all die Menschen die meinen Blogg lesen. Ihr kommt aus Island, Österreich, Kanada und Indien? Erzählt in den Kommentaren mal ein paar Worte über Euch – ich mag Euch auch kennenlernen 🙂

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Bonustage oder wie geht Leben? Heute mal ganz privat…

Jaipur 033Ich werde in diesem Jahr 46. In diesem Alter hat man Kinder oder ist verheiratet, man hat ein Haus gebaut oder sich irgendwie gesettelt.

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Ich habe ziemlich viel Zeit in meinen Job investiert und einige wirklich heiße Situationen gemeistert und ich bin viel gereist. Vieles von der Welt hab ich gesehen und bin neugierig geblieben.

Doch was tue ich nun? Ich bin in einem Alter angekommen, in dem manche Menschen sterben, meine Familie wird großteils über 90 🙂 Werde ich das Tempo fortsetzen oder werde ich uralt? Wie viel Zeit bleibt mir noch und was will ich mit ihr tun?

Nennt man diese Fragen Midlifecrisis? Wenn ja, finde ich sie außergewöhnlich vernünftig. Mir bleibt entweder keine Zeit mehr oder aber noch mal genauso lange wie gehabt. Ja, nicht mehr so fit und so schnell und auch sicher nicht mehr so sportlich anzusehen. Es bleibt jedoch noch jede Menge Zeit, wenn sie bleibt.

Ab jetzt ist also jeder Tag ein Joker, ein Zugewinn sozusagen. Jeder neue Tag ist ein Bonustag vom System – ein Tag den ich länger bleiben darf. Ich mag es mir gut überlegen, was ich mit meinen Bonustagen anfangen werde.

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Momentan ist meine größte Frage, wo ich leben will. Nach 5 Jahren in Bayern kann ich mit Fug und Recht behaupten, ich hab es versucht. Es fällt mir allerdings schwer, die Menschen zu verstehen und mich ins System zu fügen.

So als lesbische Preußin ist das auch fast ein wenig Selbstkasteiung, wenn ich es tue. Ich habe hier liebe Freunde und Nachbarn, liebe Kolleginnen und ein kleines Netzwerk. Ich habe jedoch auch täglich das Gefühl, dass nur ein Teil von mir hier reinpasst. Dieser Teil ist perfekt angekommen. Der Rest wartet…

Nicht wenige Menschen warten ihr ganzes Leben lang so. Ich habe schon oft komplett gelebt und geliebt, geweint und genossen und habe einige Teile (für Bayern) beiseite lassen müssen. Jetzt könnte man sagen, integrier sie doch 🙂 Dazu gehört jedoch immer auch das Netzwerk… Ich kann nicht allein Hand in Hand mit meiner Liebsten durch die Stadt laufen 😉

Wo wäre jedoch ein guter Platz für eine jung gebliebene Weltenbummlerin die Kultur und Natur liebt, Strand und Museen, Wellen und Theater? Ich bin noch nicht wirklich fündig geworden.

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In andere Länder ziehen ist momentan keine Option. Die Lebensqualität ist zwar oftmals weit über der hiesigen, gemessen an Obst, Sonne, Strand und Genuss. Die Lebenssicherheit dagegen genauso häufig eingeschränkt. Da gibt es hinten raus weniger Bonustage 😉 Andererseits wären die gelebten Bonustage um einiges schöner.

So brüte ich seit einigen Wochen über weitreichenden Entscheidungen und mag mich nicht entscheiden. In Bayern verdiene ich mehr Geld als ich brauche, für Dinge die ich nicht zum Leben brauchen würde.

In anderen Teilen des Landes muss ich da immense Abstriche machen. Freundschaft ist jedoch viel mehr wert als Geld? Wie viel Wert ist jedoch Freundschaft und schön verbrachte Zeit?

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Ihr begleitet mich schon eine Weile auf meiner Lebensreise an viele Orte dieser Welt. Jetzt gilt es mein Innerstes zu bereisen und genau hinzuschauen, was ich wirklich wirklich will. Wie wäre es mit Erziehungsstellenkindern? Wo sind meine Freunde? Ist das Essen aus dem Bioladen besser oder soll es ein Garten sein? Wonach sehnt sich mein Herz und wonach mein Ego?

