Mitbringsel von meinen Reisen

Jetzt habe ich die letzten Tage viel darüber geschrieben was ich so sehe und wo ich war. Es ist aber auch Zeit über die Dinge zu sprechen die ich auf meinen Reisen gelernt habe.

Zuallererst lernte ich Ruhe. Die entsteht durch die Sicherheit, dass es immer und immer weitergeht. Auch wenn ein Zug nicht fährt, gibt es einen neuen Tag und neue Erfahrungen die vielleicht schöner und kostbarer sind. Eine geschlossene Tür von einem Restaurant lässt mich weiterlaufen und ein neues vielleicht viel schöneres Plätzchen entdecken.

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Eine großartige Entdeckung für mich waren tibetische Gebetsfähnchen. Die gibt es mittlerweile auch in Deutschland aber die ersten Fähnchen brachte ich mir aus Ladakh mit. Es sieht einfach toll aus wie sie im Wind flattern und die Idee, dass sie für mich beten finde ich sehr kostbar. Ich kann von ihnen einfach nicht genug bekommen.

Was ich auch vom Reisen mitgenommen habe ist das vielfältige Obst, die genialen Frühstücksideen und die Farbenpracht. Da hilft mir Jurassic Fruit über den Winter. Ich kann die tollsten und wundervollsten Früchte zu mir nach hause holen und mir auf der Internetseite aussuchen wo sie herkommen. Die Preise sind manchmal hui aber das ist ein Genuss für mich wie für andere Menschen mal Essen gehen. In Gedanken schwelge ich zudem in den Erinnerungen an die Reisen und damit ist es für mich passend.

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Ich habe mir vorgenommen, dass ich von jeder Reise ein Mitbringsel mitbringe. Da stehen in meiner Wohnung einige Buddhastatuen wie z.B. dieser Medizinbuddha, den finde ich in Indien zwar zu einem anderen Preis aber wer nicht so viel Reisen kann oder möchte, hat eine gute Alternative.

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In Ladakh hatten es mir die vielfältigen buddhistischen Klöster sehr angetan. Mir gefiel die Stimmung und die Gebetsfahnen, die Buddhastatuen und die Tangkas. Die kann man nicht online nach Deutschland holen. In diesem wundervollen Buch namens Göttinnen der himmlischen Galerie bekommt man jedoch einen Einblick in die Farbenpracht. Dieses Buch schmückt meinen Flur. Es ist riesig und wundervoll bebildert und begeistert Besucher immer wieder.

CIMG2238Auch sehr beeindruckend sind für mich die Farben denen ich auf meinen Reisen begegne. Da ist das wundervolle indische orange, das marokkanische grün, das rot in den buddhistischen Tempeln und die Blumen, Vögel, Rikschas und Menschen in ihrer Farbenpracht. Am liebsten würde ich alle Farben mit heimnehmen. Einige meiner Wände in meinem Haus müssen dann wirklich die Farben wechseln. Das geht für mich nur ökologisch und auch mit Farben die ich gut wieder verändern – abwaschen kann. So kam ich auf den Kalkladen. Die weiße Wohnraumfarbe lässt sich genial vorbereiten und verarbeiten. Dazu gibt es eine riesige Farbpalette diverser Farbpigmente mit denen ich die Farbe gut abtönen kann. Die Wand kann ich damit in mediterranem Style wischen oder auch ganz klassisch streichen. Wenn ich in 2 Jahren die Farbe nicht mehr mag, wische ich sie einfach wieder runter und streiche mit einer anderen Farbe neu.

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Ein weiteres Mitbringsel der Reisen ist meine Vorliebe für bequeme Bekleidung. Was will man schon in Deutschland anziehen, wenn die eigentliche Vorliebe Sonne und Strand – FlipFlops und Bikini sind? Auf der Suche nach Wohlfühldingen die mich in Farben und Bequemlichkeit im Alltag begleiten stieß ich auf zwei absolute Lieblinge.

Meine heißbeliebte LTB Jeans die elastisch und entspannt den ganzen Alltag mitmacht, auf Reisen nicht zwickt und dabei ne absolut gut Figur macht und meine Lieblingskleidchen von Boysen´s. Die gibt es in vielen verschiedenen Farben und unglaublich entspanntem Material. Der Baumwollmix wirkt natürlich und die Farben und Formen begeistern mich immer wieder. Da ich nicht gern bügele hat ein Outfit aus LTB und Boysen´s noch gleich den Vorteil keinerlei Arbeit zu machen. Das finde ich einfach grandios.21034325_10203564301745511_2875340034997454779_n

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Indien 2011

Heute war ich im Kino und sah mir einen wundervollen Film an. Weit um die Welt weckte in mir mehr als nur Erinnerungen. Er zeigte mir mal wieder wie kostbar der Schatz der letzten Jahre ist den ich in mir trage. Die Gedanken an die Zeit der Reisen wecken noch nach Jahren wundervolle Gefühle und hinterlassen ein Lächeln auf meinem Gesicht.

CIMG16522011 reiste ich mit Aljoscha nach Kaschmir und verbrachte einige wundervolle Tage auf dem Dalsee. Ein Hausboot liegt neben dem anderen. Kleine Taxiboote bringen die Bewohner durch Lotusblütenfelder zu ihren Hotelbooten oder zum Essen in die Stadt.

