Just me – Self Care – Innsbruck


Hallo in die Runde,

ich melde mich mal wieder, nach einem kleinen aber feinen Tripp am Wochenende. In den letzten Wochen hatte ich zu viele Termine und zu wenig Genuss.

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Also nahm ich mir ein just me Wochenende vor. Drei Tage lang nur machen was gut tut, Spaß macht und entspannt. Wow! Die Entscheidung für das Wochenende fiel in der letzten Minute. Ich machte es davon abhängig ob ich noch schnell ein Hotel finde, welches am Inn liegt, nen Parkplatz hat und einen Preis der mir gefällt. Kleines Glücksroulett sozusagen.

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Ich wollte schon seit längerem ein Theaterstück in Innsbruck anschauen und haderte mit dem Gedanken abends hin – und auch wieder zurückzufahren. Es ist nicht wirklich weit und die Strecke ist auch schön. Ich hab nur grade keine Lust auf Zwecktouren.

Andre Hofer im Tiroler Landestheater wollte ich jedoch unbedingt sehen. Einerseits hatte ich es jemandem versprochen, andererseits interessierte mich das Thema.

Als ich dann noch sah, dass am nächsten Tag das Tanztheaterstück gespielt wird, was ich auch sehen wollte, war es nur noch eine kurze Entscheidung.

Ich fragte booking.com nach einem netten Hotel und wurde traumhaft fündig. Das Hotel Heimgartl in Innsbruck sollte für die nächsten Tage mein zu hause werden. Dies war die beste Idee ever. Das Hotel liegt direkt am Inn, hat mehrere Parkplätze, ist fußläufig zur Innenstadt und das waren noch nicht die echten Highlights.

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Die Begrüßung war so warm und herzlich, dass die Sorgen der vergangenen Tage einfach wie weggeblasen waren. Meine Buchung war ein Zimmer mit kleinem Erker. Der Blick auf die Berge, den Inn und die Stadt war ein Traum. Morgens wachte ich vom Morgenrot auf und auch tagsüber konnte ich die Strahlen und die Wärme genießen. Ich saß in meinem kleinen Ledersessel, las mein Buch und schaute immer wieder verwundert auf das schöne Panorama. Die Decken auf dem Bett waren in Herzform gelegt und alles wirkte irgendwie total lieb!

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Der richtige Hit wurde jedoch das Frühstück am nächsten Tag – 20 selbst gemachte Marmeladen, frisch gebackener Kuchen, Obst, Cappuccino und frische Eier um nur einige der Köstlichkeiten aufzuzählen. Das ist Wellness von innen.

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Doch zurück zum Abend. Freitag der 13. sollte zumindest was Theater anging kein Pechtag sein. Die Vorstellung war zwar ziemlich ausgebucht, mein Lieblingsplatz in der letzten Reihe Balkon war jedoch frei. Die Karte konnte ich mir gemütlich im Laufe des Nachmittags an der Kasse des Theaters organisieren. Hm – Andre Hofer – ich hatte ein Mundartstück erwartet oder eine politische Selbstbeweihräucherung Tirols. Es kam jedoch anders. Die deutschen Schauspieler sprachen deutsch und nur einige sprachen wirklich Dialekt. Dieser war jedoch meist zu verstehen. Hofer selbst wurde grandios und innerlich zerrissen – so gar nicht als Held gezeigt. Er haderte und zweifelte, betete und fand zu einer Entscheidung die er später reute. Wo war der Held in dieser Geschichte? Für mich zeigte sich eine melodramatische sehr psychologische Deutung eines Geschehens, was viele Jahre her ist. Ein gelungenes Versuch Einblick in diesen Menschen zu finden. Ich war trotz aller Skepsis im Vorfeld begeistert.

Den Samstag gestaltete ich ein wenig beweglicher. Direkt neben meinem Hotel begann der Weg zum Alpenzoo. Jetzt bin ich kein so bergsteigender Mensch aber die paar Höhenmeter machten sogar mir Spaß. Der Alpenzoo war aufgrund des megasonnigen Wetters völlig überlaufen aber der Wanderweg führte noch ein wenig am Zoo vorbei Richtung Hungerburg (der Innsbrucker Höhenstadtteil). Also lief ich weiter und beobachtete den Wisent von der anderen Seite.

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Die Sonne sorgte für prächtigstes Wetter und die Aussicht aus Richtung Hungerburg war wundervoll. Auf dem Waldweg konnte ich meine Gedanken ziehen lassen und lieber Wasserfälle, Blumen und Baumwurzeln bewundern. Es war traumhaft.

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Oben angekommen fand sich an der Bergstation Richtung Nordkette ein kleines Café mit Dinzler Kaffee – sie hatten schon gewonnen und Liegestühlen vor der Tür. Umringt von einer Reisegruppe Chinesen, genoss ich den Tag.

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Abends bummelte ich noch ein wenig durch die Stadt, kaufte mein Abendticket fürs Tanztheater und genoss die Sonne auf meiner schon ein wenig rötlichen Haut. Ich bin eher so der Lobster am ersten Tag aber dann wird es sonnig brauch 😉 Ich bummelte also an alten Häusern vorbei, genoss die Stimmung in der Altstadt und besichtigte (wie es sich gehört) das goldene Dachl.P1000063

Das Tanztheater Masterpiece am Abend war auch wunderbar. Ich mag die gekonnten Bewegungen der Tänzer und in diesem Stück zeigten sie sich von einer verspielten, verquatschten und nicht so eitlen Seite wie sonst. Häufig schien es, als nehmen sie sich selbst auf den Arm. Es wurde viel gelacht in diesem Stück und das Publikum wirkte wieder und wieder erstaunt. Das für mich eigentliche Meisterstück gelang als sie 10 Leute auf die Bühne holten die einfach dort mittanzten. Einfach grandios!

Nun durfte ich noch eine weitere Nacht in dem gemütlichen Hotel verbringen, mich auf ein weiteres Frühstück freuen und am Sonntag kehrte ich voller Eindrücke, mit heiß gelaufenen Füßen und braun gebrannt wieder heim.

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Vorher genoß ich allerdings noch ein paar Minuten im leuchtenden Sand des Inn. Ich kenne außer dem Ganges keinen Fluss der so schön glitzern kann 🙂P1000059

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