Wieso kann dieses Ego eigentlich als Einziges den Kontoauszug lesen und interessiert sich nur für die Ersparnisse und nie dafür was ich wirklich will? 😉

Tja, was will ich denn wirklich mit der Bonuszeit die nun bald beginnt? Lachen will ich und in der Sonne sitzen, einen Platz zu dem ich Heimat sage und zu Hause, liebe Kollegen um mich die mich schätzen… Ich mag Dingen beim wachsen zuschauen und Menschen um mich die Kunst und Kultur lieben, ehrlich reden und mich mögen auch wenn…

Ich halte Euch auf dem Laufenden, wenn ich ich mich entschieden habe. Der Blogg bleibt kommt auf jeden Fall mit – egal was ich tue!

Mitbringsel von meinen Reisen

Jetzt habe ich die letzten Tage viel darüber geschrieben was ich so sehe und wo ich war. Es ist aber auch Zeit über die Dinge zu sprechen die ich auf meinen Reisen gelernt habe.

Zuallererst lernte ich Ruhe. Die entsteht durch die Sicherheit, dass es immer und immer weitergeht. Auch wenn ein Zug nicht fährt, gibt es einen neuen Tag und neue Erfahrungen die vielleicht schöner und kostbarer sind. Eine geschlossene Tür von einem Restaurant lässt mich weiterlaufen und ein neues vielleicht viel schöneres Plätzchen entdecken.

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Eine großartige Entdeckung für mich waren tibetische Gebetsfähnchen. Die gibt es mittlerweile auch in Deutschland aber die ersten Fähnchen brachte ich mir aus Ladakh mit. Es sieht einfach toll aus wie sie im Wind flattern und die Idee, dass sie für mich beten finde ich sehr kostbar. Ich kann von ihnen einfach nicht genug bekommen.

Was ich auch vom Reisen mitgenommen habe ist das vielfältige Obst, die genialen Frühstücksideen und die Farbenpracht. Da hilft mir Jurassic Fruit über den Winter. Ich kann die tollsten und wundervollsten Früchte zu mir nach hause holen und mir auf der Internetseite aussuchen wo sie herkommen. Die Preise sind manchmal hui aber das ist ein Genuss für mich wie für andere Menschen mal Essen gehen. In Gedanken schwelge ich zudem in den Erinnerungen an die Reisen und damit ist es für mich passend.

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Ich habe mir vorgenommen, dass ich von jeder Reise ein Mitbringsel mitbringe. Da stehen in meiner Wohnung einige Buddhastatuen wie z.B. dieser Medizinbuddha, den finde ich in Indien zwar zu einem anderen Preis aber wer nicht so viel Reisen kann oder möchte, hat eine gute Alternative.

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In Ladakh hatten es mir die vielfältigen buddhistischen Klöster sehr angetan. Mir gefiel die Stimmung und die Gebetsfahnen, die Buddhastatuen und die Tangkas. Die kann man nicht online nach Deutschland holen. In diesem wundervollen Buch namens Göttinnen der himmlischen Galerie bekommt man jedoch einen Einblick in die Farbenpracht. Dieses Buch schmückt meinen Flur. Es ist riesig und wundervoll bebildert und begeistert Besucher immer wieder.

CIMG2238Auch sehr beeindruckend sind für mich die Farben denen ich auf meinen Reisen begegne. Da ist das wundervolle indische orange, das marokkanische grün, das rot in den buddhistischen Tempeln und die Blumen, Vögel, Rikschas und Menschen in ihrer Farbenpracht. Am liebsten würde ich alle Farben mit heimnehmen. Einige meiner Wände in meinem Haus müssen dann wirklich die Farben wechseln. Das geht für mich nur ökologisch und auch mit Farben die ich gut wieder verändern – abwaschen kann. So kam ich auf den Kalkladen. Die weiße Wohnraumfarbe lässt sich genial vorbereiten und verarbeiten. Dazu gibt es eine riesige Farbpalette diverser Farbpigmente mit denen ich die Farbe gut abtönen kann. Die Wand kann ich damit in mediterranem Style wischen oder auch ganz klassisch streichen. Wenn ich in 2 Jahren die Farbe nicht mehr mag, wische ich sie einfach wieder runter und streiche mit einer anderen Farbe neu.