CIMG1714Der See, gesäumt von uralten Maharadschapalästen, lässt ein Strahlen im Herzen zurück. Auf unseren Ausflügen in die Paläste und Gärten der Umgebung begegneten wir wundervollen Menschen und wurden selbst Ziel vielfältiger Fotoaktionen.

CIMG1726Doch schon nach einigen Tagen wollten wir weiter. Unser Ziel war Ladakh und die Hauptstadt Leh. Ein Allradvan brachte uns und einige Einheimische mit unglaublich viel Gepäck über Wege die ich im Traum nicht als Straßen bezeichnen würde. Serpentinenartig fuhren wir Berge hinauf und hinunter. Vorfahrt in den Kurven wurde nach der lautesten Hupe geregelt und das kleinere Auto musste immer ausweichen. 9 Stunden meines Lebens in einer Art andauernden Schockstarre und einem unglaublichen Staunen gleichzeitig über die unbändige Schönheit der Berge.

CIMG1737Bunt bemalte LKWs kamen uns entgegen oder wir überholten sie. Die Berge und das Licht bildeten eine Traumkulisse zu dieser Farbenpracht.

CIMG1738In Leh angekommen erwartete uns diese Aussicht. Es war einfach atemberaubend wie schön und unglaublich erhaben Berge sein können. Leh selbst liegt auf 3500 m und die Berge drum herum waren 5000 er oder sogar höher. Die Masse an Erde die unter uns lag war förmlich zu spüren und der Sternenhimmel in der Nacht näher als jemals zuvor.

CIMG1860Nach einigen Stunden der Akklimatisierung wagten wir unseren ersten Spaziergang. Wir stiegen zu einer Ruine auf einen Hügel hinauf und hatten das Gefühl den größten Berg der Welt erklommen zu haben. So fühlte ich mich nicht nur – so sah ich auch aus. Völlig außer Puste von vielleicht 150 Höhenmetern. Ja, so ist das mit der Höhe…

CIMG1911Doch schon nach wenigen Tagen gewöhnte ich mich ein klein wenig daran und konnte den ersten Ausflug unternehmen. Mit einem Minibus überquerte ich die höchste Passstraße nahe dem Stock Kangri, schaute mir die tausenden Gebetsfähnchen an und fuhr in das Tal dahinter.

CIMG2128Einen ganzen Tag lang besuchten wir Klöster und Tempel und bekamen tiefe Einblicke in die buddhistische Kultur.

CIMG2008Mönche leben in diesen Klöstern, lernen, spielen und arbeiten und werden langsam erwachsen. Dies ist ihre Art der Schulausbildung. Hier versuchen sie sich an Kricket, dem indischen Nationalsport der auch vor dem entlegensten Tal nicht halt macht.CIMG2037Ganz hinten im Tal angekommen traute ich meinen Augen kaum. Wir trafen auf eine Kamelherde auf der einheimische Touristen ausreiten durften. Kamele im Himalaya im Sand wie in der Wüste. Ein wundervoller Anblick.

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Am nächsten Tag führte uns die Klosterreise in Richtung Leh zurück. Die Zellen der Mönche klebten wie kleine Schwalbennester an den Bergen und die Stimmung war so friedlich wie ich sie selten in meinem Leben erleben durfte.

CIMG2238Bei diesem Buddha verweilte ich eine Weile. Ein Mönch setzte sich zu mir und fing an Mantren zu singen. Er beobachtete mich die ganze Zeit und ich verfiel mehr und mehr in eine Art Trance bis mir Tränen über das Gesicht liefen und ich einige Minuten später zu lächeln begann. Der Mönch stand auf, verabschiedete sich lächelnd von mir und verließ den Raum. Diese Begegnung berührte mich noch lange Zeit sehr tief.

CIMG2350Mir hatte die Tour mit dem Minibus riesig gefallen und ich wollte den höchsten Pass der Welt noch einmal ganz in Ruhe und mit dem Fahrrad erklimmen. Mehrere Tage wartete ich bis ich mir relativ sicher war einen recht warmen aber entspannten Tag zu erwischen. Meter um Meter fuhr ich die Straße in die Berge hinauf.

CIMG2349Leh liegt hier schon sehr weit unten im Tal und die Wolken kamen immer näher. Das Wetter zog sich langsam zusammen und die Temperatur wurde von Minute zu Minute gefühlt geringer. Noch einige Minuten später begann es zu schneien und wurde so kalt, dass ich meine Tour trampend beenden musste. An ein Treten der Pedale war nicht mehr zu denken. Meine Beine versagten den Dienst. Zum Glück brachte mich ein super lieber Fahrer bis in mein Hotel und das Rad durfte auf der Laderampe mitfahren.

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Mein letzter Eindruck von Leh, kurz vor der Abreise, war ein Polotournier auf einer sandigen Freifläche. Wir standen um den Platz herum, hofften keinen der Bälle abzubekommen und schauten den Polospielern auf ihren Minipferden fasziniert zu.

Die Zeit in Ladakh und Kaschmir war bezaubernd und wundervoll – ich hoffe irgendwann im Leben wieder dorthin reisen zu können.

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