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Ein weiteres Mitbringsel der Reisen ist meine Vorliebe für bequeme Bekleidung. Was will man schon in Deutschland anziehen, wenn die eigentliche Vorliebe Sonne und Strand – FlipFlops und Bikini sind? Auf der Suche nach Wohlfühldingen die mich in Farben und Bequemlichkeit im Alltag begleiten stieß ich auf zwei absolute Lieblinge.

Meine heißbeliebte LTB Jeans die elastisch und entspannt den ganzen Alltag mitmacht, auf Reisen nicht zwickt und dabei ne absolut gut Figur macht und meine Lieblingskleidchen von Boysen´s. Die gibt es in vielen verschiedenen Farben und unglaublich entspanntem Material. Der Baumwollmix wirkt natürlich und die Farben und Formen begeistern mich immer wieder. Da ich nicht gern bügele hat ein Outfit aus LTB und Boysen´s noch gleich den Vorteil keinerlei Arbeit zu machen. Das finde ich einfach grandios.21034325_10203564301745511_2875340034997454779_n

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2. Der erste Weg führte mich nach Thailand

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Ein ewig langer aber super günstiger Flug über Peking durfte mich dort hinbringen. 8 Stunden Peking. Ich freute mich riesig die Stadt zu sehen und quasi im Express abzuhaken. Peking – war wohl die kürzeste Erfahrung die ich je mit einer Stadt hatte. Der Ausgang vom Flughafen war sicher irgendwo – leider jedoch nirgends wo ich ihn fand. Ich fand den Starbucks, viele Hotels, Shoppingcenter und Bänke über Bänke. Nach gefühlten drei Runden durch die gesamte Flughafenwelt fragte ich einen anderen Touristen, dem ich ja immer wieder begegnete, wieso der Flughafen gelbe Scheiben hätte.

Tja, es gibt so richtig gute Fragen im Leben… Es war nicht die Scheibe – es war na klar die Luft dahinter. Es war der berühmte gelbe Smog der Peking gelegentlich erwischt. Wie schön es war, dass der Ausgang sich nicht finden ließ.

Ich liebe diese Momente wo die Dinge die so kurios schief gehen plötzlich eigenartig viel Sinn machen. So kaufte ich Starbucks leer, schaute den Chinesinnen beim Handy spielen zu und genoss den freien Tag. Es ist kaum zu glauben wie viele Candy Crash Varianten es auf gefälschten Handys geben kann.

Nach Stunden und noch mehr Stunden ging endlich der Flug weiter. One Night in Bangkok kam in Sichtweite.

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Mein Hotel sagte mir zu, mein Zimmer bis 24 Uhr freizuhalten und die Zeit verstrich und verstrich weiter. Unglaublich wie gestresst man werden kann ohne auch nur den kleinsten Finger rühren zu können. Der Flieger flog so langsam wie er konnte, der Taxifahrer gönnte mir eine kleine Stadtführung, zeigte mir wie tanken geht und wies mich auf die tollsten Imbissbuden hin. Von meinem dezenten Unwillen gepaart mit großzügiger Ungeduld nahm er keine Kenntnis.

23.58 betraten wir das Hotel. An der Rezeption begann grade eine kleine Schubserei um mein Zimmer. Es war das Letzte und da es vor 24 Uhr war, war es meins.

Wow, es gibt so kleine Siege im Leben die fühlen sich an als hätte man einen riesigen Kampf überlebt.

Nach einem Cocktail, der Besichtigung der Orchideen im Bad und einem Mitternachtsimbiss verschwand ich in das wohl grünste Zimmer was ich je bewohnt habe. Grüne Wände, Betten, Bettwäsche, Türen – alles war in den unterschiedlichsten Grüntönen gehalten. Großartig für die Augen. So schnell wusste ich noch nie, dass ich auf Reisen bin.

Am nächsten Morgen weckten mich Kochgeräusche. Ich habe das Frühstück verschlafen. Das hatte ich schon ewig nicht mehr geschafft.

So ließ ich die grandiosen Pancakes aus und ging direkt zum Curry über.

Am Nachbartisch gefiel mir ein älterer Mann. Auf Reisen habe ich mir angewöhnt solche Dinge zu registrieren. So ging ich rüber und sagte hi. Er hatte mich auch schon beobachtet aber wir beide wussten nicht warum. Also tänzelten wir um alte Geschichten, Wohnorte und Gedanken bis wir Gemeinsamkeiten fanden. Solche Begegnungen haben immer Gemeinsamkeiten und Geschichten die zusammengehören.

Die an diesem Tag stellte jedoch vieles in den Schatten. Wir redeten über alte Bekannte und stellten dabei fest, dass er meine beste Freundin und deren Familie vor langer Zeit kennen lernte und aus den Augen verloren hat. Er vermisste ihre Mutter und dachte oft daran sie wieder zu besuchen aber hatte keine Ahnung wo er sie jemals wiederfinden kann. Er suchte sie und fand sie an keinem bekannten Ort.

In Bangkok, vor einem Zahnarztbesuch dachte er an viele Dinge aus seinem Leben und fand einfach so seine frühere Freundin wieder. Ich zeigte ihm die neue Adresse und erzählte Dinge aus ihrem jetzigen Leben. Wenig später verschwand er zu seinem Termin.

Wochen später, wieder daheim erzählte mir die besagte Mama wie sehr sie einen alten Freund vermisst. Sie würde immer und immer wieder an Peter den Nomaden denken und habe ihn beim Umzug aus den Augen verloren. Als ich ihr seine neuen Daten gab, brach sie fast in Tränen aus.

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Ich bleibe allerdings noch ein wenig in Thailand. Bangkok sollte nur eine Zwischenstation werden. Ein Bus brachte mich in den Süden und ein Boot auf die kleine Insel Ko Tao.

Eigentlich erwarte ich nicht viel von Urlaubsparadiesen aber diese Insel war anders als Alles was ich mir vorstellen konnte. Es fühlte ich an wie ein riesiges Jugendlager mit Strandparties und Hängematten, mit Pizzastuben und Diskotheken, mit Feuershows und Kuriositäten. Thailand fand ich erst, als ich mit einem geliehenen Scooter herumfuhr, hinter einer Wäscherei abbog und dort nach einem Zimmer fragte.

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Oben auf dem Hügel fand ich meinen eigenen Bungalow. Die Anfahrt war so steil, dass der kleine Scooti mit Anlauf genau die Hütte schaffte. Keinen Millimeter weiter und er wäre rückwärts hinuntergerollt. Ich liebte mein Häuschen am Ende der Welt.

Dort klauten Streifenhörnchen mein Obst auf dem Balkon, Katzen saßen auf meiner Terasse und im Bad gab es bei Sonne warmes Wasser und an kalten Tagen eben keines. Das ist backpacklogisch. Von dort konnte ich mich dem Trubel nähern wann immer ich wollte um dann wieder in meine Ruheoase zu flüchten.

Mein Leben bestand aus lebenden Ritualen. Unbedingt musste ich am frühen morgen die Streifenhörnchen füttern. Das war die wichtigste Tat des Tages. Der Rest kann warten.

Frühstück für mich gab es im View Point Ressort. Einfach Pool genießen und den Tag starten, die Sonne anschauen und das Meer bewundern. Das Frühstück war ein Frühstück für alle Sinne. Die Haut fühlte sich an wie mit Seide umschmeichelt. Der Wind vom Meer kühlte ganz leicht. Der Milchschaumkaffee wirkte wie nicht von dieser Welt.

Mittags fuhr ich zu den Kids und Teenagern und schaute mir die wilde Welt an. Es war bunt und laut, lebendig und lustig.

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Ein Platz zum Tauchen war in dem Gewusel schnell gefunden. Mein Tauchpartner wurde ein junger Mann, der sich erst mal ne Weile nicht vorstellen wollte. Es war ihm unbegreiflich, dass ich gern seinen Namen wissen mag. Den müsse man doch kennen. Hm, ich weiß nicht wie genau man jemanden im Taucheranzug erkennen kann aber scheinbar sehen viele viele andere Menschen das anders. Mittlerweile kennen wir uns auch mit Namen. In seinem bürgerlichen Leben verdiente er sein Geld als Pressesprecher einer bekannten Partei und später einer ebenso bekannten Fastfoodkette. Weder in der einen noch in der anderen Form ist er mir jemals begegnet.

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Nach einem anfänglichen Schock, genoss er die neue Situation einfach ein Mensch in Ko Tao zu sein, der lustige Sachen machen kann und mehr interessiert nicht.

Es wurde eine spannende und abenteuerliche Zeit – wir besuchten Beachpartys und Gogo Nights, aßen den besten Fisch am Platz und vergnügten uns nächtelang mit Musik, Feuershows und Cocktails. Alle Abende waren gefüllt mit guten Gesprächen, netten neuen Kontakten und erfüllten Gesprächen über Politik, Glauben und das Leben in München.

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Den großartigsten Abend verbrachten wir an einem Beach im Süden von Ko Tao. Die einzige Beleuchtung war der Vollmond der über dem Meer stand und die Fackeln im Sand.

Fische schwammen in der Kühlbox herum und die neuen Gäste trauten sich kaum an die Dosen. In Hängematten und auf riesigen Sitzkissen chillten die Gäste und auch wir. Gelegentlich unterbrach ein kurzer Schrei das innige Gemurmel, wenn mal wieder jemand sein Handy oder seinen Schlüssel im Meer versenkt hatte. Idylle mit Nebenwirkungen sozusagen.

Ich genoß jede Sekunde in dieser nahezu perfekten Nacht. Feuertänzer am Strand bildeten den Hintergrund und das Meer war der Soundtrack für die wundervollen chilligen Stunden.

Leider blieb mir diese Nacht in wirklich einzigartiger Erinnerung. Am nächsten Morgen wurde die Bar geschlossen und zerstört, dem Boden gleichgemacht und von der Polizei ausgehoben.

Es haben sich in der Nacht nicht nur Handys und Schlüssel im Meer versenkt. Auch eine komplette Touristin ging in dieser Nacht verloren.

Niemand hat sie gesehen und noch weniger von ihr gehört. Das ist die Schattenseite von Ko Tao.

Für mich war es Zeit zurückzukehren. Also rauf auf die Fähre ins nächste Abenteuer. Auf dem Weg über das Meer fuhren wir in das dunkelste Unwetter was ich je gesehen hatte.

Ich wusste nicht, dass man sich bei Sturm auf Deck wirklich festhalten muss und der Körper konnte fliegen. Ich flatterte als Fähnchen im Wind und genoss den Sturm und die Wellen, den Regen und die Stimmung um mich herum. Irgendwann wurden es weniger und weniger Einheimische um mich und es war an der Zeit das Deck zu verlassen und die Bedienungsanleitung der Schwimmwesten zu studieren. Bis zur Landung im Hafen gelang es mir herauszufinden wie sie aus dem Container zu holen sind. Manchmal bin ich so froh, dass ich derartige Anweisungen nie im Notfall lesen muss.

Zurück in Bangkok feierte Sirikit ihren Geburtstag. Wundervoll geschmückte Straßen und Plätze luden ein sich die Stadt ganz genau anzuschauen. Straßenhändler in bester Laune betrogen ihre Kundschaft mit doppelten Preisen, Taxifahrer nutzten die Möglichkeit für ganze Stadtrundfahrten und alle Menschen um mich waren in ausgelassener Stimmung.

Ich selbst zog es vor mit dem Boot Bangkok zu erkunden und eine kleine Tempeltour zu genießen und das indische Viertel unsicher zu machen. Beides war heute ausnahmsweise mal leer. Ein Genuss!

Nach einigen Tagen Genuss ging es wieder heim nach München. Doch nach der Reise ist vor der Reise…

Die nächsten Pläne wuchsen schon in meinem Kopf.

 

Rom ist wohl eine der romantischsten Städte die ich so besucht habe

Essen in Trastevere, Musik und Kerzenschein auf den Plätzen, auf Treppen und an Brunnen sitzen, Menschen anschauen und miteinander reden…

Wenn man einen großen Umweg um die Altstadt macht und die Spanische Treppe auslässt, ist es einfach wundervoll.

_U8A4854Dies ist ein altes Palazzo in der Altstadt – sehr nahe zum Trevibrunnen und dem Pantheon. Der Trevibrunnen ist schon ein wenig hübsch aber von Romantik leider weit entfernt. 100 e Menschen versuchen in die erste Reihe zu kommen und ihre Münze hineinzuwerfen. Dabei ist der einzige Wunsch den man frei hat der wieder nach Rom zu kommen. Nun gut – ich hab natürlich nen anderen Wunsch versucht und bin gespannt ob es klappt.

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Viele Wege sind in Rom zu gehen, viel Musik zu hören – ich empfehle Niki La Rosa. Ein wundervoller Straßenmusiker der auch eigene CDs produziert. Einfach abends in Trastevere am Brunnen sitzen und hören, spüren und genießen. Ich liebe diese Gänsehaut und das Gefühl was die Musik mit sich bringt.

 

Noch mehr Liebe

Sonnenuntergänge über Rom sind für mich fast die faszinierendsten die ich je gesehen habe. Eigentlich komisch so mitten in der Stadt aber die Mischung der fantastischen Gebäude und das Licht was drum herum spielt war immer und immer wieder beeindruckend.

_U8A4922Von den verschiedensten Orten – auf dem Weg zur Engelsbrücke, von den Orangengärten, vor dem Kongress und einfach auf der Straße war das Licht einfach bezaubernd und wunderschön.

_U8A4823Hier der Blick auf den Vatikan und das Licht dahinter. Ist es nicht ein faszinierender Ausblick? Als würde der ganze Himmel in Flammen stehen.

_U8A4792Ein Abend später

_U8A4832und wieder ein neuer Ausblick auf den Vatikan.

Fotografiert sind all diese Fotos mit der Canon Mark III. Ich liebe die einfache Funktion und vor Allem die HDR Komponente 🙂 Es ist so genial mit ein wenig Zeit und Geduld wie ner ruhigen Hand drei Bilder übereinander zu legen und diese Farbwerken zu kreieren.

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Es ist genial mit jedem Abend ein neues Farbenspiel zu entdecken und mich immer und immer wieder neu in die Stadt zu verlieben.  Ich habe das Gefühl nie schönere Lichter gesehen zu haben. Nebenbei kann man noch in Geschäften stöbern, Kunst schauen und das leckerste Essen genießen. Das ist unbedingt eine Reise wert.

Gardasee in 3 Stunden

Hallo ihr Lieben…

ich reise mal wieder in die Welt und begegne Neuem – eine Weltreise muss und will ich nicht mehr am Stück machen. Ich vermisse meine Freunde und mein Leben viel zu sehr.

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So packe ich meine Tasche und nehme einfach für ein paar Tage die liebsten Dinge mit.

Begleiten wird mich mein Zelt und meine Lieblingsfreundin. Es gibt doch einfach nichts Schöneres als mit Menschen die man mag Zeit zu teilen. Das ist mir in der Zwischenzeit das Kostbarste ever geworden.

Was ist so in der Tasche an den Gardasee? Zuerst einmal ein Zelt – ein Sommerzelt mit Moskitonetz und leichtem aber regenfesten Dach – weil ich eine Friermaus bin – dazu ein dicker Schlafsack… Im schlimmsten Fall würde er mich bis minus 20 Grad retten. Das muss er die nächsten Tage aber hoffentlich nicht. Wichtig auch Iosmatte, leichte Handtücher – meine herzallerliebsten Balitücher die vom Kleidchen bis zum Strandtuch, von der Kopfbedeckung bis zur Tischdecke für alle Eventualitäten gut sind.

Meine Kamera und mein Laptop müssen diesmal leider daheim bleiben. Zelten ist dann doch nicht der richtige Platz für die Canon und das Applechen. Das wird die erste Reise seit vielen Jahren ohne 🙂

Es war grandios – zelten ist ja wohl die genialste Art morgens in den Tag zu starten… Wir waren auf einem der saubersten Zeltplätze gelandet die ich jemals gesehen habe – ein schneeweißes Bad mit Spiegelchen, Haartrocknern und einer Rainshowerdusche. Was für ein Genuss… Morgens wurden wir von den Vögeln geweckt und der Blick auf den See ließ uns genussvoll in den Tag starten. Abends sangen uns die Zikaden in den Schlaf.

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Stundenlange Spaziergänge durch Malcesine und Torbole versüßten uns die Tage. Der Strand lud zum Baden und abends zum sehnsüchtigen Sterne gucken und wieder baden ein. Allein die vielen Steine trübten ein wenig die Freude. Ich nehme mir ja jedes Mal wieder vor meine geliebten Tauchschuhe mitzunehmen. Leider ist es mir immer wieder zu peinlich. Dann stolpere ich halb krabbelnd und halb laufend über die Steine dahin und frage mich was genau denn jetzt peinlicher aussieht 🙂

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Egal – das nächste Mal nehme ich mir wieder vor – die Neoprenschuhe müssen mir!

Empfehlen kann ich den Zeltplatz AlpineTauchschuhe und egal wo ihr auch hingeht natürlich die hervorragende Pizza.

Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen

Habt viel Spaß beim Austesten! Jeannette